Die Knutschkugel

Noch im Einsatz: Polizei BMW Isetta

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Polizei BMW Isetta aus den 50ern.

Stade - Es sind die zwei letzten ihrer Art: Seit Ende der 50er Jahren stehen die beiden BMW Isetten (singular: Isetta) im Dienst der niedersächsischen Polizei. An einen Ruhestand denkt hier niemand.

Für die Beamten im Stader Bereich war die BMW Isetta damals ein Segen, nämlich der erste Streifenwagen. Bevor Ende der 50er Jahre das Kleinstfahrzeug den Fuhrpark vieler kleiner Polizeistationen vergrößerte, waren die Polizisten entweder mit einem Dienstfahrrad, Moped oder einem Heinkel-Roller unterwegs. Mit der Isetta hatten die Beamten endlich ein Dach über dem Kopf. Außerdem genügte damals die Führerscheinklasse IV. 

Im Innenraum war es ziemlich eng, trotzdem fuhren zwei Polizisten damit auf Streife, falls nötig auch ein Hundeführer plus Hund. Bei einer Verhaftung musste der Festgenommene, laut internen Berichten, auf der Hutablage Platz nehmen.

Der 350 Kilogramm leichte Kleinwagen ist gerade einmal 2,30 Meter lang, 1,38 Meter breit und 1,34 Meter hoch.

Mit dem neuen, viel größeren VW-Käfer konnte die BMW Isetta als Streifenwagen jedoch nicht mithalten. Anfang der 60er-Jahre verschwand das kleine Auto und wurde ersetzt. Von den damals 10 Fahrzeugen im Stader Bereich sind jedoch noch zwei im Dienst: Zugelassen und fahrbereit werben die beiden Isetten als Sympathieträger für die niedersächsische Polizei. 

Ursprünglich hat die Isetta italienische Wurzeln: In den Jahren 1952/53 wurde das Auto von dem italienischen Motorrad- und Kühlschrank-Hersteller ISO in Mailand entwickelt und 1953 auf dem Turiner Automobilsalon vorgestellt.

1954 kaufte BMW die Lizenz zum Bau des Fahrzeugs, und unterzog es einer durchgreifenden technischen Wandlung. Das Modell wurde von 1955 bis 1962 gebaut. Wegen der ungewöhnlichen Optik, bekam die Isetta einige Spitznamen, wie "Knutschkugel" verpasst.

Die letzte Polizei-Isetta in ganz Dedutschland ist jetzt vor allem auf Messen im Einsatz.

BMW Isetta - Klassiker mit Charme

ml

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