Irre Porsche-Auktion

911 Turbo S wechselt für Rekordsumme den Besitzer

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Der Porsche 911 Turbo S Leichtbau.

Bei Silverstone Auctions kommen häufig Auto-Klassiker unter den Hammer. Ein Modell aber löste einen Bieter-Wettkampf aus, der auch die Veranstalter überraschte.

Das Auktionshaus Silverstone Auctions in der Grafschaft Warwickshire mitten in England hat sich auf den Verkauf von Oldtimern, Motorsport-Klassikern, Supersportwagen und andere Raritäten spezialisiert. Wie jedes Jahr stand auch jetzt wieder der beliebte Mai-Verkauf an, bei dem Auto-Raritäten regelmäßig für irre Summen den Besitzer wechseln. Der Preis, der für einen seltenen Leichtbau-Porsche am Ende gezahlt wurde, überraschte aber selbst die Auktionatoren.

Porsche 911 Turbo S Leichtbau: Über eine halbe Million Pfund wert

Objekt der Begierde war ein Porsche 911 Turbo S in Leichtbau-Variante, Baujahr 1993, 381 PS und 180 Kilogramm leichter als andere 911er der gleichen Zeit. Wie das Auktionshaus in einer eigenen Mitteilung wissen ließ, lieferten sich die anwesenden Porsche-Fans ein hitziges Gefecht um das rare Fahrzeug. Am Ende blieben zwei Interessenten übrig, von denen einer in letzter Minute die Halbe-Million-Grenze durchbrach. Er musste stolze 556.875 britische Pfund für den Stuttgarter Sportwagen-Klassiker berappen. Das entspricht in etwa 648.000 Euro. 1993 mussten Käufer dieses 911ers maximal 300.000 D-Mark bezahlen.

Dieses eigenwillige Innendesign ist ein sehr seltener Anblick.

Die Veranstalter zeigten sich begeistert: "Es war fantastisch, heute eine solche Dramatik und Spannung im Auktionsraum zu sehen", sagte Nick Whale, Geschäftsführer bei Silverstone Auctions.

Leichtbau-Porsche eine wahre Seltenheit

Porsche-Experten nennen auf der Homepage von Silverstone Auctions mehrere Gründe für diese enorme Summe. Zum einen die sehr limitierte Auflage mit nur 86 Stück. Der hier versteigerte sei Nummer 51 davon. Zum anderen die seltene Lackierung "Schwarz glänzend" und das Interieur: schwarze Lederbezüge mit dreifarbigen Recaro-Sitzen in Pink, Lila und Kirsch sowie ein dazu passendes Lenkrad. Außerdem hat der Wagen laut Angaben von Silverstone Auctions erst 69.000 Kilometer auf dem Tacho.  

Bei der Mai-Auktion kamen auch noch andere Schätze unter den Hammer. Darunter ein BMW 3.0 CSL aus dem Jahre 1973 und ein weiterer Porsche: ein 911 Speedster von 1989.

Automarken: Diese geheime Bedeutung steckt hinter den Logos

Das sich aufbäumende Pferd steht für die Automarke Ferrari. Es war ursprünglich auch das Zeichen von Baron Franscesco Baracca, einem italienischen Fliegerass im Ersten Weltkrieg. Sein Flugzeug zierte ebenso das Pferd.
Das sich aufbäumende Pferd steht für die Automarke Ferrari. Es war ursprünglich auch das Zeichen von Baron Franscesco Baracca, einem italienischen Fliegerass im Ersten Weltkrieg. Sein Flugzeug zierte ebenso das Pferd. © pixabay
Das weltberühmte BMW-Logo steht für einen rotierenden Propeller, da der Hersteller früher Flugzeugmotoren baute. Die weiß-blauen Felder symbolisieren die bayerische Flagge.
Das weltberühmte BMW-Logo steht für einen rotierenden Propeller, da der Hersteller früher Flugzeugmotoren baute. Die weiß-blauen Felder symbolisieren die bayerische Flagge. © dpa
In dem Logo von Alfa Romeo ist viel versteckt: Das rote Kreuz kommt vom Wappen der Stadt Mailand. Die gekrönte Schlange, die einen Menschen frisst, symbolisiert die Adelsfamilie Visconti, die einst über Mailand herrschte.
In dem Logo von Alfa Romeo ist viel versteckt: Das rote Kreuz kommt vom Wappen der Stadt Mailand. Die gekrönte Schlange, die einen Menschen frisst, symbolisiert die Adelsfamilie Visconti, die einst über Mailand herrschte. © pixabay
Die vier weltbekannten Ringe gehen zurück auf die einzelnen Marken Audi, Horch, DKW und Wanderer, die sich in Chemnitz zu "Auto Union" zusammenschlossen. Audi ist lateinisch und bedeute "horch", was auf den Automobil-Pionier August Horch hinweist.
Die vier weltbekannten Ringe gehen zurück auf die einzelnen Marken Audi, Horch, DKW und Wanderer, die sich in Chemnitz zu "Auto Union" zusammenschlossen. Audi ist lateinisch und bedeute "horch", was auf den Automobil-Pionier August Horch hinweist. © dpa
Viele denken zunächst, dass es sich bei dem Logo des südkoreanischen Herstellers Hyundai um den ersten Buchstaben der Marke handelt. Doch in Wahrheit handelt es sich dabei um zwei Menschen, die sich die Hand schütteln.
Viele denken zunächst, dass es sich bei dem Logo des südkoreanischen Herstellers Hyundai um den ersten Buchstaben der Marke handelt. Doch in Wahrheit handelt es sich dabei um zwei Menschen, die sich die Hand schütteln. © dpa
Auf den ersten Blick wirkt das Skoda-Logo wie ein Pfeil mit Irokesen-Frisur. Als Vorbild für die Gestaltung soll der Kopfschmuck der Indianer gedient haben. Laut Herstellerangaben soll dies auch auf die Reise-Leidenschaft des Gründers Emil Skoda zurückzuführen sein.
Auf den ersten Blick wirkt das Skoda-Logo wie ein Pfeil mit Irokesen-Frisur. Als Vorbild für die Gestaltung soll der Kopfschmuck der Indianer gedient haben. Laut Herstellerangaben soll dies auch auf die Reise-Leidenschaft des Gründers Emil Skoda zurückzuführen sein. © pixabay
1914 wurde Maserati in Bologna gegründet und von sechs Brüdern geleitet. Ein Wahrzeichen der Stadt ist der Neptunbrunnen, dessen Dreizack noch heute das Emblem der italienischen Luxus-Marke ziert.
1914 wurde Maserati in Bologna gegründet und von sechs Brüdern geleitet. Ein Wahrzeichen der Stadt ist der Neptunbrunnen, dessen Dreizack noch heute das Emblem der italienischen Luxus-Marke ziert. © pixabay
Das Logo mit den Flügel symbolisiert den Anfangsbuchstaben des japanischen Herstellers und soll gleichzeitig für Freiheit stehen. Der Name leitet sich von der Gottheit "Ahura Mazda" ab.
Das Logo mit den Flügel symbolisiert den Anfangsbuchstaben des japanischen Herstellers und soll gleichzeitig für Freiheit stehen. Der Name leitet sich von der Gottheit "Ahura Mazda" ab. © dpa
Die drei Enden des Mercedes-Sterns stehen für die Bereiche, in denen Motoren eingesetzt werden. Land, Wasser und Luft. Der Hersteller befasste sich früher nämlich auch mit Schiffen und Flugzeugen.
Die drei Enden des Mercedes-Sterns stehen für die Bereiche, in denen Motoren eingesetzt werden. Land, Wasser und Luft. Der Hersteller befasste sich früher nämlich auch mit Schiffen und Flugzeugen. © dpa
Opel hatte bereits eine ganze Reihe an Logos. Zuerst waren es die Initialien von Adam Opel, dann die Göttin Viktoria, danach ein Zeppelin. Von diesem wurde dann 1964 der Opel-Blitz abgeleitet.
Opel hatte bereits eine ganze Reihe an Logos. Zuerst waren es die Initialien von Adam Opel, dann die Göttin Viktoria, danach ein Zeppelin. Von diesem wurde dann 1964 der Opel-Blitz abgeleitet. © dpa
Die Gebrüder Jen-Pierre und Jean-Frédéric Peugeot stellten 1820 zunächst Sägeblätter her. Der Löwe steht für die scharfen Zähne der Sägeblätter.
Die Gebrüder Jen-Pierre und Jean-Frédéric Peugeot stellten 1820 zunächst Sägeblätter her. Der Löwe steht für die scharfen Zähne der Sägeblätter. © AFP
Porsche ist tief im Ländle verwurzelt. Das Pferd stammt aus dem Stuttgarter Stadtwappen, das Geweih und die Streifen aus dem württembergischen Landeswappen.
Porsche ist tief im Ländle verwurzelt. Das Pferd stammt aus dem Stuttgarter Stadtwappen, das Geweih und die Streifen aus dem württembergischen Landeswappen. © pixabay
Ein Cowboy mit Hut? Weit gefehlt! Das Logo soll ein Nadelöhr und einen Faden darstellen, was auf die Gründungsjahre von Toyota hinweist. Früher stellte die japanische Firma nämlich Nähmaschinen her.
Ein Cowboy mit Hut? Weit gefehlt! Das Logo soll ein Nadelöhr und einen Faden darstellen, was auf die Gründungsjahre von Toyota hinweist. Früher stellte die japanische Firma nämlich Nähmaschinen her. © dpa
Raffiniert: Im Toyota-Logo finden sich auch alle Buchstaben des Markennamens.
Raffiniert: Im Toyota-Logo finden sich auch alle Buchstaben des Markennamens. © instagram / bronson-grant
Der Preis mit dem Pfeil nach rechts-oben steht meistens für Männlichkeit. Die Alchemisten des Mittelalters benutzten das Symbol als Kennzeichen für das Element Eisen. In der römischen Mythologie steht es für den Kriegsgott Mars.
Der Preis mit dem Pfeil nach rechts-oben steht meistens für Männlichkeit. Die Alchemisten des Mittelalters benutzten das Symbol als Kennzeichen für das Element Eisen. In der römischen Mythologie steht es für den Kriegsgott Mars. © dpa

Von Matthias Opfermann

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