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Müssen Auto-Kennzeichen im Netz unkenntlich gemacht werden?

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Wann müssen Kennzeichen auf Bildern unkenntlich gemacht werden?

Wer ein Auto fotografiert, muss das Kennzeichen verpixeln oder schwärzen. So die gängige Meinung. Wir verraten Ihnen, in welchen Fällen Sie Nummernschilder zensieren müssen.

Im Fernsehen werden Kennzeichen von Autos in der Regel verpixelt. Der ADAC begründet dies mit der Europäischen Datenschutzgrundverordnung (EU-DSGVO) und dem Presserecht. Aber müssen Privatpersonen Nummernschilder von Autos auf Fotos zensieren? Wir erklären es Ihnen.

Gerichtsurteil: Kennzeichen müssen nicht immer zensiert werden

Wer ein Auto fotografiert und das Bild anschließend ins Internet stellt, musste bislang das Kennzeichen nicht unkenntlich machen. So entschied zumindest das Amtsgericht Kassel bereits im Jahr 2007 (Az.: 1 T 75/07). Demnach seien Nummernschilder keine sensiblen Daten. Sie seien für jeden frei zugänglich und sichtbar. Außerdem hätten lediglich Polizei und Behörden Zugriff auf die passenden Daten zum Nummernschild.

Das sieht der ADAC allerdings anders: Eine Halterabfrage gehe zum Beispiel auch gegen Gebühr über die zuständige Zulassungsstelle. Allerdings nur, wenn dafür ein berechtigtes Interesse vorgebracht wird. Das könne etwa ein angeblicher Unfall sein, wonach man den Halter für die Schadenabwicklung ausfindig machen will.

Allerdings dürfte sich das Urteil aus dem Jahr 2007 seit dem letzten Jahr mit der EU-DSGVO überholt haben. Diese sieht Kfz-Kennzeichen nämlich als personenbezogenen Daten an. Ein Gerichtsurteil gibt es dazu jedoch noch nicht. Deshalb sollten Kennzeichen zensiert werden.

Lesen Sie auch: Warum werden im Fernsehen die Nummernschilder verpixelt?

In diesen Fällen muss ein Kennzeichen unkenntlich gemacht werden

Darüber hinaus gab es bereits eine Einschränkung, wann ein Nummernschild unkenntlich gemacht werden muss. Dies gilt zum Beispiel, wenn zu einer Sachbeschädigung des gezeigten Autos aufgerufen wird, erklärt das Nachrichten-Portal autozeitung.de. Demnach dürfen auch nicht die Persönlichkeitsrechte des Autobesitzers eingeschränkt werden. Kann zum Beispiel die Adresse des Halters anhand des Fotos ermittelt werden, muss das Kennzeichen ebenfalls zensiert werden.

Wer auf Nummer sicher gehen will, sollte jedes Mal Kennzeichen auf Fotos unkenntlich machen. Vor allem wer sein Auto verkaufen will, sollte sein Nummernschild besser zensieren. "Auf diese Weise kann der Verkäufer mit seiner Adresse nicht über das Kennzeichen ausfindig gemacht werden, zum Beispiel für eine unangekündigte Besichtigung oder - schlimmer - einen Diebstahl", so der ADAC.

Von E bis Y: Diese Auto-Kennzeichen gibt es in Deutschland.

Video: Glomex

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Taube verhindert Bußgeld: Die Kreispolizeibehörde Viersen kann einem Autofahrer wegen einer Taube die Geschwindigkeitsübertretung nicht nachweisen. Weder Fahrer noch Taube müssen das Bußgeld in Höhe von 105 Euro bezahlen. © Kreispolizeibehörde Viersen
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Die "Raser-Taube" hat in der Stadt Bocholt die Radarfalle ausgelöst. Die 25 Euro Verwarnungsgeld wird sie für die Geschwindigkeitsüberschreitung von 15 km/h jedoch nicht bezahlen können. © Stadt Bocholt
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Hat die Polizei Essen hier einen "Geister-Lkw" erwischt? Leider nicht. Es war nur ein Fahrer, der sich vor dem Blitzer versteckt hat. Ohne Erfolg. Ein Bußgeld musste er trotzdem zahlen. © Polizei Essen
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Gleiche Stelle, gleicher Blitzer, gleiches Vergehen. Auch dieser Fahrer war zu faul, um für genug Durchblick zu sorgen. © Polizei Dortmund
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Absichtlich ist dieser Twingofahrer mit Stinkefinger in die Radarfalle gerast. Trotz abgeklebten Nummernschild und heruntergeklappter Sonnenblende kam die Dortmunder Polizei dem frechen Temposünder auf die Spur. © Polizei Dortmund
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