Oldtimerbesitzer Ernst Müller aus Mielenhausen pflegt seinen Fiat Spider

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Hat viele Stunden an dem Cabrio gebastelt: Ernst Müller aus Mielenhausen in seinem Fiat 124 Sport Spider, der 1971 gebaut worden ist.

Mielenhausen. Der Motor schnurrt gleichmäßig, als Ernst Müller aus Mielenhausen die Zündung seines Schmuckstücks dreht. Sein Schmuckstück: Das ist ein roter Fiat 124 Sport Spider aus dem Jahr 1971.

„Ich bin auf den Wagen 1992 durch eine Anzeige in der HNA aufmerksam geworden“, erinnert sich der 62-Jährige. Damals war das 1989 aus den USA zurückimportierte Auto in einem schlechten Zustand. „Aber es hatte durch die kalifornische Sonne keinen Rost angesetzt“, sagt Ernst Müller.

Seitdem hat er viele Stunden an seinem Schmuckstück geschraubt und es in seinen heutigen Zustand versetzt. „Das Interieur habe ich selber wieder hergestellt“, erzählt der ehemalige Geschäftsführer und fügt hinzu: „Bei dem Motor und den Bremsen habe ich mir helfen lassen."

Und warum hat er sich gerade für dieses italienische Cabrio entschieden? „Ich hatte in den 70er Jahren schon einmal einen Fiat 124 Sport Spider. Der war leider sehr verrostet, weswegen ich ihn wieder abgegeben habe“, sagt der Cabrio-Fan. „An dem Spider fasziniert mich die Form und die komplette Karosserie. Außerdem begeistert mich noch heute die für damalige Verhältnisse moderne Ausstattung des Fahrzeugs.“

Denn der Fiat, der von der italienischen Karosseriebaufirma Pininfarina entworfen wurde, verfügt über Bremskraftverstärker, vier Scheibenbremsen, Abarth Cromodora Felgen und einen großen Kofferraum. „Da bekommt man im Gegensatz zu heutigen Cabrios zwei Koffer rein“, berichtet er. Daher fuhr er mit dem Zweisitzer mit zwei weiteren Notsitzen auch schon bis nach Italien. „Sozusagen an den Geburtsort des Autos“, sagt er schmunzelnd. Heute fährt Ernst Müller mit seiner Frau nur noch bei schönem Wetter mit dem Fiat Spider.

Ernst Müller aus Mielenhausen pflegt seinen Fiat Spider

„Am Wochenende besuchen wir Oldtimertreffen im Umkreis von etwa 100 Kilometern, wenn man mit dem Auto offen fahren kann“, erklärt das Mitglied der kleinen Göttinger Oldierunde, einem Zusammenschluss aus Liebhabern antiker Autos. „Das ist immer ein gesellschaftliches Ereignis. Über die Treffen haben wir schon viele nette Menschen kennengelernt.“ Seine Frau war am Anfang allerdings nicht von der Anschaffung erfreut. „Weil sie Sorge hatte, dass das Auto schnell rostet“, erzählt Müller. Heute begleitet sie ihren Mann aber gerne an den Wochenenden in seinem Schmuckstück, von dem er auch ein Modell im Maßstab 1:24 im Haus stehen hat.

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