Peugeot Traveller und Citröen Spacetourer

Die Multitalente aus Frankreich

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Peugeot Traveller und Citröen Spacetourer unterscheiden sich nur unwesentlich: Der Peugeot hat auch Shuttle-Unternehmen im Visier, der Citröen will vor allem bei Familien punkten.

Ein großes Ziel: Der Peugeot Traveller und der baugleiche Citroën Spacetourer wollen der Konkurrenz wie VW Multivan und Mercedes V-Klasse Marktanteile bei den Familienvans abluchsen.

Und damit wollen die Franzosen punkten: mehr Raumkomfort, weniger Verbrauch und – der wohl größte Trumpf – günstigere Einstiegspreise. Ab 35.650 Euro sind die beiden Multitalente mit jeweils ein und demselben 1,6-Liter-Turbodieselmotor mit 95 PS zu haben. Wir haben schon mal geschaut, was die beiden sonst noch so auf bzw. im Kasten haben.

Design und Proportionen

Alle Modelle basieren auf der EMP2-Plattform des PSA-Konzerns, auf der übrigens auch der Toyota Proace entsteht. Während der Peugeot Traveller optisch mit markantem Kühlergrill und großen schwarzen Luftschlitzen daherkommt, will der Citroën Spacetourer durch großzügige Linien mit ausgewogenen Proportionen punkten. Ansonsten unterscheiden sich die französischen Brüder kaum: Angeboten werden zwei Radstände (2,92 m und 3,27 m) und drei Längen – 4,60 Meter, 4,96 Meter und 5,31 Meter. Die Dachhöhe beträgt 1,90 Meter.

Innenraum der Franzosen

Citröen Spacetourer.

Die wahren Werte der Konzern-Geschwister liegen im Inneren: Beide bieten ein großzügiges Raumangebot mit üppigen Glasflächen. Fünf bis neun erhöhte Sitzplätze stehen in bis zu drei Sitzreihen zur Verfügung. Sie sind leicht erreichbar, zudem mit einem Handgriff verschieb-, dreh- und klappbar. Das Kofferraumvolumen beträgt je nach Radstand zwischen 1978 und 3600 Litern. Werden die Rücksitze herausgenommen, ergeben sich sogar 4900 Liter Laderaum – genügend Platz für einen kleinen Umzug. Bei umgeklapptem Beifahrersitz lassen sich sogar bis 3,50 Meter lange Gegenstände wie Regale oder Surfbretter transportieren.

Shuttle-Transporter oder Familien-Van?

Für Passagiere und Gepäck gibt es Platz und Komfort ohne Ende – zu guten Preisen. Aber reicht das, um dem VW Multivan oder der V-Klasse Kunden abzuluchsen?

Während Peugeot in erster Linie auf den Shuttle-Transport mit Premiumambiente setzt, hat Citroën den Transport von Familien mit größerem Platzbedarf im Visier: In der zweiten Reihe haben bis zu drei Kindersitze Platz. Dahinter bleibt viel Raum für Kinderwagen, Buggys, Taschen und Gepäck. Kindgerecht findet man im Spacetourer und teilweise auch im Traveller Klapptische sowie Sonnenrollos in der zweiten Sitzreihe. Zwei Klimaanlagen sorgen für sanfte Belüftung der hinteren Sitzreihen. Dazu gibt’s überall Unmengen an Ablagefächern für allerlei Krimskrams – insgesamt mit bis zu 74 Liter Stauraum.

Die seitlichen Schiebetüren sowie die Heckklappe lassen sich optional elektrisch öffnen, je nach Version mittels Fußbewegung und Schlüssel in der Tasche (Aufpreis 2210 Euro). Angenehm ist das komfortable Fahrwerk, die direkte Lenkung und die gute Dämmung. Das in beiden Modellen identische Cockpit ist funktional, übersichtlich und hat nur wenige Schalter und Knöpfe. Eher unschön, weil überdimensional groß, ist die altmodische Handbremse.

Infotainment Systeme im Traveller und Spacetourer

Schick: der Peugeot Traveller.

Auch in Sachen Zubehör bieten Traveller und Spacetourer dieselben Systeme: Dazu gehören ein sieben Zoll großer Touchscreen, Freisprecheinrichtung, Infotainmentsystem mit 3D-Karten und Spracheingabe, Mirror-Screen-Funktion, Apple Carplay und Android Auto. An Sicherheitshelfern sind (optional) an Bord: Grip Control, Spurhalte- und Bremsassistent (EBA), Totwinkelwarner, Abstandswarner, aktiver Tempomat und Notbremsfunktion. Je nach Ausstattung auch Lichtsensoren, Anfahrtassistenten, Einparkhilfe sowie ein farbiges ausfahrbares Head-up-Display.

Motoren für Peugeot Traveller und Citröen Spacetourer

Angetrieben werden die beiden Franzosen ausschließlich von vier laufruhigen Dieselmotoren mit einem Leistungsvolumen von 95 bis 177 PS. Der Normverbrauch der Selbstzünder wird mit 5,1 bis 6,1 Liter auf 100 km, der CO2-Ausstoß mit 133 bis 159 g/km angegeben. 

Bei Testfahrten mit dem 150 PS starken Peugeot 2,0L Blue HDi lag der tatsächliche Verbrauch nach Stadt-Landstraßen-Autobahn-Mix laut Bordcomputer rund drei Liter darüber. Mit dem 177 PS starken Top-Citroën waren es vier Liter. 

Der 1,6 Liter-Turbodiesel beider Marken mit 95 PS startet bei 35.650 Euro. Die 115-PS-Variante steht ab 37.100 Euro und der 150 PS starke Selbstzünder ab 38.850 zum Verkauf. Das 177 PS starke Topmodell mit dem Zweiliter-Turbodiesel ist ab 41.850 Euro zu haben. Das ist einiges weniger als die Konkurrenz verlangt.

Uwe Fajga

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