Online und Euro 6

Das ändert sich 2015 für Autofahrer

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Online Abmeldung und Euro 6 - das ändert sich 2015 für Autofahrer.

Jedes Jahr rollen auf die Autofahrer neue Regeln und Vorschriften zu. Doch schon im Januar 2015 treten einige Gesetzesänderungen in Kraft. Zeit, sich mit dem Wichtigsten vertraut zu machen.

Mit Nummernschild umziehen

Autobesitzer dürfen ihr Kennzeichen bei Umzügen in ganz Deutschland mitnehmen. Die Pflicht zur „Umkennzeichnung“ für den neuen Zulassungsbezirk entfällt. Innerhalb einiger Länder galt dies schon. Der Tarif der Kfz-Versicherung richtet sich nach dem Wohnort.

Auto-Abmelden ab 1. Januar 2015

Ab dem 1. Januar 2015 können zugelassene Fahrzeuge später beim Kraftfahrt-Bundesamt online abgemeldet werden. Ermöglicht werden soll dies über neue Sicherheitscodes auf den Prüfplaketten des Nummernschilds und im Fahrzeugschein sowie den neuen Personalausweis.

Verbandskasten ab 1. Januar 2015

Wie die Warnweste ist auch das Mitführen eines Verbandskastens im Auto Pflicht. Das Erste-Hilfe-Material muss der DIN-Norm 13164 entsprechen. Neu bei dieser Norm sind ein 14-teiliges Pflasterset und Hautreinigungstücher sowie ein Verbandpäckchen in Kindergröße. Autofahrer sollten den Inhalt ihres Verbandskastens entsprechend vervollständigen und abgelaufene Produkte durch "frische" ersetzen. 

Abgasnorm Euro 6 bei allen Neuwagen ab 1. Januar 2015

Seit September 2014 müssen neu zugelassenen Autos die Abgasnorm Euro 6 erfüllen. Das trifft vor allem Neuwagen mit Diesel. Der Grenzwert für Stickoxide (NOx) bei Neuwagen liegt bei der Euro 6-Norm bei 80 Milligramm pro Kilometer (Euro 5-Norm 180 Milligramm pro Kilometer). Bei Benzinern liegt der Grenzwert mit 60 Milligramm pro Kilometer noch darunter. Dieser Wert wurde allerdings schon mit der Euro 5-Norm eingeführt. 

Kurzzeitkennzeichen ab 1. April 2015

Ab dem 1. April 2015 darf nur die zuständige Zulassungsbehörde Kurzzeitkennzeichen ausgeben. Das Fahrzeug muss eine gültige Hauptuntersuchung (HU) bzw. Sicherheitsprüfung (SP) nachgewiesen haben und im Fahrzeugschein korrekt angegeben sein. Fahrten ohne HU sind nur noch von und zur Zulassungsbehörde, Prüfstelle oder nächstgelegene Werkstatt erlaubt.

Lkw-Mautpflicht ausgeweitet ab 1. Juli 2015 

Ab dem 1. Juli 2015 soll die Lkw-Mautpflicht auf weitere rund 1.100 Kilometer Bundesstraße ausgeweitete werden.

Derzeit besteht die LkW-Maut auf rund 12.800 Kilometern Bundesstraße und auf rund 1200 Kilometern autobahnähnlichen Bundesstraßen für Laster ab 12 Tonnen.

Neue Mautklassen ab 1. Oktober 2015

Dazu wird die Maut für Fahrzeuge ab einem zulässigen Gesamtgewicht ab 7,5 Tonnen ab dem 1. Oktober 2015 erhoben.

Wann wird der Hilferuf per eCall Pflicht?

Bei einem Autounfall soll in Zukunft das sogenannte System eCall (emergency call, zu deutsch: automatischer Notruf) automatisch einen Notruf absetzen. Dabei werden auch Positionsdaten des Unfallfahrzeugs weitergeleitet um schneller Rettungsmaßnahmen einzuleiten. Ab Oktober 2015 ist das Notrufsystem eCall bei Neuwagen Pflicht.

Klimakiller? Was es aus dem Auspuff bläst 

Klimakiller? Was aus dem Auspuff bläst
Autos stoßen bei laufendem Motor giftige und klimaschädliche Stoffe aus. Deshalb hat der Gesetzgeber Grenzwerte für Kohlenmonoxid (CO), Stickoxide (NOX), Kohlenwasserstoffe (HC) und Rußpartikel (PM) festgelegt. © dpa
Klimakiller? Was aus dem Auspuff bläst
Ab September 2009 müssen Hersteller bei der Entwicklung neuer Autos die Abgasnorm Euro 5 einhalten. Seit Januar 2011 müssen auch alle neu zugelassenen Wagen Euro 5 erfüllen. © dpa
Klimakiller? Was aus dem Auspuff bläst
Konkret heißt das: Benziner dürfen zum Beispiel maximal 1 Gramm CO (Kohlenstoffmonoxid) pro Kilometer ausstoßen, Diesel nur die Hälfte. Der Grenzwert für Rußpartikel beim Diesel liegt bei 5 Milligramm je Kilometer. Übrigens, die Euro-4-Norm hatte noch das Fünffache 25 Milligramm zugelassen. © dpa
Klimakiller? Was aus dem Auspuff bläst
Anfang September 2011 wurde als Zwischenschritt die Rußmenge, die ein Auto ausstoßen darf, weiter reduziert - auf 4,5 Milligramm. © dpa
Klimakiller? Was aus dem Auspuff bläst
Ab September 2014 müssen alle neu zugelassenen Autos Euro 6 erfüllen. Diese Norm betrifft laut dem TÜV Nord in erster Linie Diesel: Der Grenzwert für Stickoxide, die neue Fahrzeugtypen mit Selbstzündern ausstoßen dürfen, wird auf weniger als die Hälfte des derzeitig gültigen Werts gesenkt - nämlich von 180 Milligramm pro Kilometer (Euro 5) auf 80 Milligramm (Euro 6). © dpa
Klimakiller? Was aus dem Auspuff bläst
Kohlenmonoxid (CO): Kohlenmonoxid ist ein Gas, das schon in geringen Mengen sehr giftig ist. Es entsteht bei der Verbrennung von kohlenstoffhaltigen Verbindungen, wenn nicht genügend Sauerstoff vorhanden ist. Die meisten Abgase entstehen im Leerlauf, also wenn ein Auto an einer Ampel wartet. Während des Fahrens wird hingegen wieder genügend Sauerstoff zugeführt und die CO-Konzentration sinkt wieder. © dpa
Stickoxide (NOX): Die Partikel sind u.a. schädlich für das Ozon. Stickoxid ist ein Sammelbegriff für Verbindungen aus Stickstoff und Sauerstoff, die besonders bei hohen Brennraumtemperaturen und -drücken im Motor entstehen. NOX war der Hauptgrund für die Erfindung des Katalysators. © dpa
Klimakiller? Was aus dem Auspuff bläst
Kohlenwasserstoffe (HC): In den Autoabgasen befinden sich neben den Verbrennungsprodukten unverbrannte Bestandteile des Benzins, wie das krebserregende Benzol, ein sogenannter "Kohlenwasserstoff". © dpa
Klimakiller? Was aus dem Auspuff bläst
Rußpartikel (PM) gelangen vor allem aus den Auspuffrohren von Dieselmotoren. Durch die Einführung der sogenannten Feinstaubverordnung wird die Kennzeichnung von Kraftfahrzeugen nach der Höhe ihrer Partikelemission bundesweit einheitlich geregelt. © dpa
Auspuff Auto Schadstoffe
Übrigens ist während der morgendlichen Rush-hour zwischen sieben und acht Uhr der Kohlenmonoxidgehalt der Luft am höchsten. Autofahrer auf stark frequentierten Pendler-Routen atmen mehr Kohlenmonoxid, Benzol und Dieselruß ein als etwa ein erwachsener Fußgänger. © dpa
Die Konzentration der Schadstoffe ist nämlich im Auto um ein mehrfaches höher als auf dem Fußgängerweg. Sie gelangen durch die Lüftung in das Wageninnere, im Stau werden von der Klimaanlage sogar die Abgase des eigenen Autos angesaugt. © dpa

ml

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