Bis zu 50 Prozent

Schnäppchenpreise: Darum sind Neuwagen jetzt so günstig wie nie

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Kunden können in nächster Zeit mit großen Preisnachlässen bei Neuwagen rechnen.

Wer derzeit mit dem Gedanken spielt, sich einen Neuwagen zuzulegen, wird auf erstaunlich niedrige Preise treffen. Teilweise bis zu 50 Prozent Preisnachlass werden erwartet.

  • Neuwagen sind derzeit so günstig wie lange nicht.
  • Die Corona-Krise bringt die Auto-Branche ins Wanken.
  • Bis zu 50 Prozent Preisnachlass erwartet ein Experte bei einigen Modellen.

In Zeiten des Coronavirus spielen wohl nur die wenigsten mit dem Gedanken sich einen Neuwagen zu leisten. Das macht sich derzeit auch bei den Händlern bemerkbar - die Showrooms bleiben aufgrund von Ausgangsbeschränkungen leer und viele potenzielle Kunden machen sich wohl wegen Kurzarbeit ganz andere Sorgen, als in ein neues Auto zu investieren.

Hinzu kommt das Problem, dass zahlreiche Zulassungsstellen geschlossen sind*, was es Verbrauchern unmöglich macht, ihren Neuwagen auch tatsächlich zu fahren. Das Kraftfahrt-Bundesamt verzeichnete im März 2020 einen Rückgang an Neuzulassungen von satten 37,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. Das sorgt nun offensichtlich für große Preisnachlässe im Autohandel.

Neuwagen gibt es in den nächsten Monaten wohl zum Schnäppchenpreis

"Bei einigen Modellen werden es mehr als 50 Prozent Nachlass werden", meint Autoexperte Ferdinand Dudenhöffer vom Institut für Customer Insight der Uni St. Gallen laut Autobild. Schon jetzt sei laut Marco Steinfatt, Geschäftsführer von "MeinAuto", ein bedeutender Anstieg der Rabatte zu verzeichnen: "Die durchschnittlichen Rabatte auf Neuwagenpreise haben sich seit Mitte März auf über 25 Prozent erhöht."

Hinsichtlich dieser Nachlässe sei es ein guter Zeitpunkt, sich über den Kauf oder das Leasing eines Autos* Gedanken zu machen. Insbesondere auch, weil Fahrzeuge derzeit noch sofort lieferbar seien - was bei einer späteren Bestellung nicht mehr garantiert sei. Mehr als 70 Prozent der Autohäuser befinden sich nämlich bereits in Kurzarbeit wie der Zentralverband des Kfz-Gewerbes im März berichtete.

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Dudenhöffer empfiehlt aber, nicht zu übereilt nach Angeboten Ausschau zu halten und sich zwei, drei Monate Zeit zu lassen. Ansgar Klein vom BVfK geht zudem davon aus, dass besonders Elektroautos von großen Preisnachlässen betroffen sein werden. Schließlich müssen bis Jahresende viele davon auf dem Markt, "um den Herstellern Strafgebühren zu ersparen."

"Die Branche fällt sehr tief, es wird stärker als bei der Finanzkrise 2008", prognostiziert der Autoexperte. Er geht von einem Rückgang der Branche um zehn Prozent aus, wie Autobild schreibt. Zudem geht er davon aus, dass es länger als zehn Jahre dauern wird, bis sich die Autobranche von der Corona-Krise erholt hat.

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Warnleuchten im Auto und was sie bedeuten

Es blinkt und leuchtet: Was die Warnlampen - Kontrollleuchten im Auto bedeuten.
Plötzlich blinkt und leuchtet es im Cockpit! Die Symbole und Kontrolllichter am Armaturenbrett zeigen an, ob dem Auto technisch etwas fehlt. Allerdings, ist es wichtig zu wissen, was die Lämpchen bedeuten. Hier die wichtigsten Kontrollleuchten im Auto: © ADAC
Es blinkt und leuchtet: Was die Warnlampen - Kontrollleuchten im Auto bedeuten.
Motoröldruck zu niedrig. Motor abstellen. Ölstand prüfen und gegebenenfalls nachfüllen - hilft aber nicht immer. Meist muss der Wagen in eine Werkstatt geschleppt werden. © ADAC
Es blinkt und leuchtet: Was die Warnlampen - Kontrollleuchten im Auto bedeuten.
Ölmangel, Ölstand überprüfen und nachfüllen - sonst droht Motorschaden. © ADAC
Es blinkt und leuchtet: Was die Warnlampen - Kontrollleuchten im Auto bedeuten.
Anschnallzeichen: Einer oder einige der Fahrgäste sind nicht angeschnallt. Das Symbol leuchtet auch auf, wenn eine schwere Tasche auf dem Sitz steht. © ADAC
Es blinkt und leuchtet: Was die Warnlampen - Kontrollleuchten im Auto bedeuten.
Probleme bei der Stromversorgung: Generator defekt oder eine elektrische Verbindung unterbrochen. Motor nicht ausschalten und zur nächsten Werkstatt. NICHT weiterfahren bei elektrischer Servolenkung (Lenkkraftunterstützung kann ausfallen) oder gerissener Keilriemen (Motor kann überhitzen). © ADAC
Es blinkt und leuchtet: Was die Warnlampen - Kontrollleuchten im Auto bedeuten.
Probleme mit der Bremse. Brennt dieses Licht auch bei gelöster Handbremse, droht große Gefahr. Zu wenig Bremsflüssigkeit oder die Beläge sind bis aufs Metall runter. Sofort anhalten und Pannendienst rufen. © ADAC
Es blinkt und leuchtet: Was die Warnlampen - Kontrollleuchten im Auto bedeuten.
Motor ist überhitzt. Kühlwasser reicht nicht mehr. Anhalten und abkühlen lassen. Danach unbedingt in die Werkstatt. © ADAC
Es blinkt und leuchtet: Was die Warnlampen - Kontrollleuchten im Auto bedeuten.
Reifendruckkontrollsystem meldet zu niedrigen Reifendruck. Eventuell harmlos, wenn das Symbol nach dem Reifenwechsel leuchtet (fehlende Kalibrierung) - mehr in der Betriebsanleitung. © ADAC
Es blinkt und leuchtet: Was die Warnlampen - Kontrollleuchten im Auto bedeuten.
Störung im Rückhaltesystem. Funktionsversagen des Airbags/ Gurtstraffers bei Unfall möglich - sofort in die Werkstatt. Symbol leuchtet auch bei deaktiviertem Beifahrerairbag (wg. Kindersitz).  © ADAC
Es blinkt und leuchtet: Was die Warnlampen - Kontrollleuchten im Auto bedeuten.
Bremsbeläge sind abgefahren und sollten demnächst erneuert werden. Weiterfahren möglich. © ADAC
Es blinkt und leuchtet: Was die Warnlampen - Kontrollleuchten im Auto bedeuten.
ESP (Elektronisches Stabilitätsprogramm) ist aktiv - oft auf nassen und vereisten Straßen. Vorsichtig lenken, keine Vollbremsung machen und Fuß vom Gas nehmen. © ADAC
Es blinkt und leuchtet: Was die Warnlampen - Kontrollleuchten im Auto bedeuten.
Probleme mit der Motorsteuerung. Der Schadstoffausstoß kann erhöht sein. Symbol leuchtet auch, wenn die Lambdasonde defekt ist oder ein Marder ein Kabel beschädigt hat. Umgehend in die nächste Werkstatt fahren. © ADAC
Es blinkt und leuchtet: Was die Warnlampen - Kontrollleuchten im Auto bedeuten.
Nebelschlussleuchte ist eingeschaltet. In Deutschland nur erlaubt, wenn die Sicht durch Nebel geringer als 50 Meter ist. © ADAC

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