Fragen und Antworten

Punkte in Flensburg: Das ändert sich zum 1. Mai

München - Deutschlands Autofahrer müssen sich an neue Regeln für das Flensburger Punktesystem gewöhnen. Wir beantworten die wichtigsten Fragen.

Zum 1. Mai tritt nach monatelangen Debatten eine grundlegende Reform der berühmt-berüchtigten Verkehrssünderdatei in Kraft, mit der das Bundesverkehrsministerium die Sicherheit auf den Straßen erhöhen und für mehr Übersichtlichkeit im Sanktionssystem sorgen will. Auch Bußgelder werden teils deutlich erhöht.

Was ändert sich durch die Reform grundsätzlich?

In der Verkehrssünderdatei werden künftig nur noch Ordnungswidrigkeiten (ab einer Strafgebühr von 60 Euro) und Straftaten eingetragen, die sich direkt auf die Verkehrssicherheit auswirken. Nicht mehr mit Punkten geahndet werden etwa Beleidigungen anderer Verkehrsteilnehmer, das unberechtigte Befahren von Umweltzonen oder Verstöße gegen Fahrtenbuchauflagen.

Welche Neuerungen gibt es bei der Punktevergabe?

Das Punktesystem wird parallel dazu stark gestrafft. Bisher gab es für ein Vergehen entsprechend der Schwere bis zu sieben Strafpunkte, je nach erreichten Punktestand fiel der betroffene Verkehrsteilnehmer dann in eine von drei Sanktionsstufen (Ermahnung ab acht Punkte, Verwarnung ab 14 Punkte, Führerscheinentzug ab 18 Punkte). Ab 1. Mai werden nun nur noch ein bis drei Punkte je Delikt verhängt, dafür werden die Sanktionsgrenzen aber auch viel schneller erreicht (Ermahnung ab vier Punkte, Verwarnung ab sechs Punkte, Entzug ab acht Punkte).

Welche Konsequenzen drohen Verkehrssünder künftig?

Prinzipiell behält das neue System die alten Sanktion bei. Bei einer Ermahnung wird der Betroffene kostenpflichtig angeschrieben und dazu aufgefordert, sein Verhalten zu ändern. Er erhält zudem die Möglichkeit, durch ein freiwilliges Seminar Punkte abzubauen. Bei der kostenpflichtigen Verwarnung wird der Ton schärfer. Anders als bisher entfällt allerdings die Möglichkeit, auch in diesem Stadium durch ein Seminar Punkte abzubauen. Bei Erreichen der dritten Stufe wird der Führerschein entzogen.

Wird es in der Praxis Unterschiede zu früher geben?

Welche Veränderungen das neue Modell in der Praxis auslöst, ist noch nicht ganz abzusehen. Experten erwarten aber einhellig, dass sich die Zahl der Führerscheinentzüge durch das weniger fein abgestufte Punktevergabesystem um etwa zehn Prozent erhöhen wird. Vor allem Vielfahrer, die mehrfach hintereinander deutlich zu schnell fahren und deshalb jedes Mal zwei Strafpunkte erhalten, könnten künftig schneller ihren Führerschein verlieren, meint die Bundesvereinigung der deutschen Fahrlehrerverbände.

Was passiert mit den alten Punkten?

Der alte Punktestand eines Verkehrsteilnehmers wird zum 1. Mai in das neuen System überführt. Dabei werden zunächst die Punkte für jene Delikte gelöscht, für die es nach der Reform keinen Eintrag mehr gibt. Die restlichen Punkte werden anhand einer Tabelle umgerechnet. Eine solche Umrechnungstabelle kann etwa auf der Website des Automobilclubs ADAC eingesehen werden.

Verändert sich auch die Höhe der Bußgelder?

Ja, parallel zu der Reform werden bestimmte Bußgelder teilweise deutlich erhöht. Der Gesetzgeber sorgt damit dafür, dass sicherheitsrelevante Ordnungswidrigkeiten die "magische" 60-Euro-Grenze erreichen, ab der sie in der neuen Verkehrssünderdatei vermerkt werden dürfen. So erhöhen sich die Geldbußen für das Telefonieren am Steuer, für das Nicht-Anschnallen von Kindern oder für Verstöße gegen die Winterreifenpflicht jeweils von 40 auf 60 Euro. Als Ausgleich dafür, dass sie nicht mehr mit Punkten geahndet werden, werden auch harmlosere Vergehen nun teils teurer - etwa Umweltzonenverstöße.

AFP

Die irrsten Autofahrer der Welt

Scheibenwischer kaputt?! Mit einer Paketschnur per Handbetrieb war ein Autofahrer bei Regen auf der Autobahn unterwegs.
Scheibenwischer kaputt?! Mit einer Paketschnur per Handbetrieb war ein Autofahrer bei Regen auf der Autobahn unterwegs. © Polizei
Ein toter Walhai wird auf einem Traktor zu einem Fischgroßmarkt in Xiangzhi (China) transportiert. Ein einheimischer Fischer hatte den Walhai aus dem Meer gezogen. Anfangs war der Mann überzeugt, dass ihm ein "Seeungeheuer" ins Netz gegangen wäre. 
Petri Heil! Ein toter Walhai wird auf einem Traktor zu einem Fischgroßmarkt in Xiangzhi (China) transportiert. Ein einheimischer Fischer hatte den Walhai aus dem Meer gezogen. Anfangs war der Mann überzeugt, dass ihm ein "Seeungeheuer" ins Netz gegangen wäre.  © AFP
Polizei stoppt pinken Opel im "Pozilei"-Design.
Polizei stoppt pinken Opel im "Pozilei"-Design. Die Beamten staunten nicht schlecht, als sie in um 1.30 Uhr am Sonntagmorgen in Hüllerup bei Flensburg einen besonderes Fahrzeug stoppten. Und zwar einen rosafarbenen Opel. Hinter dem Steuer saß eine junge Fahrerin. © dpa/ Polizei Flensburg
Man muss schon sehr genau hinsehen, um zu begreifen, was der 47-Jährige aus Polen alles auf seinen 40-Tonner geladen hat: Auto auf Laster auf Laster auf Laster, also drei Fahrzeuge hatte der Lkw-Fahrer auf- und ineinander geladen. Der Polizei Krefeld fiel das ungewöhnliche Gespann auf, als der Mann gerade dabei war, einen weiteren Transporter auf den Anhänger seines Lastzuges zu laden. © Pol Krefeld
3 Laptops im Lkw
Bei einer Routinekontrolle stoppte die Schweizer Polizei am Montag einen Lastwagen mit drei Laptops im Führerhaus. Was einen normalen Menschen schon am Schreibtisch überfordert, praktizierte der Lasterfahrer ganz selbstverständlich hinterm Steuer auf der Autobahn. © Polizei Kanton Solothurn
Da die Hecktüren des Transporters trotz der Millimeterarbeit beim Einpacken nicht ganz zugingen, fiel die Ladung einer Streife der Autobahnpolizei auf. Die beiden kasachischen Fahrer hatten einen Mittelklassewagen auf die Seite gelegt und passgenau hochkant in ihren Kleintransporter geschoben. © Polizei/dpa
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Bei einer Kontrolle in Eisenach hat die Polizei einen mit sechs Baumstämmen beladenen Kleinwagen aus dem Verkehr gezogen. Der Fahrer hatte seinen Ford Fiesta mit zweieinhalb Meter langen Stämmen beladen, die weit aus dem Kofferraum herausragten. Die Stämme hatten einen Durchmesser von bis zu 30 Zentimetern und die Ladung war nicht gesichert. © Polizei/dpa
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Ist dieser Trabi etwa zu überladen? © dpa
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Unglaublich, was so alles in einen VW Polo (viele denken, das muss doch ein Golf sein) passt. Ein Autofahrer hatte neben seiner Frau eine komplette Couchgarnitur in seinen Wagen gepackt. Doch die Polizei stoppte den Transport.  © Polizei
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Komplett vom Kurs abgekommen ist wohl dieser Autofahrer: Mit einem Jetski an Bord und offener Heckklappe war der Wassersportler auf der Autobahn unterwegs. © Polizei
Panzer
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Panzer
Bei dem kuriosem Gefährt handelte es sich jeoch eigentlich um einen umgebauten Ford Galaxy im Camouflage-Look. Der 26-jährige britische Autobesitzer hatte einen „Geschützturm“ mit passendem Rohr auf das Dach montiert und den Van komplett in Tarnfarben umlackiert.  © Polizei
Pony auf dem Rücksitz: Die Polizei Koblenz stoppte den ungewöhnlichen Transport
Pony auf dem Rücksitz: Die Polizei Koblenz stoppte den ungewöhnlichen Transport. © POL Koblenz
Mit einer Lichterkette hinter seiner Windschutzscheibe hat ein Autofahrer die Aufmerksamkeit der Polizei auf sich gezogen. Dazu hatte der Mann noch nachtaktive Nager an Bord. Die Hamster habe der 29-Jährige nicht allein zu Hause lassen wollen. © Polizei

Rubriklistenbild: © dpa

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