Ein seltener SUV

SsangYong Tivoli Quartz im Alltagstest – es geht auch günstig

Roter SsangYong Tivoli auf Landstraße
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Der SsangYong Tivoli will es mit den Kompakt-SUVs der europäischen Hersteller aufnehmen.

Kein Statussymbol, aber preiswert: Ist der SsangYong Tivoli als Kompakt-SUV brauchbar? Wir haben ihn einem Alltagstest unterzogen.

  • Der südkoreanische Kompakt-SUV SsangYong Tivoli überzeugt nicht gerade bei Komfort und Ausstattung.
  • Dafür ist der Preis des Autos eine Überlegung wert.
  • So hat sich der SsangYong Tivoli Quartz im Test geschlagen.

San was? Wer mit einem Auto der koreanischen Marke SsangYong unterwegs ist, muss immer wieder Aufklärungsarbeit leisten, so selten sieht man ein Modell dieses Herstellers auf unseren Straßen. Wesentlich leichter über die Lippen geht der Name des Kompakt-SUV Tivoli, mit dem wir unterwegs waren.

SsangYong Tivoli: Er mag die gemütliche Gangart

Der neue 1,2-Liter Turbobenziner mit 128 PS ergänzt das Motorenangebot nach unten. Mit etwas Drehzahlen – also ab gut 2.000 U/min – kommt der 1.369 Kilogramm schwere SsangYong Tivoli auf Trab und lässt sich dann auch durchaus zügig bewegen. Die gemütlichere Gangart taugt ihm aber eindeutig besser.

Ein Platzwunder ist das 4,22 Meter lang SUV naturgemäß nicht, aber vier Passagiere sitzen bequem und der Gepäckraum (dank Fächer im Boden recht flexibel) fasst ab 423 Liter. Umgeklappt ergibt sich eine fast ebene Ladefläche und 1115 Liter Gepäckvolumen.

Was man über den SsangYong Tivoli wissen muss: Beim Auto Stop an der Ampel geht auch die Klimaanlage aus.

Der rote SsangYong Tivoli ist ein Auto für gemütlichen Fahrstil.

Funktionaler Innenraum im SsangYong Tivoli

Dass im Cockpit des SsangYong Tivoli viel Plastik verbaut ist und das Innere weniger eine heimelige, sondern eine eher steife Anmutung hat, überrascht nicht wirklich. Immerhin: Es gibt viele Ablagen. Zu viel gespart wurde an etlichen Schaltern, deren Funktion wegen der spiegelnden Oberfläche kaum zu erkennen ist.

Richtig nervig ist das laute Ticktack des Blinkers. Auch an verschiedene weitere Geräusche, die von den Assistenzsystemen kommen oder an Vergessenes erinnern, muss man sich sehr gewöhnen. Und der Tacho geht vor.

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SsangYong Tivoli: Der Preis ist heiß

Trotz eher ruhiger Gangart kamen wir letztlich auf einen Verbrauch* von 7,4 Litern auf 100 Kilometer – das ist kein Spitzenwert, aber akzeptabel. Dafür punktet das SsangYong-SUV beim Preis: 20.460 Euro kostet unser Testwagen in der Ausstattungsvariante SsangYong Tivoli „Quartz“, der neben einer Menge an Assistenzsystemen unter anderem auch Sitzheizung, ein 9,2-Zoll-Navi, Rückfahrkamera, Berganfahrassisten sowie Bergabfahrhilfe an Bord hatte. Aktuell ist der Tivoli als Basisversion noch bis Ende September ab 13.990 Euro erhältlich.

Der SsangYong Tivoli ist kein Statussymbol

Es geht günstig. Das zeigt SsangYong mit dem Tivoli. Wer kein vierrädriges Statussymbol braucht, kann damit glücklich werden. Dass dafür an anmutigen Materialien gespart wurde, muss man wissen. Außerdem ist man in einem sehr exotischen Fahrzeug unterwegs und sollte den Markennamen unfallfrei aussprechen können. (Volker Pfau) *tz.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerkes.

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