Blitz-Alarm

Polizei-Fehler: Zahl der Raser zu hoch

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Polizei korrigiert Zahl der Temposünder drastisch nach unten.

Doch kein Blitzer-Rekord im Harz! Bei der Polizei Osterode hatte sich der Fehlerteufel in einer Pressemitteilung eingeschlichen. Die Zahl der Temposünder war falsch.   

In einer aktuellen Pressemitteilung stellt die Polizei Osterode jetzt die Bilanz ihrer Geschwindigkeitskontrolle am Mittwoch richtig: Bei der vierstündigen Aktion am Mittwoch passierten demnach 530 Autos die Messstelle an der B 241, aber nur 34 Fahrzeuge waren geblitzt worden. Alle 30 Sekunden passierte zwar ein Wagen den Kontrollpunkt, aber nur 34 waren zu schnell unterwegs. Die Polizei bittet den Fehler zu entschuldigen. In der ursprünglichen Pressemeldung der Polizei war von 530 Rasern die Rede - eine ungewöhnlich hohe Zahl.

Die Messstelle war, laut Polizeibericht, am Mittwoch, im Ortsteil Freiheit im Bereich der K 26, untere Einfahrt Lerbach, eingerichtet worden. Von 9.35 bis 13.50 Uhr überwachten die Beamten den Verkehr. Auf dem Abschnitt sind 60 Stundenkilometer erlaubt. Der schnellste Autofahrer war mit Tempo 100 unterwegs.

Laut Polizei wurden vor allem Einheimische geblitzt. Touristen seien im Harz zumeist viel vorsichtiger unterwegs.

Der Bußgeld-Katalog für Temposünder

Bußgeld für Temposünder
Verwarnungsgeld, Bußgeld, Punkte oder Fahrverbot - Temposünder müssen mit einer Strafe rechnen. © dpa
Bußgeld für Temposünder
Wer in der Stadt 70 km/h zu viel auf dem Tacho zahlt 680 Euro, kassiert vier Punkte in Flensburg und drei Monate Fahrverbot.  © dpa
Bußgeld für Temposünder
Der Bußgeld-Katalog © dpa
Bußgeld für Temposünder
Der Bußgeld-Katalog © dpa
Bußgeld für Temposünder
Das Geld liegt auf der Straße: Kritiker halten viele Radarfallen, besonders außerhalb von Gefahrenstellen, für Abzocke. „Bundesweit erwarten Kommunen für 2013 Blitzer-Einnahmen von mehr 600 Millionen Euro“, so Torsten Florian Singer, Sprecher der Initiative gemeinsam gegen Blitzerabzocke.   © Initiative gemeinsam gegen Blitzerabzocke
Uhu
Tausende Autofahrer sind 2012 auf einer Eifeler Landstraße in eine Radarfalle gerauscht und wurden bestraft. Eine Tempo-Sünderin klagte zwar erfolgreich gegen die Radarfalle, doch zum Schutz der nachtaktiven Uhus, die in Felsen an der Straße leben, gilt für Autofahrer mit Einbruch der Dämmerung und nachts Tempo 50 und tagsüber Tempo 70. © dpa
Das Warnen vor stationären Radarfallen ist nach der Straßenverkehrsordnung in Deutschland verboten. Auch bei Navigationsgeräte mit Warnfunktion droht eine saftige Strafe. Das Verbot gilt nach Angaben des ADAC für klassische Warngeräte und auch für Navigationsgeräte oder Mobiltelefone, die vor Blitzern warnen.
Das Warnen vor stationären Radarfallen ist nach der Straßenverkehrsordnung in Deutschland verboten. Auch bei Navigationsgeräte mit Warnfunktion droht eine saftige Strafe. Das Verbot gilt nach Angaben des ADAC für klassische Warngeräte und auch für Navigationsgeräte oder Mobiltelefone, die vor Blitzern warnen. © dpa
moderne Blitzer-Anlage
Wer trotz dieses Verbots ein solches Gerät betriebsbereit an Bord hat, begeht eine Ordnungswidrigkeit und muss mit einem Bußgeld von 75 Euro und vier Punkten in Flensburg rechnen. © dpa
Lichthupe
Das Warnen anderer Verkehrsteilnehmer mittels Handzeichen oder Schildern ist grundsätzlich nicht verboten. Sollten andere Verkehrsteilnehmer aber behindert oder abgelenkt werden, kann die Polizei das Warnen untersagen. Die häufige Praxis, mit der Lichthupe auf Blitzer aufmerksam zu machen, ist allerdings nicht erlaubt und wird mit einem Bußgeld von zehn Euro bestraft. © dpa

dpa/ml

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