Kia picanto: Echt scharf drauf, der Kleine

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Für Singles prima! Oliver Menner testet die scharfe „Chilischote“ aus Korea.

Ein Reinsetz-und-Losfahr- Auto. Der typische Stadtflitzer. Ein Single- Mobil. Mit gutem Preis- Leistungs-Verhältnis. Und (natürlich) ein paar Macken. Spickzettel Kia picanto.

Und jetzt der Reihe nach: Beim 2012-er Kia picanto hat der koreanische Autobauer kräftig nachgewürzt. Rein optisch präsentiert sich die zweite Generation des Cityflitzers irgendwo zwischen Renault Twingo, Minicooper und Fiat Cinquecento. Aber mit eigenständigem Profil. Das Autolein setzt jetzt nämlich ganz auf Sportlichkeit und gehobene Ausstattung: Gedrungen, mit ausgestellten Radhäusern, sportivem (Mini-)Kühlergrill und Leichtmetallfelgen macht der neue picanto einen voll dynamischen Eindruck. Praktisch ganz scharf drauf, dass es endlich los geht. „Fahr mich!“ raunt er dem Betrachter zu. „Ruhig, gleich geht’s ja los ...“

Erstmal schaun wir uns drinnen dein recht sportliches und spärlich instrumentiertes Cockpit an, das gleichwohl alles bietet, was man braucht. Kein Knopf zu wenig, keiner zuviel. Und alles in Reichweite. Funktional, praktisch, gut. Und dazu viele feine Extras: Popoheizung, Multifunktionslenkrad, heizbare Scheiben hinten und vorne (!), Lichtsensor …

Kia Picanto

Leistung: zwei Benziner (69 PS/1,0 l oder 85 PS/1,2 l

Ausstattung(Auswahl): - Start-Stopp-System ( Spirit) - Sieben-Jahres-Garantie - ABS, Bremsassistent BAS, Traktionskontrolle ESC, sechs Airbags - Komfortblinker, Klimaanlage,elektrisch einklappbare Außenspiegel

Preis: ab 8.990 Euro (1,0 l Dreitürer Attract) bis 12.790 Euro (1,2 l Fünftürer Spirit)

Jetzt zur Sache, Schätzchen: Endlich angelassen, ertönt ein gepfeffertes Knurren. Der Einliter-Vierzylinder mit seinen 69 PS beschleunigt die nur 900 Kilo schwere Chilischote ordentlich, der Wagen ist stabil in der schrägsten Kurve und bietet insgesamt sicheres Fahrverhalten, Mini- Wendekreis und hohen Fahrkomfort. Etwa die große Ruhe im Fonds, auch noch bei den knapp 160 Km/h Spitze. Die Fünf-Gang-Schaltung ist exakt,dieLenkungleichtgängig und präzise. Der picanto ist agil, leichtfüßig und passt mit seinen 3,6 Metern dank Superservo auch noch in kleinste Lücken. Handling vom Feinsten. Auch beim Insassenschutz glänzt der Kia mit serienmäßigen Front,- Seiten- und Kopfairbags sowie ESP. VW up, Ford Ka und Toyota iQ hängt er in dieser Beziehung locker ab …

Übersicht herrscht vorn: Das puristisch angelegte Cockpit

Du kriegst die Tür nicht zu! Weniger Spaß hat man mit dem Koreaknirps, wenn’s um Inhalte geht. Speziell des Kofferraums. Testfahrer dieser Zeilen war schon sehr froh, dass er nach dem Aldi-Einkauf (83,70 Euro) die fünfte Tür überhaupt noch zu bekam. Das Kofferräumchen des Kia ist auch nach der von den Asiaten gefeierten Raumvergrößerung (!) im Vergleich zum Vorgängermodell noch mit vom Knappsten, was es auf dem Markt gibt ...

Übersicht herrscht hinten: Der Kofferraum dient eher dem urbanen Single

Weite Urlaubsreisen zu viert – besser nicht. Und bei einem Tankvolumen von nur 35 Literchen (Verbrauch: passable knappe sechs Liter Super auf 100 Kilometer) sollte man schon auf ein engmaschiges Tankstellennetz zurückgreifen können. Dem urbanen Single jedoch ist der kleine Rennfloh wie auf den Leib geschneidert und auch als innerstädtisches Zweitauto für – sagen wir – Kleinstfamilien mit kleinsten Besorgungsfahrten geht er nochganzgutdurch.Aberder Preis ist schon pikant: 12 790 Euro. Dennoch liegt unser Kleiner beim Preis-Leistungs- Verhältnis dank moderner Technik und guter Ausstattung im Konkurrenzfeld der City-Hüpfer von VW Up über NissanPixobisRenaultTwingo konkurrenzlos gut da. Auch dank dickem Plus zum Schluss: der Kia-eigenen Sieben- Jahres-Garantie!

OLIVER MENNER

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