Der neue Range Rover Evoque zeigt seine Stärken auf der Straße und im Gelände

Range Rover Evoque: Britischer Stil mit bulliger Kraft

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Kommt mit als Drei- und als Fünftürer: Der neue Range Rover Evoque.

Evoque. Ein Name, der elegant über die Lippen gleitet und ein wenig an eine Modezeitschrift erinnert. Auf jeden Fall hebt er sich ab von der üblichen Nomenklatur für Autos und passt perfekt zu dem stylischen neuen kleinen SUV von Range Rover.

Die steil ansteigende Fensterlinie und der niedrige, nach hinten abfallende Aufbau erinnern uns an einen Faustkeil. Mit einer Länge von 4,34 Metern ist der als Zwei- und als Viertürer angebotene Evoque 62 Zentimeter kürzer und mehr als eine Tonne leichter als der große Range Rover. Damit gehört er schon fast in die Kategorie der Kleinwagen.

Stilvoll: Das Ambiente im Inneren überzeugt.

Doch das lässt falsche Rückschlüsse zu. Nicht nur die Passagiere in der ersten Reihe finden genügend Platz für Kopf und Knie. Zugegeben, der Einstieg in den etwa 30 Millimeter niedrigeren, schon fast coupéhaften Zweitürer verlangt eine gewisse Gelenkigkeit. Der Ausgleich: ein Blick gen Himmel durch das riesige Panoramaglasdach.

Für das Gepäck stehen in der zweitürigen Variante maximal 1345 Liter zur Verfügung, beim Fünftürer sind es 1445 Liter. Innen gefallen sorgfältig verarbeitetes Leder, Holz und gebürstetes Aluminium. Das Armaturenbrett wirkt aufgeräumt, alle Schalter sind übersichtlich angeordnet und gut erreichbar. Alles summiert sich zu dem Gefühl, in stilvollem Ambiente gut aufgehoben zu sein.

Galerie: Vorstellung des Evoque im Kulturbahnhof

Vorstellung des neuen Range Rover Evoque im Kasseler Kulturbahnhof

Als Motoren stehen ein Vierzylinder Turbobenziner mit 240 PS und zwei Vierzylinder Diesel mit 150 PS und 190 PS zur Wahl. Den Basisdiesel gibt es als Novum beim Allrad-Traditionalisten Range Rover bald auch mit Frontantrieb, der den Verbrauch auf 4,7 Liter senken soll. Bis dahin sorgt die Start-Stopp-Funktion, die nur bei den Dieselversionen mit Schaltgetriebe angeboten wird, für einen angegebenen Verbrauch von 5,7 Litern. Der Benziner genehmigt sich drei Liter mehr.

Im spätsommerlichen Wales macht der Evoque eine gute Figur. Wir sitzen leicht erhöht und haben selbst auf engen Straßen im ungewohnten Linksverkehr einen guten Überblick nach vorne. Die Sicht nach hinten ist durch die schmale Heckscheibe allerdings eingeschränkt. Beim Einparken hilft die serienmäßige Parksensorik, aber die optionale Rückfahrkamera tut eigentlich immer Not.

Die Lenkung ist präzise, die Fahrwerksabstimmung sportlich, aber nicht unkomfortabel. Der Benziner beschleunigt schwungvoll. Etwas geräuschvoller geht es im stärkeren Diesel mit seinem maximalen Drehmoment von 420 Newtonmeter ab 1750 Umdrehungen zu.

Auch außergewöhnliche Situationen schrecken im Evoque nicht. Bei der Fahrt über einen abgesenkten Ponton im Liverpooler Hafenbecken schießen Begriffe wie „Wattiefe“ in den Sinn, als es durch mehr als knietiefes Wasser geht. Doch diese Aufgabe meistert der Evoque ebenso wie die Steilstrecke, auf der er sich mit dem elektronischen Terrain-Response-System als unerschrockener Geländegänger zeigt und seinem Namen Ehre machte.

Verzichtet man auf die Geländegängigkeit, kostet der Evoque als kleiner Diesel mit Frontantrieb 33 100 Euro. Mit an Bord sind dann Start-Stopp, Parksensoren hinten, Teilledersitze und beheizbare Außenspiegel. Etwas unerwartet: In der zweitürigen Variante kostet der Spaß mit dem stylischen Briten 1000 Euro mehr als beim Fünftürer.

Von Solveig Grewe

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