Trend mit Schattenseiten

SUV-Boom trotz „Dieselgate“ und Klimadebatte

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Luxus-SUV: Bentley Bentayga.

CO2-Emissionen sind schlecht fürs Klima - doch ungeachtet aller Diskussionen um Verbrauchswerte und Klimaschutz hält der Boom bei den sportlichen Geländewagen (SUV) an.

Sport Utility Vehicles (SUVs) sind beliebt. Wie eine Hochrechnung des CAR-Center Automotive Research an der Universität Duisburg-Essen ergab, werden dieses Jahr voraussichtlich gut 617.000 dieser Wagen in Deutschland verkauft. Damit ist inzwischen knapp jeder fünfte Neuwagen ein SUV. Bereits nach elf Monaten war mit rund 573.000 Neuzulassungen die Gesamtzahl der verkauften SUV aus dem Vorjahr von knapp 551.000 übertroffen worden.

Diesel zu billig?

Institutsdirektor Ferdinand Dudenhöffer geht davon aus, dass sich dieser Trend auch im kommenden Jahr fortsetzen wird. „Billiger Kraftstoff und ein noch breiteres SUV-Angebot mit 22 neuen Modellen befeuern den Boom“, sagte er am Sonntag. Kein Fahrzeugsegment wachse so stürmisch. Im kommenden Jahr könnten 665.000 SUV neu zugelassen werden. Das wäre eine Verdoppelung im Vergleich zu 2010.

Dabei verbrauchten die Fahrzeuge etwa 25 Prozent mehr Treibstoff als vergleichbare Limousinen-Modelle. SUV hätten zu 62 Prozent einen Dieselmotor. Dies sei deutlich über dem Diesel-Marktdurchschnitt, der unter 50 Prozent liege. „Billiger Diesel treibt den SUV-Boom und bringt die Autobauer nach den strengeren Vorschriften für Diesel in der Zukunft in die Bredouille“, betonte der Autoexperte. Der SUV sei für die Hersteller nicht nur „Profitmaschine“, sondern auch Risiko.

dpa

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