260 Euro

Staat fördert Rußpartikelfilter für Dieselautos 

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Dieselfahrzeuge ohne Partikelfilter stehen am Pranger.

Dieselautos ohne Rußfilterfilter dürfen oft nicht in viele Innenstädten einfahren. Wer den Filter in diesem Jahr einbauen lässt, bekommt vom Staat 260 Euro dazu.

Auch 2015 erhalten Autofahrer vom Staat einen Zuschuss, wenn sie ihr älteres Diesel-Fahrzeug mit einem Rußpartikelfilter nachrüsten. Ab diesem Sonntag können Interessierte auf der Internetseite des Bundesamts für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (Bafa) einen Antrag stellen.

Was wird gefördert?

Beim nachträglichen Einbau von Rußpartikelfiltern in ältere Diesel-Fahrzeuge ohne solche Anlage gibt es vom Staat 260 Euro Zuschuss. Allerdings können nur Halter von Diesel-Pkw die Förderung beantragen, deren Fahrzeug erstmalig vor dem 1. Januar 2007 zugelassen wurde. Halter von leichten Nutzfahrzeugen bis 3,5 Tonnen - wie etwa Transporter - können den Zuschuss beantragen, wenn ihr Fahrzeug erstmalig vor dem 17. Dezember 2009 zugelassen wurde. Die Förderung gibt es neben Autos und leichten Nutzfahrzeugen auch für Wohnmobile.

Was kostet ein Rußpartikelfilter?

Filter zum Nachrüsten gibt es ab etwa 600 Euro. Dazu kommen die Einbaukosten. Wer die Förderung bekommt, zahlt im besten Fall also 340 Euro plus Werkstatt.

Welche Vorteile haben Diesel-Fahrer durch die Nachrüstung?

Die Filter verringern den Schadstoff-Ausstoß. Dieselfahrer können damit in Städten mit Umweltzonen fahren. Zudem steigt der Wiederverkaufswert nachgerüsteter Fahrzeuge.

Wie läuft das Antragsverfahren?

Die Antragstellung läuft ausschließlich über ein Formular auf der Internetseite des Bafa. Das Formular muss nach dem Ausfüllen ausgedruckt und per Post unterschrieben an das Amt geschickt werden - inklusive einer Kopie des Fahrzeugscheins. In dem Fahrzeugschein muss bereits der Einbau des Filters vermerkt sein. Das erledigt die zuständige Zulassungsbehörde bei Vorlage einer entsprechenden Bescheinigung der Werkstatt.

Wie viel Geld stellt der Staat für die Förderung zur Verfügung?

Der Topf umfasst 30 Millionen Euro. Die Mittel reichen also für rund 115.000 Nachrüstungen. Ist das Geld aufgebraucht, gibt es keine Förderung mehr. Wer also auf Nummer sicher gehen will, dass er den Zuschuss vom Staat bekommt, sollte zügig einen Antrag stellen.

Antragsformular

Das Antragsformular für den Zuschuss wird auf die Internetseite des Bundesamtes für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle gestellt: www.bafa.de/bafa/de/weitere_aufgaben/pmsf/index.html

Klimakiller? Was es aus dem Auspuff bläst 

Klimakiller? Was aus dem Auspuff bläst
Autos stoßen bei laufendem Motor giftige und klimaschädliche Stoffe aus. Deshalb hat der Gesetzgeber Grenzwerte für Kohlenmonoxid (CO), Stickoxide (NOX), Kohlenwasserstoffe (HC) und Rußpartikel (PM) festgelegt. © dpa
Klimakiller? Was aus dem Auspuff bläst
Ab September 2009 müssen Hersteller bei der Entwicklung neuer Autos die Abgasnorm Euro 5 einhalten. Seit Januar 2011 müssen auch alle neu zugelassenen Wagen Euro 5 erfüllen. © dpa
Klimakiller? Was aus dem Auspuff bläst
Konkret heißt das: Benziner dürfen zum Beispiel maximal 1 Gramm CO (Kohlenstoffmonoxid) pro Kilometer ausstoßen, Diesel nur die Hälfte. Der Grenzwert für Rußpartikel beim Diesel liegt bei 5 Milligramm je Kilometer. Übrigens, die Euro-4-Norm hatte noch das Fünffache 25 Milligramm zugelassen. © dpa
Klimakiller? Was aus dem Auspuff bläst
Anfang September 2011 wurde als Zwischenschritt die Rußmenge, die ein Auto ausstoßen darf, weiter reduziert - auf 4,5 Milligramm. © dpa
Klimakiller? Was aus dem Auspuff bläst
Ab September 2014 müssen alle neu zugelassenen Autos Euro 6 erfüllen. Diese Norm betrifft laut dem TÜV Nord in erster Linie Diesel: Der Grenzwert für Stickoxide, die neue Fahrzeugtypen mit Selbstzündern ausstoßen dürfen, wird auf weniger als die Hälfte des derzeitig gültigen Werts gesenkt - nämlich von 180 Milligramm pro Kilometer (Euro 5) auf 80 Milligramm (Euro 6). © dpa
Klimakiller? Was aus dem Auspuff bläst
Kohlenmonoxid (CO): Kohlenmonoxid ist ein Gas, das schon in geringen Mengen sehr giftig ist. Es entsteht bei der Verbrennung von kohlenstoffhaltigen Verbindungen, wenn nicht genügend Sauerstoff vorhanden ist. Die meisten Abgase entstehen im Leerlauf, also wenn ein Auto an einer Ampel wartet. Während des Fahrens wird hingegen wieder genügend Sauerstoff zugeführt und die CO-Konzentration sinkt wieder. © dpa
Stickoxide (NOX): Die Partikel sind u.a. schädlich für das Ozon. Stickoxid ist ein Sammelbegriff für Verbindungen aus Stickstoff und Sauerstoff, die besonders bei hohen Brennraumtemperaturen und -drücken im Motor entstehen. NOX war der Hauptgrund für die Erfindung des Katalysators. © dpa
Klimakiller? Was aus dem Auspuff bläst
Kohlenwasserstoffe (HC): In den Autoabgasen befinden sich neben den Verbrennungsprodukten unverbrannte Bestandteile des Benzins, wie das krebserregende Benzol, ein sogenannter "Kohlenwasserstoff". © dpa
Klimakiller? Was aus dem Auspuff bläst
Rußpartikel (PM) gelangen vor allem aus den Auspuffrohren von Dieselmotoren. Durch die Einführung der sogenannten Feinstaubverordnung wird die Kennzeichnung von Kraftfahrzeugen nach der Höhe ihrer Partikelemission bundesweit einheitlich geregelt. © dpa
Auspuff Auto Schadstoffe
Übrigens ist während der morgendlichen Rush-hour zwischen sieben und acht Uhr der Kohlenmonoxidgehalt der Luft am höchsten. Autofahrer auf stark frequentierten Pendler-Routen atmen mehr Kohlenmonoxid, Benzol und Dieselruß ein als etwa ein erwachsener Fußgänger. © dpa
Die Konzentration der Schadstoffe ist nämlich im Auto um ein mehrfaches höher als auf dem Fußgängerweg. Sie gelangen durch die Lüftung in das Wageninnere, im Stau werden von der Klimaanlage sogar die Abgase des eigenen Autos angesaugt. © dpa

AFP

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