Mitsubishi Space Star

Ein kleines Sternchen

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Kompakt: Der neue Japaner ist klein, extrem leicht und obendrein verhältnismäßig preiswert – mit all diesen Eigenschaften fährt der Space Star auf der Höhe der Zeit.

Für ein Auto einen Namen zu finden, der weltweit passt, ist nicht einfach. Schon einmal hatte Mitsubishi Pech. Der Pajero musste wegen Zweideutigkeit in spanischsprachigen Ländern in Montero umgetauft werden.

Ihren jüngsten Spross dürfen die Japaner jetzt aus rechtlichen Gründen in Europa nicht wie überall sonst in der Welt Mirage nennen, sondern mussten auf Space Star ausweichen. Dieser Name ist nicht neu.

Gemessen an dem Mini-Van gleichen Namens, mit dem die Japaner bis zum Jahr 2005 in Deutschland auf dem Markt waren, ist der neue Space Star des Jahres 2013 eher ein kleines Sternchen. Mit 3,71 Metern Gesamtlänge stößt Mitsubishi mit ihm ins Segment der Ultra Kompakten, wo er sich mit VW Up nebst spanischem und tschechischem Ableger, Ford Ka, Fiat Panda, Hyundai i 10 oder dem französisch-japanischen Trio Aygo, C1 und der Peugeot 108 tummeln soll.

In dieser Klasse findet der Wettstreit um Zentimeter und Kubikzentimeter statt. Im Inneren des äußerlich recht unspektakulären viertürigen Space Star gibt es tatsächlich mehr Platz, als wir es ihm von außen zutrauen. Das Einsteigen gelingt mühelos, die Platzverhältnisse sind trotz einer Gesamtlänge von nur 3,71 Meter vorne wie hinten für Erwachsene auch für längere Strecken durchaus zumutbar. Mit 235 Litern Kofferraumvolumen (ausbaubar auf 912 Liter) liegt der Space Star gut im Rennen, damit übertrifft er sogar den nicht mehr angebotenen Mitsubishi Colt, als dessen Nachfolger er agiert.

Handlich und übersichtlich

Im Inneren gibt es viel Plastik schlichter Machart, was offensichtlich dem Preis geschuldet ist. In der Basisversion fehlen deshalb auch Klimaanlage, Radio und Drehzahlmesser. Die Sitze sind bequem und mit einigen wenigen Handgriffen in die richtige Postion gebracht. Schon beim Rangieren aus der Parklücke fällt auf, dass Übersichtlichkeit und Handlichkeit zu den Paradedisziplinen des Space Star gehören.

Was die Kubikzentimeter unterm Blech angeht, geht es mit 1000 Kubikzentimetern und 71 PS los für den Basis-Dreizylinder. Das ist für ein Leichtgewicht von etwas über 900 Kilogramm Leergewicht sicherlich ausreichend. Wir wünschten uns aber etwas mehr Power. Unser Testwagen in der 1,2 Liter Variante des gleichen Motors, aber mit 80 PS, kauft vor allen Dingen in Sachen Beschleunigung dem Basismotor den Schneid ab.

Die geschmeidige Fünfgang-Schaltung verlangt konstante Handarbeit, um den Kleinen auf Trab zu halten. Ich befolge peinlich genau die Schaltvorgaben und werde prompt vom Eco-Drive-Assistenten mit grünen Leuchten in der Tachoanzeige belohnt. Der Space Star setzt dann 100 Gramm CO2 pro Kilometer frei. Für unökonomisches Fahren gibt es den gelben Balken.

Mit angegebenen 4,3 Litern Durchschnittsverbrauch macht der Mitsubishi-Mini auch auf der Kostenseite keine schlechte Figur. Die Bremsen greifen energisch ein, die Lenkung ist sauber abgestimmt und auch ein schlechter Untergrund macht aus dem Space Star keinen Poltergeist.

Ordentliche Ausstattung

Zur Steigerung seiner Attraktivität in dem für Mitsu-bishi bisher noch unbeackerten Feld der Kleinwagen hat man dem Space Star ein ordentliches Ausstattungspaket gepackt: Sechs Airbags sind neben dem ESP der Sicherheitsanker.

Eine 60:40 teilbare Rückbank und Scheibenwischer, die ihren Takt nach der Fahrgeschwindigkeit ausrichten, sind Nettigkeiten, die den Kleinen bei einem Preis ab 12 990 Euro gleich noch sympathischer machen. (von Solveig Grewe)

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