Lappen weg

Alkohol häufigster Grund für Idiotentest 

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Aktuelles Recht: Ab 18 Punkten wird die Fahrerlaubnis für mindestens sechs Monate entzogen. Um sie zurückzubekommen, muss der Betroffene eine Medizinisch-Psychologische Untersuchung ( MPU ) bestehen.

In Deutschland wurden im Jahr 2012 insgesamt 94.176 medizinisch psychologische Untersuchungen (MPU) durchgeführt. Hauptgrund für einen Fahreignungstest ist nach wie vor Alkohol.

Insgesamt zeigt sich bei der neuen Statistik der  Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt) ein Abwärtstrend. Demnach gab es 2012 fünf Prozent weniger medizinisch psychologische Untersuchungen (MPU) als im Vorjahr.

Alkohol ist demnach der häufigste Grund für ein MPU-Gutachten. Mehr als jede zweite Idiotentest bezog sich auf Alkohol-Auffälligkeiten, jede fünfte MPU auf Drogen- oder Medikamentenabhängigkeit. Sieben Prozent der Fälle hatten einen verkehrsstrafrechtlichen Hintergrund, etwa Rasen und Drängeln. 

Die Durchfallquote bei der Begutachtung ist hoch. Rund 56 Prozent aller begutachteten Personen wurden als „geeignet“ beurteilt. Etwa 37 Prozent wurden als „ungeeignet“ und knapp sieben Prozent als „nachschulungsfähig“ eingestuft.

Das MPU-Gutachten bietet der Straßenverkehrsbehörde die psychologische und medizinische Grundlage für die Entscheidung, ob eine Person die Fahrerlaubnis erhalten oder zurückerhalten kann oder nicht. Wird die Fahrerlaubnis nicht zugesprochen, können Betroffene die Erteilung nach einem festgesetzten Zeitraum erneut beantragen. Bei spezifischen Anlassgruppen ist aufgrund des MPU-Gutachtens auch die Einstufung als „nachschulungsfähig“ möglich, dann kann die Fahrerlaubnis nach der Teilnahme an entsprechenden Kursen wieder erteilt werden.

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ml

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