Radler: Ab 0,3 Promille Strafanzeige möglich

Bremen - Wer Alkohol trinkt, sollte sich danach nicht ans Steuer eines Autos setzen - das dürfte bei den meisten angekommen sein. Stattdessen aufs Fahrrad umzusatteln, ist allerdings auch riskant.

Wer in Deutschland mit 1,6 Promille oder mehr Alkohol im Blut auf dem Fahrrad erwischt wird, muss sich für eine Straftat verantworten. Allerdings können sich Radler auch schon mit einem deutlich geringeren Pegel eine Strafanzeige einhandeln, wenn sie etwa Schlangenlinien fahren, Verkehrsregeln missachten oder wenn ein Unfall passiert. „In diesen Fällen ist bereits ab 0,3 Promille eine Strafverfolgung denkbar“, sagt Roland Huhn, Rechtsreferent beim Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club (ADFC). Sobald die Polizei bei einer Kontrolle oder am Unfallort den Verdacht habe, dass ein Radler alkoholbedingt Fehler gemacht hat, drohe ein Ermittlungsverfahren.

„Bei einem vergleichsweise geringen Promillewert lässt sich alkoholbedingtes Fehlverhalten in der Regel nur sehr schwer nachweisen“, räumt der ADFC-Experte ein. „Aber je näher ein Radfahrer an den Grenzwert von 1,6 Promille herankommt, desto wahrscheinlicher wird es, dass der Staatsanwaltschaft das gelingt“, warnt er.

Die besten Bier-Weltrekorde

Die besten Bier-Weltrekorde
Der Deutsche Thomas Brögelmann hat die größte Kronkorken-Sammlung. 2003 besaß der 36-Jährige nach rund neun Jahren etwa 127 500 Kronkorken. © dpa
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Belgien ist die Nation mit den meisten Biersorten: Es gibt dort über 500! © dpa
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145 430 Bierdeckel aus 160 Ländern sammelte Leo Pisker aus Österreich. © dpa
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Die weltweit größte Auswahl an Biersorten gibt es angeblich in Darmstadt. Im Getränkemarkt der Brüder Maruhn lagern mehr als 1250 Sorten Bier aus 60 Ländern. © dpa
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2010 baute der Student Sven Goebel in rund drei Monaten aus 300 000 Bierdeckeln ein 12x7 Meter großes Haus auf. © dpa
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Einen Bierdeckelturm von 9,7 Metern Höhe bauten Freunde aus dem Münsterland am 31. Dezember 1988 auf. Für den Turm (2,6 Meter Durchmesser) benötigten sie 42 432 Bierfilze. © dpa
Die besten Bier-Weltrekorde
Bis an die Decke stapeln sich die 12 200 verschiedenen Bierdosen bei Bernd Wolf in Freiberg in Sachsen. Seit über 30 Jahren sammelt er die bunten Blechbüchsen aus aller Welt und liegt dabei mit Dosen aus 145 Ländern nach eigenen Angaben an der Spitze der rund 150 aktiven Dosensammler in Deutschland. © dpa
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Weltmeister im Bierfassheben ist Friedrich Konrad aus Österreich. Er packte 158 kg. © dpa
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666 Kilometer weit rollten 21 junge Männer aus Nuttlar 1981 in vier Tagen ein 50-Liter-Bierfass vor sich her. Im Bild: Die Bierfassroll-EM. © dpa
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Zu einem 9,65 Meter hohen Turm stapelte 1991 der Brite Philip Bruxe 38 Bierkästen und kraxelte dann hinauf. Den Rekord im Bau des höchsten Bierkistenturms wurde auf der Leipziger BaumaschinenMesse '94 aufgestellt. Aus 166 Bierkisten errichteten sie einen 44,84 Meter hohen Turm, der vier Sekunden frei und ohne Halterung stand. © dpa
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Der schnellste Biertrinker kommt aus den USA: Steven Petrosino kippte am 22. Juni 1977 einen Liter Bier in sagenhaften 1,3 Sekunden in sich hinein. Einen weiteren "Speed-Drinking"-Rekord hält Peter G. Dowdeswell aus England. Der schaffte 1975 zwei Liter Bier in sechs Sekunden. © dpa
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Die kleinste Bierflasche mit Bügelverschluß stellte 1992 eine Zürcher Brauerei vor. Die Miniflasche ist 11,5 cm hoch, hat einen Durchmesser von 4 cm und 40 ml Fassungsvermögen. © dpa
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300 Flaschen öffneten 2004 drei Brauereiangestellte aus der slowakischen Stadt Topolcany. Sie beötigten dazu 1 Minute und 17,7 Sekunden. © dpa
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Die kleinste Bierflasche der Welt ist noch kleiner als die auf dem Bild. Der Kölner Stellmaszky bastelte eine, die mit 15,96 Millimetern so groß ist wie ein Pfennigstück. Fassungsvermögen: 0,05 ml. © dpa
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Das größte Kronkorken-Mosaik der Welt ist so schwer wie zehn Kleinwagen, misst 50 mal 80 Meter und besteht aus über 4,6 Millionen Flaschendeckeln: Sieben Schüler holten den Titel 2011 nach Hessisch Lichtenau. © dpa
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Das stärkste Bier der Welt kommt aus Franken. Der "Schorschbock" hat einen Alkoholwert von 43 Prozent. Eine 0,33-Liter-Flasche kostet 100 Euro. Platz 2: Das schottische "Sink the Bismarck" (41 Prozent Alkohol). © dpa
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Der längste Stammtisch entstand am 5. Juli 1992 in Bad Blankenburg (Thüringen) mit 3582 Metern Länge. 20 000 Gäste wurden bewirtet und 25 000 Liter Bier ausgeschenkt. 31 Brauereien und 15 Gaststätten und Vereine der Stadt waren an dieser Aktion beteiligt. © dpa
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2009 trank jeder Tscheche (im Bild: Ex-Präsident Vaclav Havel) statistisch gesehen 159,3 Liter. Europaweit ist das unübertroffen. Deutschland kommt auf Platz 2 (109,6 Liter), dicht gefolgt von Österreich (106,2 Liter). © dpa
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Am weitesten flog eine Bierflasche aus der Hand von Helmut Maskroskrowitsch aus Weißrussland im Jahre 1995: 82,3 Meter. © dpa
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Das womöglich teuerste Bier Deutschlands ist der Abts Trunk der Klosterbrauerei Irsee im Allgäu. Das Bier wurde zum 800. Jahrestag der Gründung des Klosters hergestellt. Vor 30 Jahren kostete die Halbliterflasche 23 Mark und die Literflasche 33 Mark. Inzwischen werden die Steingutgefäße auf Internet-Auktionen für über tausend Euro gehandelt. © dpa

Wird einem Radler strafrechtlich relevanter Alkoholmissbrauch nachgewiesen, hat das gravierende Folgen: Das Fehlverhalten wird laut Huhn mit sieben Punkten in der Flensburger Verkehrssünderkartei und einer Geldstrafe von meist einem Nettomonatsgehalt geahndet. Die Straßenverkehrsbehörde könne eine Medizinisch-Psychologische Untersuchung (MPU) anordnen und je nach Ergebnis den Führerschein für Kraftfahrzeuge einkassieren. „Außerdem kann ein Radfahrverbot erteilt werden - das war im vergangenen Jahr bundesweit 3300 Mal der Fall“, berichtet der ADFC-Rechtsreferent.

Kann Fahrradfahrern nach einem Rotlichtverstoß an der Ampel oder anderen Verkehrsdelikten kein alkoholbedingtes Fehlverhalten nachgewiesen werden, müssen sie sich für eine Ordnungswidrigkeit verantworten. „Auch das kann ziemlich teuer werden“, warnt Huhn. War eine Ampel länger als eine Sekunde rot, werden zum Beispiel 100 Euro Bußgeld oder mehr fällig. Mit 40 Euro müssen Rowdys rechnen, die Fußgänger gefährden. Grundsätzlich gilt: Ab 40 Euro Bußgeld gibt es mindestens einen Punkt auf dem Flensburger Konto.

dpa

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