E10 - Regierung gegen Steuerrabatt

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Die Mineralölbranche verlangte eine “faire“ Besteuerung.

Noch immer ist E10 ein Ladenhüter. Um das Geschäft an den Zapfsäulen anzukurbeln fordert die Mineralölwirtschaft nun eine Preissenkung von 2 Cent pro Liter. Die Regierung sieht das jedoch anders.

DAT-Übersicht zur E10-Verträglichkeit

www.dat.de/e10

ADAC-Übersicht zu E10-Verträglichkeit

www.adac.de/e10

Das Bundesfinanzministerium sieht keine Notwendigkeit für einen Steuerrabatt auf das umstrittene Bio-Benzin E10. Die Mineralölbranche fordert dagegen eine solche Steuersenkung. “Soweit ich das wahrgenommen habe, ist ja die mangelnde Akzeptanz des E10-Benzins, wenn sie überhaupt besteht, nicht auf den Preis an der Zapfsäule zurückzuführen, sondern auf andere Vorbehalte“, sagte ein Ministeriumssprecher am Freitag in Berlin. “Insofern sehe ich nicht recht den Sinn dieser Forderung.“

Die Mineralölbranche verlangte eine “faire“ Besteuerung. Der Hauptgeschäftsführer des Mineralölwirtschaftsverbands, Klaus Picard, sagte der “Bild“-Zeitung: “Entsprechend des geringeren Energiegehalts fordert die Mineralölindustrie eine Senkung der Energiesteuer für E10 um zwei Cent.“

Die wichtigsten Infos zum E10-Benzin

Bio-Sprit E10: Die wichtigsten Infos

Viele Autofahrer sind verunsichert, ob die Benzinmotoren ihrer Autos den zehnprozentigen Ethanol-Zusatz im Sprit vertragen. Bei einem Benzingipfel hatten Politik und Wirtschaft vereinbart, die Verbraucher besser zu informieren. Im Osten und im Süden des Landes trifft der Autofahrer beim Tanken auf das umstrittene Bio-Benzin und meidet E10 weiter. Im Norden und Westen von Deutschland wird weitgehend kein E10 verkauft.

dapd/dpa

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