"AutoBild"-Test

Rückfahrkameras: Trüber Blick für zu viel Geld

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Rückfahrkameras sind im Paket ihr Geld nicht wert.

München - Mit ihnen kommt man selbst in die kleinste Lücke: Rückfahrkameras erfreuen sich bei Autofahrern steigender Beliebtheit. Doch was taugen die Einparkhilfen wirklich?

"Geht... Geht... Geht... Geht... STOPP!!!" Wer als Autofahrer sichergehen wollte, dass er den Wagen hinter sich beim Einparken nicht touchiert, musste sich bis vor Kurzem noch oft auf das Augenmaß anderer verlassen. Die oft kryptischen Handzeichen und lauten Rufe der Park-Assistenten machten das Erlebnis nicht angenehmer. So erklärt sich die große Beliebtheit von Rückfahrkameras.

Die "AutoBild" hat jetzt in ihrer dritten Ausgabe des Jahres die optischen Einparkhilfen von zwölf verschiedenen Auto-Modellen untersucht. Die gute Nachricht: Durchgefallen ist keines. Vor allem die Heck-Linse am VW Golf mit ihrer einfachen Handhabung überzeugte die Tester.

Doch so ein drittes Auge ist so gut wie nie in der Serienausstattung eines Neuwagens enthalten. Weil aber ohne angeschlossenen Bildschirm und passendes Navi-System die beste Kamera nichts bringt, muss der Käufer beim Einbau einen gesalzenen Aufpreis für das gesamte Paket hinblättern. Der schwankt je nach Hersteller gewaltig, vom Preis-Leistungs-Verhältnis her ist allerdings kein System sein Geld wert, resümieren die "AutoBild"-Tester. Als Einzel-Zubehör kostet die Rückfahrkamera beim Golf zum Beispiel rund 30 Euro, im Endeffekt landet man aber im vierstelligen Bereich - das gilt für alle Modelle. Extrembeispiel in dieser Hinsicht ist der Porsche Panamera mit seinen Mehrkosten von 5015 Euro.

Verrückte Park-Unfälle

Diese Park-Unfälle sind absolut verrückt

Eine weitere Erkenntnis aus dem Test: Genauso wie der Preis schwankt auch die Bildqualität der Rückfahrkameras. "Jedes billige Handy liefert heutzutage schärfere, kontrastreichere und weniger verzerrte Bilder", kritisiert der Bericht. Am besten kommt da noch der 3er-BMW weg, dass das Display des Opel Ampera farbig ist, kann man hingegen kaum erkennen.

Kaum mehr irgend etwas erkennen kann man auf dem Monitor allerdings, wenn die Linse verdreckt ist oder Wasser auf sie spritzt - und das passiert bei den meisten Modellen schnell, denn an einen Schmutz-Schutz hat man nur beim Golf gedacht. Das ist der Hauptkritikpunkt der Tester. Da bringt es auch nichts, dass die kameraunterstützen Einparkhilfen grundsätzlich verlässlicher sind als die piepsenden Ultraschall-Assistenten.

hn

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