Betrunken ans Steuer?

ADAC hält nichts von 0,0 Promillegrenze

+
Die Gewerkschaft der Polizei fordert eine Null-Promille-Grenze für Autofahrer.

Die Gewerkschaft der Polizei fordert für Autofahrer eine Null-Promille-Grenze. Der ADAC hält von diesen Plänen gar nichts.

Der ADAC glaubt nicht, dass eine Null-Promille-Grenze für Autofahrer zu weniger Unfällen führt. "Alkoholunfälle passieren deshalb, weil sich Verkehrsteilnehmer über geltende Grenzwerte hinwegsetzen", sagte ADAC-Verkehrsjurist Markus Schäpe in München.

Die Einführung eines neuen Grenzwerts löse das Problem nur scheinbar. Laut einem Bericht der "Bild"-Zeitung (Dienstag) fordert die Gewerkschaft der Polizei (GdP) in ihrem neuen verkehrspolitischen Programm den strengen Wert für Autofahrer.

Statt der Einführung der 0,0-Promillegrenze muss es nach Ansicht von Schäpe der Polizei vielmehr möglich gemacht werden, das geltende Recht auch durchzusetzen. Die weitere GdP-Forderung nach einer deutlich abgesenkten Promillegrenze für Radfahrer (derzeit 1,6 Promilleunterstützt der Verkehrsjurist zumindest teilweise: "Ein Bußgeldtatbestand für Radfahrer wäre dagegen ein richtiges und wichtiges Signal."

Bisher gilt in Deutschland für Kraftfahrer eine 0,5-Promille-Grenze. Nur Fahranfänger und Fahrer unter 21 Jahren dürfen gar keinen Alkohol getrunken haben, wenn sie am Steuer sitzen.

dpa

 

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Ab dem 25.5.2018 gilt die Datenschutzgrundverordnung. Dazu haben wir unser Kommentarsystem geändert. Um kommentieren zu können, müssen Sie sich bei unserem Dienstleister DISQUS anmelden. Sollten Sie zuvor bereits ein Profil bei DISQUS angelegt haben, können Sie dieses weiter verwenden. Nutzer, die sich über den alten Portal-Login angemeldet haben, müssen sich bitte einmalig direkt bei DISQUS neu anmelden.

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.