Prinzip Luftpumpe: Was bringt Ladeluftkühlung?

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Kompressoren machen Sportwagen noch leistungsfähiger. Die komprimierte Luft muss jedoch abgekühlt werden, da warme Luft weniger Moleküle zur Verbrennung enthält. Foto: Peter Endig

Für eine bessere Motorleistung erhalten einige Fahrzeuge Kompressoren, die die angesaugte Luft verdichten. Diese muss jedoch meist wieder heruntergekühlt werden. Warum ist das so?

Essen (dpa/tmn) - Das Prinzip ist von der Luftpumpe beim Fahrrad bekannt: Ständiges Pumpen erhöht den Luftdruck, und die komprimierte Luft erwärmt sich. Nicht anders verhält es sich auch beim Auto, wenn Kompressoren oder Abgasturbolader zum Einsatz kommen und die angesaugte Luft verdichten.

Zwar gelangt auf diese Weise mehr Sauerstoff in die Zylinder, um die Motorleistung zu erhöhen, teilt der Tüv Nord mit. Allerdings enthält wärmere Luft bei gleichem Volumen weniger Moleküle zur Verbrennung als kältere Luft. Daher muss die verdichtete Luft in der Regel heruntergekühlt werden, um den Vorteil der Aufladung nicht zu verschenken. Ein sogenannter Ladeluftkühler im Ansaugtrakt des Motorraums wirkt also technisch wie ein Wärmetauscher und kühlt die verdichtete Luft mithilfe von Kühllamellen von etwa 140 Grad auf 90 Grad herunter.

Ladeluftkühler kommen längst nicht mehr nur bei stärkeren Motoren und im Motorsport zum Einsatz. Sie sind heutzutage schon deshalb in vielen Fahrzeugen Standard, weil sich die vom Gesetzgeber geforderten Abgaswerte ohne diese Technik kaum einhalten ließen.

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