Der Opel Adam im Fahrtest

Der Opel Adam im Fahrtest: Kompakte Villa Kunterbunt

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Bislang nur drei Motorvarianten, dafür eine bislang unerreichte Designvielfalt: der neue Opel Adam.

Pippi Langstrumpf hätte ihre wahre Freude an der Technik der heutigen Zeit. Ein Smartphone ist längst nicht mehr nur zum Quatschen da, sondern gespickt mit vielen bunten Apps für tausende Funktionen. Autos müssen nicht nur fahren können, sondern die Insassen wollen auch jederzeit erreichbar sein.

Am besten ist natürlich, wenn man aus Hunderten von coolen Zutaten sein ganz persönliches Auto zusammenstellen kann. Mehr Gestaltungsmöglichkeiten als beim Adam von Opel bietet derzeit nicht mal die Flohbande von Mini, Fiat 500 oder Citroen DS3. Die Rüsselsheimer stellen ihren neuen Lifestyle-Flitzer mit drei Motoren, vier Ausstattungslinien, zwölf Karosseriefarben, drei Dachlackierungen, 31 Räderdesigns, drei Optionspaketen und einer Liste von Foliendekoren für innen und außen vor – zusätzlich zu den üblichen Extras wie Klimaanlage, Lederpolster und Einparkautomatik.

Auch die Farbpalette, in der sich neben Grün und Gelb auch Töne wie Brombeere, Minze und Latte Macciato finden, wird Individualisten entzücken. Vor unserer Testfahrt mit dem knapp 3,70 Meter langen Dreitürer stellt sich allerdings eine grundsätzliche Frage: Soll das Auto schlicht (Adam), jugendlich hip (Jam), sportlich (Slam) oder glamourös (Glam) sein?

Wenig Platz auf der Rückbank

Wir entscheiden uns für eine knallrote Slam-Variante. Innen ist neben den chromumfassten Instrumenten das große Display Mittelpunkt der Instrumententafel. Für 380 Euro Aufpreis gibt es einen Dachhimmel mit Wolken, den man auch mit einem dimmbaren Sternenhimmel mit 64 LEDs kombinieren kann – für die romantischen Momente im Adam. Wirklich genießen kann man diese nur auf den Vordersitzen, hinten ist es zu eng und unbequem. Auch der Kofferraum ist mit 170 Litern knapp bemessen.

Die geringste Qual der Wahl ist die der Hardware: Zum Verkaufsstart im kommenden Januar gibt es drei Motoren – allesamt Benziner. Der kleinste Vierzylinder hat 1,2 Liter Hubraum und 51 kW/70 PS, den 1,4 Liter wird es in der Auslegung 64 kW/87 PS sowie 74 kW/100 PS geben. Die Verbrauchswerte aller Motoren liegen mit 5,0 bis 5,3 Litern als Durchschnitt in etwa auf einer Linie. Start-Stopp ist immer mit dabei, ebenso wie eine manuelle Fünfgang-Schaltung.

Der 87-PS-Motor macht seine Sache im Test gut, solang wir in der Stadt unterwegs sind. Locker schwimmen wir im dichten Verkehr Lissabons mit, an der Ampel sorgt der Adam für viele neugierige Blicke. Auf der Autobahn wird bei Steigungen schon mal die Luft etwas dünn und der Motor wirkt etwas angestrengt.

Die Lenkung ist in Verbindung mit der Option Sportfahrwerk sehr direkt ausgelegt und etwas nervös. Ein kurze Radstand im Zusammenspiel mit der breiten Spur sind schon fast ein Garant für agiles Handling und damit für sehr viel Fahrspaß. Mühelos finden wir unseren Weg durch die verwinkelte Altstadt Lissabons. Auf ein eigenes Navi verzichtet der Adam. Hier bietet Opel als Option einen Touch-Screen-Monitor, der die Fähigkeiten des Smartphones per Kabel- oder Bluetooth-Verbindung ins Fahrzeug integriert.

Von Solveig Grewe

 

Datenblatt: Opel Adam 1,4 ecoFlex „Slam“

• Antrieb: Vierzylinder- Benziner

• Hubraum: 1398 ccm

• kW (PS): 64 (87) bei 6000 U/min

• Max. Drehmoment: 130 Nm bei 4000 U/min

• Beschleunigung: null auf 100 km/h in 12,5 Sek.

• Höchstgeschwindigkeit: 176 km/h

• Abgas CO2: 129 g/km

• Verbrauch: 6,6/4,2/5,1 Liter pro 100 km (innerorts/außerorts/kombiniert)

• CO2-Effizienzklasse: C

• Preis: ab 15.495 Euro

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