Abzocke: Luft an der Tanke kostet bald 1 Euro

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An immer mehr der 14.700 deutschen Tankstellen müssen die Autofahrer für die bisher kostenlose Luftdruckprüfung der Reifen bezahlen.

Hamburg -  0,2 bis 0,3 Bar - jeder Autoreifen braucht Luft. Bis jetzt konnten Autofahrer den Luftdruck an jeder Tankstelle gratis überprüfen. Doch auch mit Luft lässt sich Geld verdienen.

An immer mehr der 14.700 deutschen Tankstellen müssen die Autofahrer für die bisher kostenlose Luftdruckprüfung der Reifen bezahlen.

Hitze im Auto: Was ist erlaubt und was verboten?

Hitze im Auto
Wenn es im Auto richtig heiß wird, sollten Autofahrer einen kühlen Kopf bewahren. Bei der Hitze haben manche hinterm Steuer die tollsten Einfälle - doch manches ist verboten. © dpa
Hitze im Auto
Barfuß Autofahren - ist privat eigentlich nicht verboten. Doch es kann ganz schön gefährlich sein. Kommt es zu einem Unfall, drohen dem Fahrer Geldbußen und sogar strafrechtliche Folgen. © dpa
Hitze im Auto
Das gilt auch für Autofahrer, die Flip Flops oder lockeren Sandalen tragen. © dpa
Hitze im Auto
Männer dürfen mit nacktem Oberkörper Auto fahren. © dpa
Hitze im Auto
Bei Frauen kann dies aber als Belästigung angesehen werden. © dpa
Hitze im Auto
Während der Fahrt darf getrunken oder auch ein Eis geschleckt werden. © dpa
Ein Ventilator am Amaturenbrett ist erlaubt, sofern dieser sicher montiert ist und die Sicht unbeeinträchtigt beleibt. © dpa
Hitze im Auto
Sonnenbrillen sind kein Problem. Auch Sonnenhüte oder Kappen sind erlaubt. © dpa
Hitze im Auto
Wassersportgeräte sollten vorschiftsmäßig transportiert werden. Bei einer Vollbremsung kann ein Surfbrett zu einem Geschoss werden. Auch darf die Sicht des  Autofahrers  auf keinen Fall behindert werden. © dpa
Hitze im Auto
Zur Ladungssicherung dürfen nur anerkannte Zurrgurte mit Klemmschlössern oder Ratschen verwendet werden, die nach einmaligem Anziehen die Spannkraft halten. Seile oder Gummibänder sind nicht zulässig, da sie sich bereits nach kurzer Zeit lockern. © dpa

Nach Angaben der Jülicher Firma Air-Serve GmbH haben schon mehr als 200 Stationen Luftdruckgeräte installieren lassen, an denen die Kunden eine Euro-Münze einwerfen müssen. “Das ist erst der Anfang, wir haben noch viel mehr Aufträge vorliegen“, sagte Air-Serv-Geschäftsführer Nick Janssen der Nachrichtenagentur dapd.

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Die großen Ölkonzerne wie Aral, ExxonMobile (Esso) oder Shell führen die neue Technik nach eigenen Angaben bisher nicht aktiv ein. Allerdings können sie nicht für alle Tankstellen unter ihrem Logo sprechen, denn viele Stationen sind in Privatbesitz. Bei Shell läuft nach Angaben eines Sprechers ein Test mit Bezahl-Luft an mehreren Tankstellen nahe der niederländischen Grenze.

Der ADAC lehnt die neuen Luftdruckgeräte ab. “Die Autofahrer sollten sich eine Tankstelle suchen, an der sie nicht bezahlen müssen“, sagte Sprecher Andreas Hölzel.

Grund der Umstellung sind nach Angaben von Air-Serv hohe Kosten für die Luftdruckgeräte: Allein für Wartung, Strom, Eichkosten und ähnliches fallen pro Tankstelle 400 bis 800 Euro im Jahr an. Insbesondere die alten tragbaren Luftdruckgeräte werden oft gestohlen oder beim Rangieren beschädigt.

Claus-Peter Tiemann/ dapd

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