Automobil-Geschichte

Mitsubishi: Das steckt wirklich hinter dem berühmten Firmen-Logo

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Das Mitsubishi-Logo besteht aus drei roten Rauten. Doch was bedeuten sie?

Jeder kennt die drei roten Rauten des Mitsubishi-Logos. Doch woher kommt das berühmte Firmenzeichen des japanischen Autoherstellers - und was bedeutet es?

Bei Audi sind es vier ineinandergreifende Ringe, bei BMW ist das Emblem weiß-blau, umrandet von einem schwarzen Ring - und bei Volkswagen ist es eine blaue Plakette mit den beiden übereinander stehenden Buchstaben V und W. Was viele nicht wissen: Die Logos sind nicht nur aus reiner Willkür der Marketing-Abteilung der Autohersteller entstanden, sondern es steckt oftmals viel mehr dahinter.

Drei rote Rauten: Das steckt wirklich hinter dem Mitsubishi-Logo

So nehmen manche Firmenzeichen Bezug auf die Firmenhistorie oder auf den Gründer, andere wiederum auf die Branche oder eben auf die Produkte, für die das Unternehmen bekannt ist. Ähnlich sieht es auch beim Mitsubishi-Logo aus. Fast jeder kennt die drei roten Rauten, die gegenüberliegend angeordnet sind. Doch was hat es damit auf sich?

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1870 wurde das Vorgänger-Unternehmen von Mitsubishi, "Tsukumo Shokai", vom Japaner Yataro Iwasaki gegründet. Damals handelte es sich noch um ein reines Schifffahrtsunternehmen, auf den Flaggen der Schiffe fand sich ein dreieckiges Wasserkastaniensymbol.

Wasserkastanie trifft auf Eiche bei Mitsubishi Electric

Aus diesem entwickelte sich später schließlich das heute bekannte Emblem mit den drei roten Rauten. Dieses leitet sich ab vom Familienwappen des Gründers Yataro Iwasaki mit den drei Schichten Wasserkastanien, die sich überlagern und vom Wappen der Familie Yamanouchi vom Tosa-Clan, der dreiblättrigen Eiche.

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Erst später entschied man sich schließlich für den Firmennamen Mitsubishi. Heute ist die Mitsubishi-Gruppe in mehrere Firmen untergliedert, die fast in jedem Industriesektor tätig sind. Der Firmenslogan lautetanlässlich des 80. Jubiläums seit 2001 "Changes for the Better" (auf Deutsch etwa: "Veränderungen zum Besseren").

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jp

Automarken: Diese geheime Bedeutung steckt hinter den Logos

Das sich aufbäumende Pferd steht für die Automarke Ferrari. Es war ursprünglich auch das Zeichen von Baron Franscesco Baracca, einem italienischen Fliegerass im Ersten Weltkrieg. Sein Flugzeug zierte ebenso das Pferd.
Das sich aufbäumende Pferd steht für die Automarke Ferrari. Es war ursprünglich auch das Zeichen von Baron Franscesco Baracca, einem italienischen Fliegerass im Ersten Weltkrieg. Sein Flugzeug zierte ebenso das Pferd. © pixabay
Das weltberühmte BMW-Logo steht für einen rotierenden Propeller, da der Hersteller früher Flugzeugmotoren baute. Die weiß-blauen Felder symbolisieren die bayerische Flagge.
Das weltberühmte BMW-Logo steht für einen rotierenden Propeller, da der Hersteller früher Flugzeugmotoren baute. Die weiß-blauen Felder symbolisieren die bayerische Flagge. © dpa
In dem Logo von Alfa Romeo ist viel versteckt: Das rote Kreuz kommt vom Wappen der Stadt Mailand. Die gekrönte Schlange, die einen Menschen frisst, symbolisiert die Adelsfamilie Visconti, die einst über Mailand herrschte.
In dem Logo von Alfa Romeo ist viel versteckt: Das rote Kreuz kommt vom Wappen der Stadt Mailand. Die gekrönte Schlange, die einen Menschen frisst, symbolisiert die Adelsfamilie Visconti, die einst über Mailand herrschte. © pixabay
Die vier weltbekannten Ringe gehen zurück auf die einzelnen Marken Audi, Horch, DKW und Wanderer, die sich in Chemnitz zu "Auto Union" zusammenschlossen. Audi ist lateinisch und bedeute "horch", was auf den Automobil-Pionier August Horch hinweist.
Die vier weltbekannten Ringe gehen zurück auf die einzelnen Marken Audi, Horch, DKW und Wanderer, die sich in Chemnitz zu "Auto Union" zusammenschlossen. Audi ist lateinisch und bedeute "horch", was auf den Automobil-Pionier August Horch hinweist. © dpa
Viele denken zunächst, dass es sich bei dem Logo des südkoreanischen Herstellers Hyundai um den ersten Buchstaben der Marke handelt. Doch in Wahrheit handelt es sich dabei um zwei Menschen, die sich die Hand schütteln.
Viele denken zunächst, dass es sich bei dem Logo des südkoreanischen Herstellers Hyundai um den ersten Buchstaben der Marke handelt. Doch in Wahrheit handelt es sich dabei um zwei Menschen, die sich die Hand schütteln. © dpa
Auf den ersten Blick wirkt das Skoda-Logo wie ein Pfeil mit Irokesen-Frisur. Als Vorbild für die Gestaltung soll der Kopfschmuck der Indianer gedient haben. Laut Herstellerangaben soll dies auch auf die Reise-Leidenschaft des Gründers Emil Skoda zurückzuführen sein.
Auf den ersten Blick wirkt das Skoda-Logo wie ein Pfeil mit Irokesen-Frisur. Als Vorbild für die Gestaltung soll der Kopfschmuck der Indianer gedient haben. Laut Herstellerangaben soll dies auch auf die Reise-Leidenschaft des Gründers Emil Skoda zurückzuführen sein. © pixabay
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1914 wurde Maserati in Bologna gegründet und von sechs Brüdern geleitet. Ein Wahrzeichen der Stadt ist der Neptunbrunnen, dessen Dreizack noch heute das Emblem der italienischen Luxus-Marke ziert. © pixabay
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Opel hatte bereits eine ganze Reihe an Logos. Zuerst waren es die Initialien von Adam Opel, dann die Göttin Viktoria, danach ein Zeppelin. Von diesem wurde dann 1964 der Opel-Blitz abgeleitet. © dpa
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Ein Cowboy mit Hut? Weit gefehlt! Das Logo soll ein Nadelöhr und einen Faden darstellen, was auf die Gründungsjahre von Toyota hinweist. Früher stellte die japanische Firma nämlich Nähmaschinen her. © dpa
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Der Preis mit dem Pfeil nach rechts-oben steht meistens für Männlichkeit. Die Alchemisten des Mittelalters benutzten das Symbol als Kennzeichen für das Element Eisen. In der römischen Mythologie steht es für den Kriegsgott Mars. © dpa

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