Stiftung Warentest und ADAC

Drei teure Auto-Kindersitze versagen im Test 

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Drei teure Kindersitze fallen beim gemeinsamen Test von Stiftung Warentest und ADAC durch. 

Teure Auto-Kindersitze sind laut Stiftung Warentest nicht zwangsläufig sicher. Bei einem aktuellen Test von 16 neuen Modellen sind drei Produkte durchgefallen.

Der Preis ist nach Ansicht der Tester kein Hinweis auf einen guten Kindersitz. Im aktuellen Kindersitz-Test hätten die Produkte von Recaro Optia, Nuna Rebl und Diono Radian 5 versagt. 

„Aufgrund dramatischer Sicherheitsprobleme" lautete das Urteil „mangelhaft“, wie es in der November-Ausgabe der Zeitschrift "test" heißt.

Beim Frontalcrash löste sich beim Recaro Optia (Preis: 370 Euro) die Sitzschale von der Isofixbasis. In hohem Bogen flog er nach vorn und wäre in einem Auto samt Kind gegen den Vordersitz oder die Windschutzscheibe geflogen. Der Hersteller Recaro hat bereits eine Umtauschaktion eingeleitet, berichtet der ADAC. 

Beim Modell Rebl von Nuna (Preis: 550 Euro) brach beim Frontalaufprall der Metallrahmen unter der Sitzschale.

Der Diono Radian 5 (Preis: 395) fällt aufgrund einer mangelhaften Bewertung in der Kategorie „Bedienung“ durch. Die Gurte seien zu lose und ermöglichten damit kein sicheres Anschnallen von Kindern.

Ein guter Kindersitz muss nicht teuer sein  

Auto-Kindersitze im Test 2016.

Die Stiftung Warentest bezeichnete die drei mangelhaften Sitze als "Totalausfälle". Drei andere Modelle zwischen 49 und 80 Euro erhielten dagegen das Testurteil "gut", wie die "test" weiter berichtet. "So günstige gute Sitze fand die Stiftung Warentest seit Jahren nicht." Es gebe aber auch "noch deutlich bessere", die je nach Größengruppe zwischen 100 und 500 Euro kosten.

Die besten Sitze im Test: Das ADAC-Urteil „gut“ (1,7) holte sich der

  • Cybex Aton Q i-Size für Neugeborene bis ca. einem Jahr – jeweils mit und ohne der Isofixbasis Cybex Base Q i-Size. 
  • Ebenso gut ist auch ein Produkt ohne i-Size-Standard, der Kiddy Phoenixfix 3 für Kinder von ca. einem bis vier Jahre.

Die Stiftung Warentest prüft gemeinsam mit dem ADAC zwei Mal im Jahr Kindersitze auf Sicherheit, Handhabung, Ergonomie und Schadstoffe. Mit den Ergebnissen des jüngsten Tests aktualisiert sie ihre im Internet verfügbare Datenbank zu Kindersitzen. Sie umfasst inzwischen 366 Modelle, die noch im Handel sind. Der Zugriff auf die Datenbank ist kostenpflichtig.

Kindersitz-Test 2016: Die Gewinner und Verlierer

Kindersitz-Test 2016: Die Gewinner und Verlierer
Recaro Optia Testurteil „mangelhaft“. Das Produkt versagte beim Frontcrash. Beim Optia löste sich die Sitzschale von der Isofixbasis. Der Hersteller Recaro hat bereits eine Umtauschaktion eingeleitet. © ADAC
Kindersitz-Test 2016: Die Gewinner und Verlierer
Nuna Rebl Testurteil „mangelhaft“. Beim Modell Rebl von Nuna brach beim Frontalaufprall der Metallrahmen unter der Sitzschale. © ADAC
Kindersitz-Test 2016: Die Gewinner und Verlierer
Diono Radian 5 Testurteil „mangelhaft“. Der Diono Radian 5 fällt aufgrund einer mangelhaften Bewertung in der Kategorie „Bedienung“ durch. Je nach Gewicht des Kindes und der Einbauart müssen bei diesem Sitz verschiedene Umbauten mit losen Teilen vorgenommen werden. Die Gefahr der Fehlbedienung ist groß. Auch negativ: Der Hosenträgergurt für größere Kinder lässt sich bei diesem Modell selbst unter erhöhtem Kraftaufwand nicht spannen. © ADAC
Kindersitz-Test 2016: Die Gewinner und Verlierer
Cybex Aton Q i-Size Testurteil „gut“ (1,7). © ADAC
Kindersitz-Test 2016: Die Gewinner und Verlierer
Cybex Aton Q i-Size/ Base Q i-Size Testurteil „gut“ (1,7). © ADAC
Kindersitz-Test 2016: Die Gewinner und Verlierer
Kiddy Phoenixfix 3 Testurteil „gut“ (1,7). © ADAC
Kindersitz-Test 2016: Die Gewinner und Verlierer
 © ADAC

AFP/ml

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