Normverbrauchswerte von Neuwagen: Ein Drittel draufrechnen

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Laut VCD kann der tatsächliche Spritverbrauch bei Neuwagen bis zu 40 Prozent höher liegen als der Wert des Herstellers. Im Schnitt sollten Käufer ein Drittel dazurechnen. Foto: Marcus Führer

Berlin (dpa/tmn) - Wer Benzin sparen und den CO2-Ausstoß gering halten möchte, achtet beim Kauf eines Neuwagens verstärkt auf den vom Hersteller angeführten Spritverbrauch. Doch auf die Angaben ist nicht immer Verlass. Im Schnitt sind ein Drittel draufzurechnen.

Der ökologisch orientierte Verkehrsclub Deutschland (VCD) warnt davor, sich von den ausgewiesenen Normwerten täuschen zu lassen. Diese geben bestenfalls einen Anhaltspunkt zum Vergleich einzelner Pkw-Modelle. Der Club beruft sich auf eine Analyse von Transport & Environment (T&E), einer Dachorganisation von Umweltverbänden. Danach liegt die Abweichung zwischen den von den Autobauern ermittelten und den tatsächlichen Verbrauchswerten im Mittel bei 31 Prozent. Grund dafür sei das realitätsferne Messverfahren unter Laborbedingungen.

Bei einzelnen Herstellern benötigten die Neuwagen bis zu rund 40 Prozent mehr Kraftstoff als offiziell angegeben, so der VCD. Auf EU-Ebene sei die Einführung eines neuen Testverfahrens bis 2017 geplant, das realistischere Werte für Verbrauch und Schadstoffausstoß verspreche. Aktuell ermitteln die Autobauer nach dem standardisierten NEFZ (Neuer Europäischer Fahrzyklus). Das neue WLTP-Verfahren (Worldwide Harmonized Light Vehicle Test Procedure) soll weltweit vergleichbare Daten liefern.

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