Lange Wartezeit

Punktereform: Antragsstau beim Kraftfahrt-Bundesamt

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Ein Aufkleber "0 Punkte in Flensburg" ist in einem der Räume im Kraftfahrt-Bundesamt im Flensburger Stadtteil Mürwik angebracht.

Das Kraftfahrt-Bundesamt wird infolge der Punktereform mit Anträgen geflutet. Über 60.000 Bürger wollten allein im Mai wissen, wie es auf ihrem Punkte-Konto aussieht. Die Behörde kommt mit dem Antworten kaum hinterher.

Die Punktereform für Verkehrssünder hat laut einem Pressebericht beim Flensburger Kraftfahrt-Bundesamt zu einem Antragsstau geführt. Allein im Monat Mai habe es mehr als 60.000 Anträge auf Auskunft aus dem Fahreignungsregister gegeben, berichten die Dortmunder „Ruhr Nachrichten“ (Mittwoch) unter Berufung auf Angaben der Behörde. Seit Jahresbeginn seien es bereits 220.000 Anträge gewesen, im gesamten Vorjahr 360.000.

„Die Leute wollen wissen, wie sich die Reform auf ihr Punktekonto auswirkt“, zitiert das Blatt einen Behördensprecher. Die Antragsflut habe längere Bearbeitungszeiten zur Folge: Statt zehn Arbeitstage wie gewöhnlich betrage die Wartezeit inzwischen drei Wochen. „Es besteht keine unmittelbare Notwendigkeit, das eigene Punktekonto abzufragen. Bei Erreichen von vier oder mehr Punkten erhält jeder Autofahrer ohnehin eine Benachrichtigung“, so der Sprecher weiter. Von Anfragen „rein aus Interesse“ sei abzuraten.

Die Reform der Flensburger Verkehrssünderdatei war am 1. Mai in Kraft getreten. Anders als bisher wird der Führerschein bei acht statt wie früher bei 18 Punkten entzogen. Es gibt nur noch drei Kategorien von Verkehrsvergehen, die je nach ihrer Schwere mit einem, zwei oder drei Punkten geahndet werden.

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dpa

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