Einzigartig

Der neue Audi R8: Sau(ger)gute Rennmaschine

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Mit allem und noch viel schärfer – so steht der neue Audi R8 da. Das Zehnzylinder-Saugmonster ist eines der Letzten seiner Art. Und stemmt sich gegen die Turbo-Revolution in den Motoren.

Mercedes AMG hat schon mit dem neuen GT auf Turbo umgestellt, die Sportwagen-Ikone von Porsche, der 911er, war beim letzten Facelift dran. Nur der R8 und sein luxuriöser Technik-Zwilling, der Lamborghini Huracan, sind auf zehn frei saugenden Töpfen unterwegs.

Audi R8: Geradlinige Kraftentfaltung

Und das ist schön so! Denn nach wie vor gilt: Nichts klingt besser als ein Sauger und kein anderer Motor hat so eine schöne geradlinige Kraftentfaltung. Zwar ist dank Twinturbos und anderer technischer Kniffe das Turboloch, also die kurzen Gedenk-Millisekunden bis der Motor endlich die volle Kraft entfaltet, ziemlich geschrumpft. Aber immer noch da. Und der Sound mag durch Direktleitungen ins Cockpit zwar ähnlich klingen wie bei einem echten Sauger. Aber das ist so, als ob man ein Konzert vom nahegelegenen Hügel verfolgt und nicht in der Arena.

Der neue Audi R 8.

Aber zurück zum neuen Audi R8, der als Facelift ab dem neuen Jahr zu den Fans rollt. Das Vergnügen ist nicht gerade günstig und fängt jenseits von 166.000 Euro an. Aber dafür bekommt man einen reinrassigen Sportwagen, der von den Bauteilen her zu 50 Prozent mit dem echten Rennwagen, dem R8 LMS GT3, identisch ist.

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Audi R8: In 3,4 Sekunden von 0 auf 100

Zum Beispiel der 5,2-Liter-Zehnzylinder, der den 4,43 Meter langen 1,6-Tonner in blitzartigen 3,4 Sekunden von 0 auf Tempo 100 katapultiert. In der Basisversion! Denn der R8 kommt in zwei Motorisierungen.

Mit 570 PS (und damit 30 PS mehr als beim Vorgänger) und 560 Nm Drehmoment. Oder als R8 V10 performance quattro mit 620 PS und 580 Nm Drehmoment. Der ist einen Wimpernschlag schneller oder in 3,1 Sekunden bei Tempo 100. Die Cabrios, Spyder genannt, genehmigen sich jeweils 0,1 Sekunden mehr. Für Geschwindigkeits-Freaks sei noch die letzte Stellung der Tachonadel erwähnt: Sie bleibt bei 324 Stundenkilometer respektive bei Tempo 331 stehen.

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Neben der Leistungssteigerung wurde beim neuen Audi R8 auch Fahrwerk und Lenkung neu abgestimmt. Sowohl für die Rennstrecke als auch im Alltagsbetrieb ist die neue Dynamiklenkung zu empfehlen. Sie arbeitet direkt und mit voller Servo-Unterstützung im Stadtbetrieb. Auf dem Track gibt es einen permanenten Austausch mit der ESC-Stabilitätskontrolle. Kleine, unbemerkte Lenkeingriffe reduzieren das Über- und Untersteuern. Im Klartext: Noch nie war Lenken so bequem, präzise, schnell und sicher wie beim neuen R8.

Zu erkennen ist der übrigens an wenigen, aber dafür sehr markanten Merkmalen. Der Kühlergrill fällt breiter und flacher aus, der Chromrahmen ist (Design-)Geschichte und die drei Luftschlitze zwischen Grill und Motorhaube lehnen sich an die Optik der Rennmaschine an. Ebenso wie der Diffusor am Heck, der weiter nach oben gezogen ist und das in Wabenoptik gehaltene Luftauslassgitter des Motorraums, das jetzt über die volle Breite läuft.

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Die Abgasanlage kommt mit elliptischen Endrohren daher. Und mit einem apokalyptischen Sound. Womit wir wieder beim Sauger wären. Die typischen Trompetenklänge des R8 sind nicht nur Musik in den Ohren seiner Fans, sondern auch die perfekte Orchestrierung für einen langen Ritt auf der Rennstrecke. Den sollte man sich als R8-Fahrer leisten können und auch gönnen. Wie diese Flunder über den Track gleitet, das ist kultiviert und atemberaubend zugleich.

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Von Rudolf Bögel 

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