Tempo, Abstand, Überholen

So kommen Sie sicher durch Autobahnbaustellen

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An einer Autobahn-Baustelle sollte man mit Bedacht fahren und Abstand halten. Foto: Holger Hollemann/dpa/Archiv

Baustellen auf der Autobahn nerven und verleiten manche Autofahrer zu riskanter Fahrweise. Dabei ist eigentlich Geduld geboten. So verhalten Sie sich richtig.

Im normalen Reisetempo geht es auf der Autobahn schnell dem Ziel entgegen, doch plötzlich das Schild: Baustelle in zwei Kilometern. Also: das Tempo drosseln und kilometerlang langsam durch die Baustelle zuckeln. Viele Autofahrer nervt das.

Baustelle auf der Autobahn: Wer hetzt, riskiert Unfälle

Dennoch sollte die Devise lauten: ruhig bleiben. Wer hetzt, riskiert Unfälle. Worauf man in der Baustelle achten sollte, um gut durchzukommen:

1. Fuß vom Gas: Rasen in Autobahn-Baustellen ist nicht nur riskant, es bringt auch kaum einen Zeitgewinn. Das zeigt eine Beispielrechnung des Tüv Süd: Wer mit 100 km/h durch eine zehn Kilometer lange Baustelle mit 80-km/h-Tempolimit fährt, ist nur 90 Sekunden schneller als Fahrer, die sich an die Begrenzung halten. Dafür riskieren die Temposünder nicht nur ein Blitzerfoto. Auch die Unfallgefahr steigt.

2. Abstand halten: Das gilt besonders in den Kurven, die in die Baustelle hinein- und hinausführen und ein Nadelöhr sind. Lastwagen und Busse können hier ausschwenken. Auf der linken Spur sollten Fahrer dann nicht überholen, sondern etwas Platz lassen.

3. Sicher überholen: Auf den schmalen Baustellen-Fahrspuren geht es beim Überholen häufig eng zu. Wer sich unsicher fühlt, fährt lieber auf der rechten Spur, bis die Baustelle passiert ist.

4. Kein Risiko: Meist haben Baustellen keinen Standstreifen. Wer es bei einer Panne nicht mehr zu einer Nothaltebucht schafft, schaltet zunächst die Warnblinkanlage ein, reduziert das Tempo und stellt das Auto rechts am Fahrbahnrand ab. Dann heißt es: Warnweste anziehen, über die Beifahrertür aussteigen und hinter die Fahrbahnabsperrung klettern. Dort sollte man wegen der Unfallgefahr auch die Polizei alarmieren. Anschließend wird das Warndreieck aufgestellt. Auf dem Weg zu dessen Stelle kann man andere Fahrer mit Handzeichen warnen.

Mitteilung Tüv Süd

Nervig: Diese Autofahrertypen kennt jeder

1. "Drängler": Drängeln ist besonders gefährlich. Längst beschränkt sich dieses Phänomen nicht mehr nur auf Autobahnen. Das Betätigen der Lichthupe beim Überholvorgang ist jedoch nicht immer gleich eine Nötigung.
1. "Drängler": Drängeln ist besonders gefährlich. Längst beschränkt sich dieses Phänomen nicht mehr nur auf Autobahnen. Das Betätigen der Lichthupe beim Überholvorgang ist jedoch nicht immer gleich eine Nötigung.  © dpa
2. "Chronischer Mitte-Fahrer": Auf deutschen Autobahnen gilt das Rechtsfahrgebot. Doch so mancher Autofahrer scheint sich nur in der Mitte wirklich wohl zu fühlen. Das ist dann besonders nervig, wenn er mit Tempo 100 auf der Mittelspur vor sich hin trödelt. Rechts überholen sollte man aber dennoch nicht.
2. "Chronischer Mitte-Fahrer": Auf deutschen Autobahnen gilt das Rechtsfahrgebot. Doch so mancher Autofahrer scheint sich nur in der Mitte wirklich wohl zu fühlen. Das ist dann besonders nervig, wenn er mit Tempo 100 auf der Mittelspur vor sich hin trödelt. Rechts überholen sollte man aber dennoch nicht. © Pixabay
3. "Parkplatz-Blockierer": Die Parkplatzsuche kann Autofahrer schnell wahnsinnig machen, besonders wenn viel los und wenig Platz vorhanden ist. Manche Autofahrer nehmen leider wenig Rücksicht und beanspruchen gleich mehrere Stellplätze für sich.
3. "Parkplatz-Blockierer": Die Parkplatzsuche kann Autofahrer schnell wahnsinnig machen, besonders wenn viel los und wenig Platz vorhanden ist. Manche Autofahrer nehmen leider wenig Rücksicht und beanspruchen gleich mehrere Stellplätze für sich. Deshalb braucht es Hinweise wie diesen. © picture alliance / dpa
4. "Blinkmuffel": Besonders auf der Autobahn können blinkfaule Autofahrer für große Gefahr sorgen. Nämlich etwa dann, wenn sie ohne Ankündigung einfach auf die Überholspur ausscheren. Deshalb gehört Blinken zum Abbiegevorgang dazu.  
4. "Blinkmuffel": Besonders auf der Autobahn können blinkfaule Autofahrer für große Gefahr sorgen. Nämlich etwa dann, wenn sie ohne Ankündigung einfach auf die Überholspur ausscheren. Deshalb gehört Blinken zum Abbiegevorgang dazu.   © dpa
5. "Blinkmuffel, die Zweite": Auch im Kreisverkehr sollten Sie ihr Abbiegeverhalten mit dem Blinker ankündigen. Leider verzichten auch hier manche Verkehrsteilnehmer auf den Einsatz des Blinkhebels und riskieren Unfälle.
5. "Blinkmuffel, die Zweite": Auch im Kreisverkehr sollten Sie ihr Abbiegeverhalten mit dem Blinker ankündigen. Leider verzichten auch hier manche Verkehrsteilnehmer auf den Einsatz des Blinkhebels und riskieren Unfälle. © dpa
6. "Lichtverweigerer": Bei vielen modernen Autos springt die Lichtanlage ohnehin automatisch an. Manch ein Autofahrer ist aber trotz verstärkter Warnhinweise noch immer lieber ohne Licht unterwegs. Dies birgt enorme Gefahren.  
6. "Lichtverweigerer": Bei vielen modernen Autos springt die Lichtanlage ohnehin automatisch an. Manch ein Autofahrer ist aber trotz verstärkter Warnhinweise noch immer lieber ohne Licht unterwegs. Dies birgt enorme Gefahren.   © dpa
7. "Einfädel-Anfänger": Richtig Einfädeln will gelernt sein, denkt sich sicher so mancher Autofahrer. Denn das Reißverschlussprinzip scheinen noch nicht alle begriffen zu haben. Dabei vermeidet das richtige Einfädeln Staus und stockenden Verkehr.
7. "Einfädel-Anfänger": Richtig Einfädeln will gelernt sein, denkt sich sicher so mancher Autofahrer. Denn das Reißverschlussprinzip scheinen noch nicht alle begriffen zu haben. Dabei vermeidet das richtige Einfädeln Staus und stockenden Verkehr. © dpa
8. "Verkehrszeichen/-regeln-Ignorierer": Ob es nun das Handy am Steuer oder das Ignorieren von "Wenden Verboten"-Schildern ist. Für viele Verkehrsteilnehmer scheinen Ausnahmeregeln zu gelten.
8. "Verkehrszeichen/-regeln-Ignorierer": Ob es nun das Handy am Steuer oder das Ignorieren von "Wenden Verboten"-Schildern ist. Für viele Verkehrsteilnehmer scheinen Ausnahmeregeln zu gelten.    © dpa
9. "LKW-Rennfahrer": Diese Situation ereignet sich auf Autobahnen häufig. Irgendwie ist es fast verständlich, wollen doch auch LKW-Fahrer nicht stundenlang den gleichen LKW vor sich fahren sehen. Doch eigentlich entschuldigt nichts diese unsinnigen "Elefantenrennen". Auch nicht Zeitdruck.
9. "LKW-Rennfahrer": Diese Situation ereignet sich auf Autobahnen häufig. Irgendwie ist es fast verständlich, wollen doch auch LKW-Fahrer nicht stundenlang den gleichen LKW vor sich fahren sehen. Doch eigentlich entschuldigt nichts diese unsinnigen "Elefantenrennen". Auch nicht Zeitdruck. © picture alliance / dpa

dpa/tmn

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