Experten-Tipps

Motorrad-Tipps vom Experten: So finden Sie die richtigen Reifen

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Beim Motorradreifen-Kauf sollten sich vor allem Anfänger gut beraten lassen.

Auch Motorräder benötigen neue Reifen. Einfach kaufen und aufziehen, ist aber keine gute Idee.

  • Die richtigen Motorradreifen zu finden, ist gar nicht so einfach.
  • Vor allem für Anfänger könnte das schwierig werden.
  • Worauf beim Motorradreifen-Kauf zu achten ist, erklärt der Experte.

Motorrad-Besitzer müssen beim Kauf von neuen Reifen einige Dinge beachten. Denn je nach Modell und Art des motorisierten Zweirads, unterscheiden sich auch die Räder. Was die Experten raten, erfahren Sie in den folgenden Abschnitten.

Worauf muss ich beim Kauf von Motorradreifen achten?

Achim Penisch, Michelin-Experte Produkttechnik Motorradreifen empfiehlt: "Besonders für Motorradfahrer-Anfänger kann sich der Kauf von Motorradreifen zunächst etwas verwirrend gestalten. Zum einen stehen Reifen mit unterschiedlichem Konstruktionsprinzip wie Diagonal- oder Radialbauweise zur Wahl. Vereinfacht gesagt, eignen sich Radialreifen für den sportlichen Einsatz, Diagonalreifen sind eher auf Langlebigkeit und Robustheit ausgelegt.

Zum anderen gibt es für fast jeden Motorradtyp einen  speziellen Reifen. So fährt etwa ein Enduro-Bike auf anderen Reifen als ein Cruiser oder ein Sportmotorrad. Je nach Anforderung – zum Beispiel robust fürs Gelände oder sportlich für die Rennstrecke – sollte der entsprechende Spezialist aufgezogen werden.

Dazu kommen noch persönliche Komponenten. Ist man eher ein gemütlicher Fahrer* oder lässt man es gern sportlich angehen? Ist man Anfänger oder ausgefuchster Profi? Auch das sollte man bei der Reifenwahl berücksichtigen.

Rechtliche Vorgaben beim Kauf von Motorradreifen

Ein wichtiger Aspekt beim Reifenkauf sind zudem die neuen rechtlichen Vorgaben. Für alle Motorrad-Reifen, die seit dem 1.1.2020 produziert werden, gelten nun neue Spielregeln bei den Freigaben-Vorgaben.

Reifenhersteller stellen nun zwei Bescheinigungen aus. In der "Service-Information" werden für Motorräder* mit EU-Typgenehmigung die originalen Reifengrößen oder Reifenbauarten gelistet. Die hier aufgeführten Bereifungen stellen die Empfehlung des Reifenherstellers dar und müssen nicht eingetragen werden.

In der "Herstellerbescheinung" findet man nun Bereifungen mit abweichenden Reifengrößen oder Reifenbauarten. Die erforderliche Begutachtung nach §21 StVZO wie auch die anschließend erforderliche Änderung der Fahrzeugpapiere auf der KFZ-Zulassungsstelle sind gebührenpflichtig.

Mit anderen Worten: Reifendimensionen, die zwar eine Freigabe vom Reifenhersteller fürs entsprechende Motorradmodell haben, aber in der Zulassungsbescheinigung nicht mit den entsprechenden Größen eingetragen sind, können jetzt nicht einfach mehr aufgezogen werden. Sie müssen zunächst eingetragen werden, will man eine Erlöschung der Betriebserlaubnis vermeiden. Dazu müssen Biker zur einer Prüforganisation wie TÜV, GTÜ, Dekra oder KÜS vorfahren.

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Das gilt bei Motorradreifen mit einem Herstellerdatum vor 2020

Bei montierten Reifen mit einem Herstellerdatum vor 2020 gelten für alle Motorräder die bisherigen Reifenfreigaben  (Unbedenklichkeitsbescheinigungen oder Bereifungsempfehlungen) weiter. Für diese Bereifungen reicht es, die Reifenfreigabe mitzuführen. Diese Regelung gilt bis zum 01.01.2025.

Ich empfehle Motorrad-Neulingen – und nicht nur diesen, sich bei diesem komplexen Thema vom Reifenfachhandel beraten zu lassen, um Probleme zu vermeiden.

Im Übrigen sollten Motorradfahrer den Reifen ihres Bikes regelmäßig Aufmerksamkeit schenken. Schließlich stellen diese die einzige Verbindung zur Straße dar. Die Überprüfung des Fülldrucks und die Kontrolle auf Beschädigungen gehören wie der Check der Restprofiltiefe zu den Sicherheitsmaßnahmen. In Deutschland muss die Restprofiltiefe mindestens 1,6 Millimeter betragen. Sie gilt bereits als erreicht, wenn an einer Stelle am Reifen dieses Maß erreicht wird. Mof as, Mopeds und Co. müssen eine Mindestprofiltiefe von 1 Millimeter aufweisen.

Reifen sollten auch nicht zu alt sein. Wir empfehlen, Pneus nach 6 Jahren zu wechseln. Ihr Alter lässt sich leicht anhand der auf der Reifenflanke aufgeprägten DOT-Nummer bestimmen. So bedeutet etwa die Zahlenkombination 4214, dass der Pneu in der der Kalenderwoche 42 im Jahr 2014 hergestellt wurde."

Dirk Schwarz/SP-X

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Warnleuchten im Auto und was sie bedeuten

Es blinkt und leuchtet: Was die Warnlampen - Kontrollleuchten im Auto bedeuten.
Plötzlich blinkt und leuchtet es im Cockpit! Die Symbole und Kontrolllichter am Armaturenbrett zeigen an, ob dem Auto technisch etwas fehlt. Allerdings, ist es wichtig zu wissen, was die Lämpchen bedeuten. Hier die wichtigsten Kontrollleuchten im Auto: © ADAC
Es blinkt und leuchtet: Was die Warnlampen - Kontrollleuchten im Auto bedeuten.
Motoröldruck zu niedrig. Motor abstellen. Ölstand prüfen und gegebenenfalls nachfüllen - hilft aber nicht immer. Meist muss der Wagen in eine Werkstatt geschleppt werden. © ADAC
Es blinkt und leuchtet: Was die Warnlampen - Kontrollleuchten im Auto bedeuten.
Ölmangel, Ölstand überprüfen und nachfüllen - sonst droht Motorschaden. © ADAC
Es blinkt und leuchtet: Was die Warnlampen - Kontrollleuchten im Auto bedeuten.
Anschnallzeichen: Einer oder einige der Fahrgäste sind nicht angeschnallt. Das Symbol leuchtet auch auf, wenn eine schwere Tasche auf dem Sitz steht. © ADAC
Es blinkt und leuchtet: Was die Warnlampen - Kontrollleuchten im Auto bedeuten.
Probleme bei der Stromversorgung: Generator defekt oder eine elektrische Verbindung unterbrochen. Motor nicht ausschalten und zur nächsten Werkstatt. NICHT weiterfahren bei elektrischer Servolenkung (Lenkkraftunterstützung kann ausfallen) oder gerissener Keilriemen (Motor kann überhitzen). © ADAC
Es blinkt und leuchtet: Was die Warnlampen - Kontrollleuchten im Auto bedeuten.
Probleme mit der Bremse. Brennt dieses Licht auch bei gelöster Handbremse, droht große Gefahr. Zu wenig Bremsflüssigkeit oder die Beläge sind bis aufs Metall runter. Sofort anhalten und Pannendienst rufen. © ADAC
Es blinkt und leuchtet: Was die Warnlampen - Kontrollleuchten im Auto bedeuten.
Motor ist überhitzt. Kühlwasser reicht nicht mehr. Anhalten und abkühlen lassen. Danach unbedingt in die Werkstatt. © ADAC
Es blinkt und leuchtet: Was die Warnlampen - Kontrollleuchten im Auto bedeuten.
Reifendruckkontrollsystem meldet zu niedrigen Reifendruck. Eventuell harmlos, wenn das Symbol nach dem Reifenwechsel leuchtet (fehlende Kalibrierung) - mehr in der Betriebsanleitung. © ADAC
Es blinkt und leuchtet: Was die Warnlampen - Kontrollleuchten im Auto bedeuten.
Störung im Rückhaltesystem. Funktionsversagen des Airbags/ Gurtstraffers bei Unfall möglich - sofort in die Werkstatt. Symbol leuchtet auch bei deaktiviertem Beifahrerairbag (wg. Kindersitz).  © ADAC
Es blinkt und leuchtet: Was die Warnlampen - Kontrollleuchten im Auto bedeuten.
Bremsbeläge sind abgefahren und sollten demnächst erneuert werden. Weiterfahren möglich. © ADAC
Es blinkt und leuchtet: Was die Warnlampen - Kontrollleuchten im Auto bedeuten.
ESP (Elektronisches Stabilitätsprogramm) ist aktiv - oft auf nassen und vereisten Straßen. Vorsichtig lenken, keine Vollbremsung machen und Fuß vom Gas nehmen. © ADAC
Es blinkt und leuchtet: Was die Warnlampen - Kontrollleuchten im Auto bedeuten.
Probleme mit der Motorsteuerung. Der Schadstoffausstoß kann erhöht sein. Symbol leuchtet auch, wenn die Lambdasonde defekt ist oder ein Marder ein Kabel beschädigt hat. Umgehend in die nächste Werkstatt fahren. © ADAC
Es blinkt und leuchtet: Was die Warnlampen - Kontrollleuchten im Auto bedeuten.
Nebelschlussleuchte ist eingeschaltet. In Deutschland nur erlaubt, wenn die Sicht durch Nebel geringer als 50 Meter ist. © ADAC

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