Komfortabel und praktisch

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Ordnung ist das halbe Leben. Auch beim Autofahren. Skoda hat dem Octavia mit Stufenheck in der dritten Generation jetzt so viel Platz mit schlauen Packagelösungen verpasst, dass man eigentlich gar nicht mehr auf den für Mai angekündigten Kombi warten muss.

Hinter der großen Heckklappe gibt es in dem riesigen Kofferraum 590 Liter Stauraum für unser Sammelsurium von großen und kleinen Gepäckstücken, die wir zwischen diversen Stützen einklemmen können. Ein Netz mit Haken und Verzurrösen wird für zusätzlichen Halt sorgen, den wir bei den in Aussicht gestellten Kurvenfahrten sicherlich noch gebrauchen können.

Zum praktische Inneren passt die betont sachliche Optik des neuen Autos. „Der Octavia braucht keinen Schnickschnack“, erklärt Chefdesigner Jozef Kaban die klaren Linien der Limousine, „es sind harmonische Proportionen, die das Auto ausmachen, keine überladenen Dekorationen“. Da hat er recht und wir steigen ein. Die Türen fallen satt ins Schloss. Volkswagen eben. Der Eindruck von solider Qualität bestätigt sich bei den Materialien. Klar, Plastik ist hier schon dem Preis geschuldet. Immerhin kostet dieses Auto in der Grundausstattung auch nur 15 990 Euro. Dafür fühlt sich Plastik hier recht sympathisch an und riecht auch so. Die Sitze sind gut gepolstert. Wie auf den Polstern findet sich auch für Kopf, Ellenbogen und Knie großzügiger Platz, eine kurze Sitzprobe hinten belegt: auch in der zweiten Reihe kann man nicht meckern. Eine kleine Irritation zu Beginn der Fahrt: Der Startknopf ist nicht auf dem Armaturenbrett oder auf der Mittelkonsole, sondern an der Lenksäule, da, wo man eigentlich den Schlüssel reinsteckt.

Die Instrumente sind klar gegliedert, die Schalter logisch platziert. Für den großen Durst beim Familienausflug gibt es für bis zu acht Flaschen die entsprechenden Halterungen. Heute reichen die kleinen Halbliterflaschen zwischen uns beiden. Das Navi weist uns über den – nicht serienmäßigen – acht Zoll großen Bildschirm den Weg ins Hinterland der portugiesischen Küste. Unser 2,0 Liter Diesel mit 150 PS hält den Fronttriebler flott in Fahrt und bleibt dabei angenehm ruhig. Erst bei höheren Drehzahlen jenseits von 3000 Umdrehungen meldet er sich dann doch zu Wort. Das Doppelkupplungsgetriebe nimmt mir heute mal die Arbeit des Schaltens ab, ab Werk gibt es ein manuelles Sechsganggetriebe. Nur bei einigen zu holprigen Dorfdurchfahrten vermochte das Fahrwerk nicht alle Grobheiten wegzubügeln, doch im Großen und Ganzen erweist sich auch dieser Octavia als sehr komfortabel und kultiviert.

Die Lenkung gibt genügend Rückmeldung, ist aber nicht sehr direkt. Das passt aber ganz gut, denn den Anspruch von Sportlichkeit erhebt dieses Auto überhaupt nicht. Einfach praktisch ist auch eine gute Eigenschaft.

Von Solveig Grewe

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