Die neue E-Klasse Cabriolet von Mercedes-Benz

Der Sturm bleibt draußen

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Das neue Mercedes-Benz E-Klasse Cabrio: Nach dem Facelift zeigt sich die E-Klasse aufgefrischt – die zweigeteilten Scheinwerfer sind Geschichte, die Seitenlinie ist geglättet.

Es dauert keine fünf Minuten, dann haben wir uns im Gewirr der Einbahnstraßen am Hamburger Hafen verfahren. Das kommt davon, wenn man sich erst einmal über die hübsche Analoguhr auf der Mittelkonsole und die exakten Nähte auf der Armaturentafel im neuen E-Klasse Cabrio von Mercedes-Benz unterhält.

Besser hätten wir der freundlichen Frauenstimme des Navis zugehört, die uns von Anfang an um die Baustelle an der nächsten Ecke herum leiten wollte.

Über das offene Stoffverdeck hinweg kriecht langsam der Geruch von frischem Asphalt ins Innere des zweitürigen Viersitzers. Der Duft von Leder ringt mit dem Gestank der Straße. Die wird dann auch noch immer enger und jetzt sollen wir wenden. Das ist trotz der Länge des Cabrios von 4,70 Meter und einem Wendekreis von immerhin 11,15 Metern leicht, denn die 360-Grad Stereo-Kamera bildet die direkte Umgebung auf dem 17,8 Zoll-Bildschirm des Command-Online Multimediasystems ab. Unterstützt von Hilfslinien können wir mühelos und ohne den jungen Mann im toten Winkel neben uns zu übersehen die Fahrtrichtung rasch ändern.

Neues Facelift

Wie schon der Limousine und dem T-Modell hat Mercedes-Benz jetzt auch dem Coupé und dem Cabrio der E-Klasse ein Facelift spendiert. Neben der Vielzahl neuer elektronischer Helferlein, die die Schwaben einsetzen, fallen optische Veränderungen im Design ins Auge. Die Front prägen unter dem Stern auf dem Kühlergrill tief heruntergezogene Stoßfänger und große Lufteinlässe. Ein einziges Glas deckt jetzt alle Funktionen der Scheinwerfer ab. Abblend-LED-Licht und LED-Tagfahrlicht sind immer mit an Bord, LED-Fernlicht gibt es auf Wunsch erstmals in dieser Klasse. Der Heckstoßfänger ist jetzt etwas breiter und zusammen mit dem zweiflutigen Auspuff wirkt das Hinterteil jetzt markanter.

Unter der Haube unseres Cabrios sorgt der neue Sechszylinder Bi-Turbo mit ausreichend Drehmoment für mühelosen Vortrieb. Die Landschaft fliegt an uns vorbei, die Frisuren bleiben trotz 120 km/h geordnet. Bei einer norddeutsch kühlen Außentemperatur von gerade mal zehn Grad umhüllt uns ein warmer Luftstrom aus den Kopfstützen, von unten hilft die Sitzheizung. Das Windschott zwischen den beiden hinteren Kopfstützen verhindert zu starke Verwirbelungen des Fahrtwindes. Der Windabweiser über unseren Köpfen im Rahmen der Frontscheibe, der bei Geschwindigkeiten über 40 km/h automatisch aus und unter 15 km/h wieder einfährt, tut ein übriges.

Sportlich oder sparsam

Richtiges Cabriofeeling kommt dann auf der Landstraße auf: Je nach Wunsch können wir auf Knopfdruck entweder sportlich oder sparsam unterwegs sein. Wir entscheiden uns für den Sportmodus. Dann wird der Motor richtig kernig, gönnt sich aber in Kombination mit der Siebengang-Automatik gerne auch etwas über zehn Liter Sprit. Aber wir wollen doch bei soviel Fahrspass nicht knauserig sein.

Das muss man aber sehr wohl bei der Mitnahme von Gepäck: Für unsere beiden Koffer reicht das Kofferraumvolumen von maximal 390 Liter bei offenem Dach aus. Viel mehr braucht es aber für unseren Ausflug nach Sylt auch nicht zu sein.

Wer seine Freilufttour mit dem Cabrio besonders gut planen will, denkt sich eine Route aus, konfiguriert sie über Google-Maps und lässt sie sich mit Informationen zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten anzeigen. Jetzt hören wir auch mal zu.

(von Solweig Grewe)

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