Nur ein Hauch von Luxus

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Im Gelände getestet: der SsangYong Korando.

Die Frage, wie viele Klafter Holz aus einem nordhessischen Wald in ein koreanisches Auto - nämlich den Ssangyong Korando -passen, bleibt unbeantwortet.

Erstens wirkt der SsangYong Korando mit seinem von einem italienischen Designer geschneiderten Blechkleid nicht gerade wie ein Waldarbeiter, obwohl er nach seiner Überarbeitung mit dem mächtigen neuen schwarzen Kühlergrill und den markanten Scheinwerfern muskulöser scheint. Zweitens warten hinter der Heckklappe des SUV großzügige, aber nicht unbedingt den Rahmen sprengende 486 bis 1312 Liter Laderaum. Drittens lädt man in saubere und wohl riechende Testwagen nicht einfach Holz.

Auf den weichen Sitzen mit wenig Seitenhalt haben wir einen erhöhten Blick nach vorne. Die neuen Softtouch-Materialien fühlen sich angenehm an und die Einsätze aus mattem Holzimitat verbreiten einen Hauch von Luxus. Die Instrumente sind übersichtlich angeordnet und leicht zu bedienen. Als es darum geht, den engen und unübersichtlichen Waldweg rückwärts wieder in Richtung Asphalt zu fahren, hätte eine Rückfahrkamera gute Dienste getan.

Bildergalerie

Ssang Yong Korando 2WD - Koreaner auf Abwegen

Doch mit Assistenten ist es in dem 4,41 Meter langen Korando nicht weit her. Das ist dem Preis geschuldet. Die frontgetriebene Variante des 149 PS starken Diesel kostet jetzt 2500 Euro weniger als bisher, damit liegt der Einstiegspreis mit 19 990 Euro auf dem selben Level wie für den gleich- starken Benziner. Ab Werk sind immer ESP, aktive Kopfstützen auf den Vordersitzen, sechs Airbags, einer Reifendruckanzeige und ein Berganfahrassistenzen dabei. Je nach Ausstattungslinie packen die Koreaner unter anderem Klimaanlage, Tempomat, Ledersitze und ein beheizbares Lenkrad dazu. Einen Totwinkel- oder Spurhalteassistenten gibt es nicht – auf der Suche nach dem rechten Weg hilft ein mobiles Navi.

Schwerfällig auf dem Land

Schnell bringt uns der leistungsstärkere Zweiliter Diesel mit 175 PS auch ohne seine Allradunterstützung wieder zurück in die Zivilisation. In der Kombination mit der Sechsstufen-Wandler-Automatik wirkt der Korando dann auf der Landstraße eher schwerfällig. Da gefiel uns der kleine Diesel mit seinen durchzugsstarken 149 PS und dem manuellen, gut zu schaltenden Sechsganggetriebe schon besser.

Die Gänge sind weit gespreizt und sorgen für eine ordentliche Beschleunigung auch im niedrigen Drehzahlbereich. Wer sich nicht auf die klangvolle Untermalung des Motors verlassen will, kann der neuen Anzeige vertrauen, die den optimalen Schaltzeitpunkt signalisiert. Das soll den Verbrauch optimieren. Bei unsere kurze Testfahrt zeigte sich der Korando mit etwas über sechs Litern angenehm zurückhaltend.

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