Schwede ohne Altersschwäche: Der Volvo XC90 im Test

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Beruhigendes Gefühl auf jedem Untergrund: Der XC 90 vermittelt Sicherheit.

Die Klasse der SUV ist allgemein nicht für Zimperlichkeit bekannt. Doch selbst in der Gesellschaft anderer robuster Geländelimousinen fällt Volvos XC90 als zäher Bursche auf.

Zur Demonstration des Überrollschutzes zeigten die Schweden bei der Markteinführung einen Crashtest mit dreifachem Überschlag – der Innenraum blieb nahezu unversehrt. Zehn Jahre sind seitdem vergangen, ohne dass der XC90 alt ausssähe. Kein Wunder bei der guten Pflege, die die Schweden dem Platzhirsch unter den SUVs angedeihen lassen.

Galerie: Der XC90 im eisigen Test

Der Volvo XC90 im eisigen Test

Der traditionell auf Sicherheit bedachte Hersteller hat sich auf die Fahne geschrieben, dass ab 2020 kein Mensch mehr in einem Volvo ums Leben kommen soll. Wie nah man diesem Ziel ist, davon konnten wir uns bei winterlichen Bedingungen im Berchtesgadener Land überzeugen: Auf dem engen Slalom-Parcours und auf eisglatter Fahrbahn zeigte der neue XC90, was in ihm steckt.

Athletische Statur

Nach der Auffrischung im Jahr 2006 schickt ihn Volvo nun noch einmal aufgewertet auf die Straße, ehe der Siebensitzer in zwei Jahren von einem neuen Modell abgelöst werden soll. Äußerlich wurde für die laufende Saison wenig verändert. Nach wie vor prägt den 4,80 langen XC90 eine schlanke Linie. Während viele Mitbewerber Geländegängigkeit durch Wuchtigkeit und aggressives Äußeres unterstreichen, reicht dem Schweden eine athletische Statur. Vorn fällt das neue Tagfahrlicht auf, die Stoßfänger wurden neu modelliert und in den Rückleuchten glänzen nun LEDs.

Innen ermöglicht das Quermotorkonzept weiterhin ein beispielhaftes Raumangebot mit üppig bemessenem Platz in den vorderen beiden Sitzreihen, während die hinteren Sitze eher dem Nachwuchs vorbehalten sind. Für den Fahrer gibt es ein neues Dreispeichenlenkrad und eine weiße Instrumentenbeleuchtung.

Zwei Diesel, ein Benziner

Als Motoren stehen weiterhin zwei Diesel-Fünfzylinder mit 200 und 163 PS sowie ein Sechszylinder-Benziner mit 243 PS zur Wahl. Neben der Sechsgangautomatik kommen die beiden stärkeren Motoren mit permanentem Allrad-, der kleine Diesel mit Frontantrieb.

Nach den ersten zaghaften Testrunden mit dem stärkeren Diesel werden wir mutiger und schneller. In den engen Kurven greift das ABS mit deutlichem Klacken ein und demonstriert zusammen mit dem Aufleuchten der Fahrdynamikregelung, dass man sich in dem über zwei Tonnen schweren SUV sicher fühlen kann. Auch bei unserer Fahrt über tief verschneite Serpentinenstraßen ein angenehmes Gefühl.

Wer doch mal vom Weg abkommt, kann über das optionale Kommunikationssystem „Volvo on Call“ (VOC) Hilfe herbeirufen. Damit kann auch die optionale Standheizung per Smarthphone bedient werden. So lässt sich der Innenraum des alten Schweden mit dieser neuen Technik aus jeder Distanz auf die gewünschte Temperatur einstellen.

Von Solveig Grewe

Datenblatt: Volvo XC90 D5 AWD

• Antrieb: Fünfzylinder-Turbodiesel, Sechsgang-Automatik

• Hubraum: 2400 ccm

• kW (PS) bei U/min: 147 (200) bei 3900

• Max. Drehmoment (Nm bei U/min): 420 bei 1900 bis 2800

• Höchstgeschwindigkeit: 205 km/h

• Beschleunigung 0 auf 100 km/h: 10,3 Sek.

• Abgas CO2: 209 g/km

• Verbrauch (Schnitt nach EU-Norm): 6,8 bis 11,0 Liter pro 100 Kilometer

• Energieeffizienzklasse: D

• Preis: ab 47 740 Euro

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