„Was soll man mit diesem Vehikel anfangen?“

Verkaufen oder verschrotten? Diesen Oldtimer wollen die Besitzer unbedingt loswerden

Feuerwehr Symbolbild
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Das Design von Feuerwehrautos hat sich über die Jahrzehnte stark verändert.

Ein Oldtimer ist für gewöhnlich etwas Kostbares. Anders sieht es bei einem über 50 Jahre alten Fahrzeug aus, das die Feuerwehr loswerden möchte.

  • Oldtimer* sind normalerweise ein kostbares Gut.
  • Doch ein über 50 Jahres Feuerwehrauto ist den Besitzern ein Klotz am Bein.
  • Aus diesem Grund wollen sie es unbedingt loswerden - und vielleicht sogar verschrotten.

Oldtimer lösen bei Auto-Liebhabern in der Regel Nostalgie-Gefühle aus. Auch wenn die Technik der alten Karren längst überholt ist, das Design der meisten Oldtimer-Modelle ist etwas Besonderes und die Besitzer würden sich nur schweren Herzens von ihrem Schmuckstück trennen.

Anders sieht es bei einem Oldtimer in Röttenbach aus. Dort ist die örtliche Feuerwehr minder stolzer Besitzer eines Feuerwehrautos aus dem Jahre 1969. Obwohl der Wagen noch im guten Zustand ist, soll er jetzt wegkommen. Die Frage, die sich die Röttenbacher Feuerwehr nun stellt, stößt bei vielen auf Unverständnis: Soll der Oldtimer verschrottet oder doch aufbewahrt werden?

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Feuerwehr-Oldtimer soll weg: „Was soll man mit diesem Vehikel anfangen?“

Der Kommandant der Feuerwehr, Günther Penzenstadler, erklärt gegenüber der Roth-Hilpolsteiner Volkszeitung, dass sie sich selbst nicht mehr um das Fahrzeug kümmern könnten. „Was soll man mit diesem Vehikel anfangen?“ fragt Penzenstadler. Das Problem an dem roten Oldtimer sei, dass es noch Kosten erzeuge, die die Feuerwehr nicht tragen möchte. Denn es würden nicht nur Zahlungen für die Reperaturen von Bremsen und Zylinderkopfdichtungen anfallen, sondern auch für die Anmeldung sowie Gebühren für das H-Kennzeichen und die Versicherung. Laut dem Röttenbacher Bürgermeister Thomas Schneider müssten zunächst 2.000 Euro in das Fahrzeug investiert werden, um die Fahrtüchtigkeit zu gewährleisten.

Einen ähnlichen Feuerwehrwagen versucht die Feuerwehr in Röttenbach loszuwerden (Symbolbild).

Dass die Feuerwehr diese Kosten auf sich nimmt, kommt also nicht in Frage. Stattdessen hoffen die Besitzer darauf, einen Auto-Liebhaber idealerweise aus Röttenbach zu finden, damit das Auto im Ort bleibt. In dem Falle könnte der Oldtimer auch noch anlässlich von Feierlichkeiten ausgestellt werden. Sollte sich doch ein Abnehmer im Kreise der Feuerwehr finden, sei man bereit, 1.500 Euro für die aufkommenden Reparaturen zu zahlen, beschloss das Gremium. Falls es teurer werden sollte, würde es erneut zu einem Entscheidungsverfahren kommen. (ök) *tz.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerkes.

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