Münster kassiert Führerscheine von Gewalttätern

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Münster kassiert Führerscheine von Gewalttätern

Münster/Bielefeld - Münster greift schnell und hart durch: 25 Gewaltverbrecher hat die Stadt jetzt für 2011 von der Straße verbannt.

Die in Nordrhein-Westfalen eher ungewöhnliche Strafe hatte die Stadt 2010 eingeführt. „Wer mit Gewalt eigene Interessen in den Vordergrund stellt, verhält sich auch im Verkehr so“, erklärte der Leiter der Führerscheinstelle, Martin Vehlow.

Bei mehr als 160 Straftätern leitete die Stadt schnelle Verfahren ein, bestätigte Vehlow einen Bericht der „Münsterschen Zeitung“ (Montagsausgabe). Sie mussten sich einer psychologischen Untersuchung unterziehen. Einen hochaggressiven Wiederholungstäter zog die Stadt 2011 ohne medizinisches Gutachten aus dem Verkehr.

Den Führerscheinentzug für chronische Gewalttäter hatte die Stadt Münster von Herbst 2010 an zunächst in einem Pilotprojekt geprobt. Die Idee dahinter: Menschen, die zu explosionsartigen Wutausbrüchen und häuslicher Gewalt neigen, sollten keine Fahrzeuge führen - auch wenn ihre Straftaten gar nichts mit dem Straßenverkehr zu tun haben. Solche Gewalttäter meldet die Polizei in Münster dem Ordnungsamt, das die Fälle prüft.

Vorsicht Blaulicht! Die neuesten Einsatzfahrzeuge

Mit einem besonderen Notarzt-Einsatzfahrzeug ist Mercedes-Benz  in Fulda beginnenden „Rettmobil 2011 (11.- 13.5.) vertreten. Zu sehen ist ein SLS AMG in Silber mit Notarzt-Beschriftung und Dachbalken-Blaulicht.  © Mercedes
Weltpremiere: Das ziviles Notarzt-Einsatzfahrzeug von Audi. D er   A6 qualifiziert sich durch abnehmbares Blaulicht, Frontblitzerleuchten in blau, Funkvorrichtung sowie einer verdeckte Tonfolgeanlage für den Einsatz.   © Audi
Auf der Rettmobil 2011 in Fulda ist der Audi A6 erstmals als ziviles Notarzt-Einsatzfahrzeug zu bewundern.  © Audi
Audi Q5 2.0 TDI quattro mit 170 PS als Notarzt-Einsatzfahrzeug. Das Modell verfügt unter anderem über eine 230V Außen- und Innensteckdose, eine zweite Batterie in der Reserveradmulde, eine Funkfrei­sprechanlage, einen Unfalldatenspeicher UDS 2.0 und eine Sondersignalanlage in LED-Technik.  © Audi
A4 Avant 2.0 TDI mit 143 PS als Notarzt-Einsatzfahrzeug  © Audi
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Opel zeigt auf der Rettmobil 2011 den Insignia Sports Tourer als Notarzteinsatzfahrzeug ( NEF) und als Kommandowagen (KdoW) sowie den Astra Sports Tourer als Polizeifahrzeug. Umgerüstet wurden die Kombis von der Unternehmensochter Opel Special Vehicles.  © Hersteller
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Das neue WAS Ambulanzfahrzeug auf Basis des Volkswagen Amarok kennt keine Grenzen. Der Pickup in jedem Gelände zuhause.  © Hersteller
Für Einsatzzwecke eignet sich auch der neue Transporter Rockton: Der serienmäßige Allradantrieb sorgt für mehr Grip auf unbefestigten Straßen.  © VW
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Opel präsentiert fünf Einsatzfahrzeuge für Polizei, Feuerwehr und Notarzt. Opel zeigt in Zusammenarbeit mit zwei Umbau-Spezialisten die entsprechenden Nutzungsmöglichkeiten der Modelle Movano und Vivaro. Hier den Movano als Tragkraftspritzenfahrzeug.  © Hersteller
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Zu den Modifikationen des Opel Movano TSF gehören neben einem selbsttragenden Kofferaufbau aus Vollaluminium zwei Sondersignalanlagen, ein Lochschienensystem, Leiterlagerungen und eine Rollo-Öffnung am Heck, hinter der fünf Saugschläuche Platz finden.  © Hersteller
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Opel Insignia Sports Tourer 4x4 als Notarzteinsatzfahrzeug: Die spezifische Ausstattung umfasst unter anderem die Sondersignalanlage RTK7, Frontblitzer, zusätzliche Blinkleuchten, eine Kombi-Dachantenne, eine 230-Volt-Stromversorgung mit Außensteckdose sowie einen Unfalldatenspeicher. Auch ein Haltesystem für medizinische Geräte und eine herausziehbare Grundplatte sind integriert.  © Hersteller
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Dieser Feuerwehr-Kommandowagen wird künftig von der Opel-Werksfeuerwehr in Rüsselsheim genutzt. Dafür sorgt der 2.8 V6 Turbobenziner mit 191 kW/260 PS. Das Modell verfügt über den 2,8-Liter-V6-Turbobenziner mit 191 kW / 260 PS sowie Signalanlage, Frontblitzer, Ladehalterungen für Handsprechfunkgeräte und feste Trenngitter im Laderaum.  © Hersteller

„Meistens haben diese Leute auch Probleme mit Alkohol oder Drogen“, sagte Vehlow. Für solche Straftäter stehe der Führerscheinentzug oft allein deshalb schon fest: „Wenn sie nicht mindestens ein Jahr abstinent sind, können die Psychologen kein positives Gutachten ausstellen.“

In 90 Fällen wurden Verfahren in Münster im vergangenen Jahr dagegen wieder beendet, ohne dass Fahrverbote verhängt wurden. 46 Schläger müssen noch um ihren Führerschein bangen. Von den 25 Straftätern, die bereits aus dem Verkehr gezogen wurden, seien nur zwei weiblich, berichtete Vehlow. In Bielefeld startete im Oktober 2011 ein ähnliches Projekt. Dort habe es bislang zwar vier Verfahren, aber noch keine Entzüge gegeben, sagte eine Stadtsprecherin.

dpa

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