Ramsauer will mehr deutsche Elektroautos

Berlin - Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer will bis 2020 eine Million Elektroautos auf Deutschlands Straßen sehen. Um dieses Ziel zu erreichen, will er besondere Anreize für Unternehmen und Nutzer schaffen.

Mehr als die Hälfte der Elektroautos auf deutschen Straßen sollen 2020 nach den Worten von Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer von heimischen Firmen kommen. “Der Marktanteil muss deutlich über 50 Prozent liegen“, sagte der CSU-Politiker am Mittwoch bei der Eröffnung des Wettbewerbs “Schaufenster Elektromobilität“ in Berlin. Er soll laut Wirtschaftsminister Philipp Rösler (FDP) vor allem dazu dienen, die Elektromobilität für den Massenmarkt nutzbar zu machen.

Diese Elektroautos gibt's schon

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Alles Elektro? Auch Sportwagenfans können mit Watt und Volt ihre Musklen spielen lassen. Doch ohne Motorsound - der Tesla-Roadster fährt elektrisch. © Hersteller
Tesla Elektroautos Elektrofahrzeuge E-Autos
Nach drei Stunden Ladezeit bringt der Motor 215 kW (290 PS). In fast 4 Sekunden ist der Tesla Roadster von Null auf 100. © Hersteller
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Maximale Reichweite: 350 Kilometer. © Hersteller
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Der kompakte Sportwagen hat seinen Preis: Der einfache Roadster kostet 99 960 Euro und der Roadster Sport ist für 117 810 Euro zu haben. © Hersteller
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Exotisch: Seit den 90er Jahren ist der CityEL auf den Straßen unterwegs. Für Kurzstrecken beschleunigt das Gefährt bis zu 63 km/h. Je nach Tempo beträgt die Reichweite 60 bis 120 Kilometer. Preis cirka ab 10.000 Euro. © Hersteller
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Das Elektro-Auto aus Sachsen: Der voll-elektrische Citysax findet ab 34.000 Euro seinen Besitzer. Wer im Schnitt bei Tempo 50 bleibt, kommt fast 120 Kilometer weit. © Hersteller
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Den hohen Einstiegspreis erklärt der Hersteller mit den Kosten der Einzelkomponenten. © Hersteller
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Think Global verkauft in Norwegen, Niederlande und in Österreich. Das Modell Think City ist ab 44 400 Euro zu haben. Auch mit Faltdach (1057 Euro) fährt das Modell bis zu Tempo 100. Reichweite 160 Kilometer. © Hersteller
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Das Geländestrommobil: Der mit einem DirektDrive Elektromotor ausgestattete neue LUIS 4U hat seine Wurzeln in China. Ist aber schon bei Ahrensburger Firma Luis zu haben. © Hersteller
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Die leistungsstarken Lithium-Eisen-Phosphat-Akkus ermöglichen eine Reichweite von über 200 km. Die Basisversion kostet ab 12.000 Euro. © Hersteller
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REVA Electric Car Company baut das Stadtwägelchen Reva i. Das in Indien gebaute Modell hat zwei Sitze. Fährt Spitze Tempo 75. Der Basispreis liegt bei 17 999 Euro. © Hersteller
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Der Reva NXR bietet Platz für vier Personen. Für den Hersteller eine echte Alternative zum Zweitwagen. Das E-Mobil fährt Höchstgeschwindigkeit 104 km/h. Länge: 3,20 Meter, Breite 1,56 Meter. Reichweite mit Lithium Batterie 160 km (Preis 17.000 Euro) © Hersteller
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Der fesche Italiener: Tazzari ZERO fährt Tempo 100. Preis ab 23 990 Euro © Hersteller
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Peugeot iOn kann für 500 Euro pro Monat beim Hersteller geleast werden. Das Elektro-Auto mit vier Plätzen hat eine Reichweite von 140 Kilometern, 47 kW (64 PS). Ab Ende 2010. © Hersteller
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Das geliche gilt für den Citroen C-Zero. © Hersteller
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700 in Handarbeit umgerüstete Mini E-Prototypen sind unterwegs. Bei den Versuchsmodellen belegt die Batterie die Sitze auf der Rückbank. © Hersteller
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Ende 2010 soll der Nissan E-Leaf auf den Markt kommen. © Hersteller
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Renault startet 2011 mit diversen Elektro Modellen: Darunter der Kangoo Rapid Z.E. mit 70 kW/95 PS. © Hersteller
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Auch die Stufenhecklimousine Fluence Z.E. soll auf den Markt kommen. © Hersteller
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Der neue smart fortwo electric drive läuft seit Mitte November 2009 vom Band. Das emissionsfreie Fahrzeug ist mit einer Lithiumionenbatterie ausgerüstet. 2012 soll der Zweisitzer für jedermann verfügbar sein. © Hersteller
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Mercedes blueZERO E Cell ist ein elektrisch betriebenes Konzeptfahrzeug. © Hersteller
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Mercedes die Funktionen vom Vito bei Minus 30 Grad schon geshat testet. Die Höchstgeschwindigkeit ist auf Tempo 80 begrenzt. Reichweite liegt bei 130 Kilometern. © Hersteller
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Rinspeed UC: Der keine 2,60 Meter kurze Flitzer soll helfen den innerstädtischen Verkehrsinfarkt zu vermeiden. Das Fahrzeug selbst ist ein auf Basis des Fiat 500 entwickeltes Elektrofahrzeug. © Hersteller
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Opel verspricht mit dem Elektro Ampera eine verlängerte Reichweite von 500 Kilometern. Die ersten 60 Kilometer fährt der Ampera dabei rein elektrisch. Dank eines kleinen Verbrennungsmotors wird die Batterie danach wieder mit Strom gespeist. © Hersteller
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VW Milano Taxi: In Hannover präsentierte VW diese Studie im Stil eines klassischen Mailänder Taxis. © Hersteller
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Der neue Käfer: Die Studie E-Up! soll 2013 auf den Markt kommen © Hersteller
Audi e-tron
Audi e-tron: Obwohl allein die Akkus fast 400 Kilogramm wiegen, bringt der mit viel Aluminium konstruierte Zweisitzer nur 1350 Kilogramm auf die Waage. Das Tempo für die Studie ist auf 200 begrenzt. © Hersteller

Ramsauer betonte, es werde keine “reinen, bar auszuzahlenden Kaufprämien geben“ wie in anderen Ländern. Rösler erklärte, der Wettbewerb gelte ausdrücklich auch für Infrastruktureinrichtungen. Gefragt sei auch die Innovationskraft kleiner und mittlerer Unternehmen.

Ramsauer erinnerte daran, dass Steuererleichterungen für Nutzer elektrisch angetriebener Dienstwagen geplant seien. Der zurzeit relativ hohe Anschaffungspreis benachteiligt sie, da der zu versteuernde geldwerte Vorteil ein Prozent davon beträgt. Als Möglichkeiten für die Initiativen von Kommunen oder Regionen nannten Rösler und Ramsauer die Erlaubnis, Busspuren zu nutzen, günstigere Parkgebühren oder Vorteile bei Umweltplakettenregelungen.

Die Ausschreibung wird vom Bund mit 180 Millionen Euro gefördert. Bewerben können sich öffentliche Körperschaften in Kooperation mit Unternehmen und Wissenschaftseinrichtungen. Im Frühjahr 2012 will die Bundesregierung drei bis fünf Modellregionen auswählen. Sie sollen die Vorgabe der Koalition vorantreiben, Deutschland zum Leitanbieter und Leitmarkt für Elektromobilität zu machen. Bis 2020 soll demnach eine Million Elektroautos auf den deutschen Straßen fahren.

Die Definition des Elektroautos ist nach wie vor offen. Wahrscheinlich werden darunter auch Hybrid-Fahrzeuge fallen, also Autos mit einer Antriebskombination aus fossilem Treibstoff und Strom.

dapd

Rubriklistenbild: © dpa

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