Familien-Allrounder

Mitsubishi Outlander:  Grimmig war gestern

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Eleganz- Offensive: Der Outlander wirkt insgesamt hochwertiger als sein Vorgänger.

Er will attraktiver sein, weniger verbrauchen und mit vielen serienmäßigen Schmankerln punkten. Ab dem 6. Oktober steht die dritte Generation des Mitsubishi Outlanders...

...bei den deutschen Händlern. Aber kann er die Versprechen auch halten? Der Familien-SUV hat optional bis zu sieben Sitze, wahlweise Front- oder Allradantrieb, einen Diesel- oder Benzinmotor mit je 150 PS, Handschaltung oder Automatik. Wir haben den neuen Mittelklasse- Japaner, der zwischen 24 490 Euro und 44 000 Euro kostet, getestet.

Optik

Der neue Mitsubishi Outlander punktet als freundlicher Familien-Allrounder.

Der mit 4,66 Meter lange, nur noch 1,68 Meter hohe neue Outlander wirkt jetzt freundlicher und eleganter als sein Vorgänger. Auf der Strecke blieben seine ehemals markante und grimmige Front. Auch die wuchtigen Radläufe, die Dachreling und der Spoiler am Heck sind verschwunden.

Innenausstattung

Der Outlander bietet viel Platz und jetzt auch schickes, praktisches Interieur. Das Cockpit ist gediegen, Tachos und das bunte Informationsdisplay sind vor dem Lenkrad bestens lesbar. Einziger Kritikpunkt: Das Navi (optional gegen Aufpreis) ist etwas altbacken und verwirrt bei der Zielführung mit seinen vielen kleinen Pfeilen.

Komfort

Mitsubishi Outlander

Der Sitzkomfort hat sich erheblich verbessert – vor allem in der zweiten Reihe, die sich um bis zu 25 Zentimeter verschieben lässt. Die versenkbaren beiden Plätze in der dritten Sitzreihe (optional) bleiben Notsitze für kürzere Strecken. Das Kofferraumvolumen variiert zwischen 550 und imposanten 1754 Litern – Platz genug für zwei Radl, Ski, Snowboard, jede Menge Kartons, Getränketragerl oder Sperrmüll. Bei der Nutzung als Siebensitzer verbleiben 145 Liter.

Fahrspaß

Outlander erwies sich bei unseren Testfahrten sowohl durch Stadt wie hügeliges Land als flotter, bequemer Cruiser. Fahrwerksabstimmung, Federung und Lenkung sind stimmig. Stark verbessert wurden Aerodynamik und Geräuschdämmung.

Ausstattung

Manches wie das Navi, könnte aber auch als bieder bezeichnet werden.

Hier punktet der Outlander richtig: Bereits in der Basisversion „Inform“ bekommt der Käufer serienmäßig u.a. eine Klimaautomatik, Tempomat, Berganfahrhilfe sowie Radio mit CD-/MP3-Player und USB-Audio-Schnittstelle. Start-Stopp-Automatik gibt es ebenfalls im Starterpaket, jedoch nur beim Diesel mit Handschaltung. Gegen Aufpreis erhält man in der Luxusversion „Intense“ u.a. ein Fahrassistenzpaket ( plus 1900 Euro), Hub- Schieb-Panoramadach sowie eine elektronische Heckklappenöffnung.

Motoren

Zur Markteinführung gibt’s zwei Vierzylinder mit 150 PS (110kW) als 2,2-Liter-Diesel und 2,0-Liter-Benziner mit Vorder- und Allradantrieb. Eine 6-Gang-Automatik gibt es nur beim Diesel. Positiv bei allen Outlandern: Sie schlucken rund einen Liter weniger als die Vorgänger. Die Fronttriebler gehören mit einem kombinierten Verbrauch von 4,8 bzw. 6,5 Litern auf 100 Kilometer nunmehr zu den sparsamsten Vertretern der SUVKlasse. Der Allrad-Diesel (0 auf 100km/h in 10,2 Sekunden, Höchstgeschwindigkeit 200 km/h) bringt es als Automatik kombiniert auf 5,8 Liter. Bei unseren Tests zeigte das Display im Stadtverkehr dank Eco-Modus maximal einen Verbrauch von rund 7,5 Litern an.

Preise

Der Einstandspreis ist bei 24.490 Euro für den 2,2-Liter-Benziner mit 150 PS und Frontantrieb geblieben. Der beliebte 2,2-Liter Diesel mit Allrad und 150 PS ist zwischen 36.190 und 44.000 Euro zu haben. Der Diesel mit Vorderradantrieb startet bei 30.690 Euro. Zielgruppe für den Outlander sind in erster Linie Familien mit Kindern sowie sportliche Zeitgenossen.

Ein Tipp für Sparfüchse: Mitte 2013 geht der Outlander an die Steckdose. Als Plug-In-Hybrid soll er rund 55 Kilometer rein elektrisch fahren. Der Spritverbrauch soll im Idealfall unter Ausnutzung des elektrischen Potenzials der beiden Elektromotoren mit je 70 kWh im Schnitt bei nur 1,7 Litern pro 100 Kilometer liegen. Der Preis des Strom-Outlanders soll unter 50.000 Euro liegen.

Heinz Wilhelm

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