Sportlicher Fünftürer japanischer Extraklasse

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Sportlich-schick: Die lange Motorhaube und die relativ weit nach hinten gesetzte Fahrgastzelle mit ihrem nach oben zulaufendem Fensterband und das sehr schmale Heckfenster verleihen dem Fünftürer eine sehr sportliche Silhouette.

Mazda ist zuversichtlich: etwa 14 000 Stück seines 3ers will der japanische Hersteller in Deutschland absetzen. Mazda zieht diese Zuversicht aus dem Markterfolg des CX-5 und des 6ers.

Der 3er ist das dritte Modell mit den Effizienzbausteinen, die die Japaner unter dem Begriff Skyactiv bündeln, zum anderen setzt die erfolgreichste Modellreihe der Marke in einigen Punkten Bestwerte im Segment.

Das Design des Mazda3 orientiert sich klar am größeren 6er. Da sind der große Kühlergrill mit der sich von unten bis hoch in die Scheinwerferpartie schwingenden Chromspange sowie die charakteristischen Karosseriebögen, die in ihrer Linienführung ein wenig an die ausgestellten Kotflügel klassischer Fahrzeuge erinnern. Die lange Motorhaube und die relativ weit nach hinten gesetzte Fahrgastzelle mit ihrem nach oben zulaufendem Fensterband und das sehr schmale Heckfenster verleihen dem Fünftürer eine sehr sportliche Silhouette.

Viel Platz von Kopf bis Fuß

Der Luftwiderstandsbeiwert ist mit 0,275 sehr lobenswert (und bei der Limousine noch besser). Bei Radstand (sechs Zentimeter) und Breite (vier Zentimeter) hat der Mazda bei gleicher Länge gegenüber dem Vorgänger zugelegt, in der Höhe (1,5 Zentimeter) nachgegeben. Das schafft im Innenraum viel Platz, ohne dass es zu Lasten der Kopffreiheit geht. Mazda nennt für die Schulterfreiheit vorne und für den Fußraum im Fond die besten Maße in der Kompaktklasse. Gewonnen hat auch der Kofferraum mit nun 364 Litern Volumen, und was noch wichtiger ist, mit jetzt ebener Ladefläche.

Vorne finden Fahrer und Beifahrer sehr körperbetonte Sitze vor, die das Gewicht gleichmäßig verteilen sollen und vor allem exzellenten Seitenhalt bieten. Die Rückbank könnte etwas mehr Schenkelauflage bieten, schafft durch ihre Position aber erfreulich viel Kopffreiheit. Trotz der schmal zulaufenden Seitenfenster fühlen sich Fondpassagiere nicht eingeengt, es mangelt ihnen aber etwas an Ablagemöglichkeiten.

Sichere Bedienbarkeit

Bei der Gestaltung des Cockpits haben die Ingenieure ansonsten aber viel Wert darauf gelegt, die Bedienbarkeit des Mazda3 so auszulegen, dass der Fahrer möglichst wenig abgelenkt wird. So wird die Anzeigetafel vom klassischen Rundinstrument für die Geschwindigkeit dominiert. Seitlich davon finden sich zwei längliche Displays für die Drehzahl- und Ganganzeige (links) sowie die Tank- und Verbrauchsanzeige (rechts).

Wichtigste Neuerung ist das hoch angebrachte 7-Zoll-Display in der Mitte für die Infotainmentfunktionen. Gesteuert werden sie entweder per Sprache, Touchscreen oder über einen Dreh- und Drückknopf in der Mittelkonsole, durch den die Handbremse ganz in Sportwagenmanier näher zum Fahrer rückt.

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In der Topausstattung Sports Line übernimmt der Drehzahlmesser den Platz des Tachos mit einer kleineren Digitalanzeige für die Geschwindigkeit. Alternativ lässt sich das Tempo auch auf dem hier serienmäßigen Head-up-Display anzeigen, das für bis zu drei verschiedene Informationen ausgelegt ist. Schade nur, dass sich die Höhenverstellung und sonstige Konfiguration der gut ablesbaren Scheibe im Infotainmentmenü versteckt.

Auch beim 3er setzt Mazda seine Skyactiv-Motoren ein, mit denen die Marke einen anderen Weg geht als das vielfach propagierte Downsizing. Auf einen Turbo wird bis auf den Diesel verzichtet. Dazu kommt mit jeweils 14:1 das weltweit höchste (Benziner) beziehungsweise niedrigste (Diesel) Verdichtungsverhältnis im Serienbau. Angeboten werden ein Zweiliter mit 88 kW / 120 PS und 121 kW / 165 PS sowie ein 2,2-Liter-Selbstzünder mit 110 kW / 150 PS. Mit 5,1 und 5,2 Litern bzw. 3,9 Litern pro 100 Kilometer im Normzyklus sind alle drei sehr sparsam. Neu im Skyactiv-Motorenportfolio ist der 1,5-Liter-Benziner mit 74 kW / 100 PS und 5,0 l/100km.

Exzellente Lenkung

Über einen kleineren Einstiegsdiesel ist derzeit noch nicht entschieden. So soll vor allem der mittlere Benziner Skyactiv-G 120 mit zwei Dritteln das Rennen machen. Und er hat das Zeug dazu. 88 kW / 120 PS klingen in der heutigen Hochrüstungszeit wenig beeindruckend, doch die stimmige Kombination mit den übrigen Fahrzeugkomponenten überzeugt in dieser Konfiguration. Das Aggregat mit seinen 210 Newtonmetern ist auf viel Drehmoment im unteren und mittleren Bereich ausgelegt. Schon bei eher dieseltypischen Drehzahlen deutlich unterhalb 2000 Touren empfiehlt die Ganganzeige den Wechsel.

Dazu gesellen sich die butterweiche und exakt geführte Schaltung mit kurzen Wegen sowie die exzellent arbeitende Lenkung mit rascher Reaktion, perfekter Zielgenauigkeit und hervorragender Rückmeldung.

Das recht komfortabel abgestimmte Skyactiv-Fahrwerk zeigt erstaunlich wenig Seitenneigung. Es dürfte also kein Zufall gewesen sein, dass sich Mazda für die Präsentation des neuen Modells das bergige Hinterland von Barcelona ausgewählt hat. Dort überzeugte der 3er mit ungewöhnlich großer Portion Fahragilität. Noch einen ganzen Schritt sportlicher meisterte der 45 PS stärkere Motor bei gleichem Maximaldrehmoment die schmalen Serpentinen und forderte förmlich zu einer höchst dynamischen Fahrweise heraus. Das Chassis zeigte sich dabei besonders gutmütig und reagierte stets beruhigend berechenbar. (ampnet/jri)

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