Mit Strom geht’s flott voran

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Verständnisvoll: Zwei Wachtmeister beobachten in der Frankfurter Fußgängerzone das Aufladen des Mitsubishi i-MIEV an einer Solar-Ladestation.

Wie sieht die Zukunft des Autofahrens aus? Unter anderem elektrisch. Wenige Modelle sind bereits käuflich, einige kommen bald, in den nächsten Jahren geht’s dann richtig zur Sache.

Das wichtigste: Der Fahrspaß wird mit Elektromobilen nicht verloren gehen, wie unsere Testfahrten mit Mini E, Tesla Roadster Sport 2.5 oder Mitsubishi i-MiEV gezeigt haben. Allerdings bleiben vorerst noch einige Fragen offen: Wo kommt der Strom künftig her, wie umweltfreundlich und erschwinglich lassen sich Akkus produzieren, wie schnell bekommt man Ladezeiten und Reichweiten praxisgerecht in den Griff?

Diese Elektroautos gibt's schon

Elektroautos Elektrofahrzeuge E-Autos
Alles Elektro? Auch Sportwagenfans können mit Watt und Volt ihre Musklen spielen lassen. Doch ohne Motorsound - der Tesla-Roadster fährt elektrisch. © Hersteller
Tesla Elektroautos Elektrofahrzeuge E-Autos
Nach drei Stunden Ladezeit bringt der Motor 215 kW (290 PS). In fast 4 Sekunden ist der Tesla Roadster von Null auf 100. © Hersteller
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Maximale Reichweite: 350 Kilometer. © Hersteller
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Der kompakte Sportwagen hat seinen Preis: Der einfache Roadster kostet 99 960 Euro und der Roadster Sport ist für 117 810 Euro zu haben. © Hersteller
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Exotisch: Seit den 90er Jahren ist der CityEL auf den Straßen unterwegs. Für Kurzstrecken beschleunigt das Gefährt bis zu 63 km/h. Je nach Tempo beträgt die Reichweite 60 bis 120 Kilometer. Preis cirka ab 10.000 Euro. © Hersteller
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Das Elektro-Auto aus Sachsen: Der voll-elektrische Citysax findet ab 34.000 Euro seinen Besitzer. Wer im Schnitt bei Tempo 50 bleibt, kommt fast 120 Kilometer weit. © Hersteller
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Den hohen Einstiegspreis erklärt der Hersteller mit den Kosten der Einzelkomponenten. © Hersteller
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Think Global verkauft in Norwegen, Niederlande und in Österreich. Das Modell Think City ist ab 44 400 Euro zu haben. Auch mit Faltdach (1057 Euro) fährt das Modell bis zu Tempo 100. Reichweite 160 Kilometer. © Hersteller
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Das Geländestrommobil: Der mit einem DirektDrive Elektromotor ausgestattete neue LUIS 4U hat seine Wurzeln in China. Ist aber schon bei Ahrensburger Firma Luis zu haben. © Hersteller
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Die leistungsstarken Lithium-Eisen-Phosphat-Akkus ermöglichen eine Reichweite von über 200 km. Die Basisversion kostet ab 12.000 Euro. © Hersteller
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REVA Electric Car Company baut das Stadtwägelchen Reva i. Das in Indien gebaute Modell hat zwei Sitze. Fährt Spitze Tempo 75. Der Basispreis liegt bei 17 999 Euro. © Hersteller
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Der Reva NXR bietet Platz für vier Personen. Für den Hersteller eine echte Alternative zum Zweitwagen. Das E-Mobil fährt Höchstgeschwindigkeit 104 km/h. Länge: 3,20 Meter, Breite 1,56 Meter. Reichweite mit Lithium Batterie 160 km (Preis 17.000 Euro) © Hersteller
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Der fesche Italiener: Tazzari ZERO fährt Tempo 100. Preis ab 23 990 Euro © Hersteller
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Peugeot iOn kann für 500 Euro pro Monat beim Hersteller geleast werden. Das Elektro-Auto mit vier Plätzen hat eine Reichweite von 140 Kilometern, 47 kW (64 PS). Ab Ende 2010. © Hersteller
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Das geliche gilt für den Citroen C-Zero. © Hersteller
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700 in Handarbeit umgerüstete Mini E-Prototypen sind unterwegs. Bei den Versuchsmodellen belegt die Batterie die Sitze auf der Rückbank. © Hersteller
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Ende 2010 soll der Nissan E-Leaf auf den Markt kommen. © Hersteller
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Renault startet 2011 mit diversen Elektro Modellen: Darunter der Kangoo Rapid Z.E. mit 70 kW/95 PS. © Hersteller
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Auch die Stufenhecklimousine Fluence Z.E. soll auf den Markt kommen. © Hersteller
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Der neue smart fortwo electric drive läuft seit Mitte November 2009 vom Band. Das emissionsfreie Fahrzeug ist mit einer Lithiumionenbatterie ausgerüstet. 2012 soll der Zweisitzer für jedermann verfügbar sein. © Hersteller
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Mercedes blueZERO E Cell ist ein elektrisch betriebenes Konzeptfahrzeug. © Hersteller
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Mercedes die Funktionen vom Vito bei Minus 30 Grad schon geshat testet. Die Höchstgeschwindigkeit ist auf Tempo 80 begrenzt. Reichweite liegt bei 130 Kilometern. © Hersteller
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Rinspeed UC: Der keine 2,60 Meter kurze Flitzer soll helfen den innerstädtischen Verkehrsinfarkt zu vermeiden. Das Fahrzeug selbst ist ein auf Basis des Fiat 500 entwickeltes Elektrofahrzeug. © Hersteller
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Opel verspricht mit dem Elektro Ampera eine verlängerte Reichweite von 500 Kilometern. Die ersten 60 Kilometer fährt der Ampera dabei rein elektrisch. Dank eines kleinen Verbrennungsmotors wird die Batterie danach wieder mit Strom gespeist. © Hersteller
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VW Milano Taxi: In Hannover präsentierte VW diese Studie im Stil eines klassischen Mailänder Taxis. © Hersteller
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Der neue Käfer: Die Studie E-Up! soll 2013 auf den Markt kommen © Hersteller
Audi e-tron
Audi e-tron: Obwohl allein die Akkus fast 400 Kilogramm wiegen, bringt der mit viel Aluminium konstruierte Zweisitzer nur 1350 Kilogramm auf die Waage. Das Tempo für die Studie ist auf 200 begrenzt. © Hersteller

Wenn ein Auto auf den Gehweg fährt, erntet der Fahrer meist böse Blicke. Nicht so beim Mini E: Lautlos fahren wir den strombetriebenen City-Flitzer übers Trottoir auf die Ladestation der Stadtwerke München in der Blumenstraße 19. Hier laden wir die Akkus des Mini E mit Ökostrom auf, und fast jeder Passant schaut neugierig auf Mini, Ladekabel und Stromsäule oder stellt gar neugierige Fragen: „Wie lange dauert’s denn?“ oder „Wie fährt sich der Mini mit Strom?“.

Leiser Flitzer: Ohne wahrnehmbares Fahrgeräusch saust der Mini E bis zu 200 km weit mit einem vollen Akku.

Die Antworten klingen vielversprechend: 150 kW (also satte 204 PS) treiben den kleinen Volt- Vernichter zügig voran, die Akkus sind an der normalen Steckdose in gut 13 Stunden wieder voll, an speziellen Starkstrom-Quellen in dreieinhalb Stunden, Spitze 154 km/h, je nach Fahrweise 150 bis 200 km Reichweite. Aber vor allem: Die volle Kraft des Motors liegt aus dem Stand heraus sofort an. Diese Besonderheit von Elektromobilen verleiht dem noch dazu lautlos dahinrasenden Elektro-Mini einen Aha-Effekt, wie ihn sonst Exoten von Ferrari oder Bugatti erzielen. Ohne wahrnehmbares Fahrgeräusch zischt der Stromzwerg mit der Kraft von 220 Nm davon, erreicht die 100 km/h-Marke nach achteinhalb Sekunden, also im Stile eines Golf GTI.

Die Top 10 der Öko-Autos

Hybridmodelle in Deutschland
Umweltbewußte Autofahrer können sich schon heute für klimaschonende und alltagstaugliche Fahrzeuge entscheiden. Das sind sie: Platz 1: Toyota Auris Hybrid. Im Herbst 2010 kommt auch der HSD auf den Markt (22 950 Euro). Der HSD kann einige Kilometer voll elektrisch fahren. Laut Toyota verbraucht Auris 3,8 Liter pro 100 Kilometer. © Hersteller
Hybridmodelle in Deutschland
Platz 2: Toyota Prius (25 450 Euro): Der Prius gilt als das Öko-Auto schlechthin. 3,9 Liter verbraucht der Prius auf 100 Kilometer. © Hersteller
Die Top 10 der Öko-Autos
Platz 3.: Toyota iQ 1.0 VVT-i © Hersteller
Hybridmodelle in Deutschland
Platz 4.: Honda Insight Hybrid (19 9950 Euro), 1,3 Vierzylinder Benziner mit 88 PS kombiniert mit einem 14 PS Elektromotor. Verbrauch 4,4 Liter pro 100 Kilometer. © Hersteller
Die Top 10 Öko-Autos
Platz 5: Volkwagen Polo 1.2 TDI BlueMotion © Hersteller
Die Top 10 der Öko-Autos
Platz 6.: Susuki Alto © Hersteller
Die Top 10 der Öko-Autos
Platz 6: Nissan Pixo © Hersteller
Die Top 10 der Öko-Autos
Platz 8: smart fortwo coupé und cabrio cdi © Hersteller
Hybridmodelle in Deutschland
Platz 9: Honda Civic Hybrid (23 9990 Euro): 1,3 Liter-Vierzylinder mit 95 PS. Der E-Motor unterstützt den Benziner mit 20 PS. Über 1000 Kilometer kann der Honda mit einer Tankfüllung fahren. Verbrauch 4,6 Liter pro 100 Kilometer. © Hersteller
Die Top 10 Öko-Autos
Platz 10: Seat Ibiza 1.2 TDI CR Ecomotive © Hersteller

Zu kaufen wird es den Mini E so nicht geben. Feldversuche versetzen aber Konzernmutter BMW in die Lage, etwa 2013 ein ähnliches, strombetriebenes City-Mobil auf den Markt zu bringen. Hochspannend ist auch die Bremswirkung: Ohne aufs mittlere Pedal zu treten kommt man in rund acht Sekunden aus 50 km/h in den Stillstand, dabei lädt der EMotor als Generator wieder die Akkus auf. Noch mehr als der Mini E zieht der Tesla Roadster Sport 2.5 die staunenden Blicke auf sich: In 3,7 s von null auf hundert, das ist Porsche 911 Turbo- Niveau. Gleich neben der Ladestation in der Blumenstraße gibt’s die Teslas bereits zu kaufen. Preis: 118 000 Euro. Dafür ermöglichen 6831 Lithium- Ionen-Akkus deutlich über 300 km Reichweite. Und nach 160 000 km kriegt man für 11 000 Euro neue Akkus. Mehr für die breite Masse wird sich ab Dezember der Mitsubishi i-MiEV eignen. Für etwa 35 000 Euro bietet der wendige Viersitzer64PS, 144kmReichweiteund mit 180 Nm das Drehmoment eines 105-PS-Golf. Ladezeit: An der Schellladestation eine halbe Stunde für 80 Prozent. Er wird zusammen mit Modellbrüdern von Peugeot und Citroen das erste Elektroautos in Großserienfertigung sein. 2012 soll dann unter anderem der Smart Fortwo ED folgen. Fahrspaß bieten i-MiEV und Co. bereits mehr als genug. Geladen wird künftig meist zu Hause, wenn es nach den ersten Erkenntnissen von Praxisstudien geht.

Ralf Schütze

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