Skoda Octavia RS

Echter Familiensportler

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Daheim auf der Rennstrecke und auf der Straße: der Octavia RS mit Autor Heinz

Im VW-Mutterkonzern ist man hochzufrieden mit dem tschechischen Töchterlein Skoda. Der Umsatz steigt trotz Krise weiter, und der Octavia ist hierzulande das beliebteste Import-Modell.

Der Trend könnte sich weiter fortsetzen: Denn jetzt bringt Skoda bei uns den neuen Octavia RS auf den Markt. Die dritte Generation der Octavia-Sportversion ist der schnellste, sportlichste und dynamischste Skoda, den es je gab. Mit zwei neuen 2-Liter-Turbomotoren (Benzin und Diesel) rollt er Ende des Monats wahlweise als Kombi ab 30.040 Euro zu den Händlern, ab Oktober für 23.390 Euro auch als Limousine. Wir haben die beiden sportlichen Familienflitzer schon gefahren.

In 6,8 Sekunden aus dem Stand auf Tempo 100 und Höchstgeschwindigkeit von 248 Stundenkilometern - damit ist der rund 200 PS starke Skoda Octavia RS, der schnellste Octavia aller Zeiten.

Zuerst eine gackerlgelbe um 15 cm tiefergelegte Stufenheck-Limousine mit modifiziertem schwarz-rotem Stoßfänger, Seitenschwellern, zwei großen silbernen Auspuffrohren, Heckspoiler und 18-Zoll-Leichtmetallrädern, aus denen knallrote Bremssättel leuchten. Dann einen weißen Kombi, der den Heckspoiler auf der Klappe trägt. Auch im Innern geht es sportlich zu: Qualitativ wurde der RS gegenüber dem Vorgänger erheblich aufgepeppt: überall hochwertige, sauber verarbeitete Materialien sowie bequeme serienmäßige Sportsitze mit integrierten Kopfstützen. Dazu gibt’s ein Sportlenkrad, Dekorleisten in Carbon-Optik und Metallic-Pedale. Ansonsten hat der RS die üppige Serienausstattung des normalen Octavia an Bord, u.a. mit Klimaanlage.

Und wie das Standardmodell haben auch der sportliche Kombi sowie die Limousine hinten gewohnt viel Bein- und Kopffreiheit – auch für lange Strecken mit Kindern und Oma. Und er bleibt ein wahres Raumwunder: Die Limousine fasst zwischen 590 und bei umgeklappter Rückbank 1580 Liter Zuladung, der sportliche Kombi gar zwischen 610 und 1740 Liter – ein Spitzenwert! Positive Option für Wintersportler: Die Rückenlehne verfügt über eine Ladeklappe für einen Skisack (50 Euro Aufpreis).

Zu den beiden angebotenen neuen Motoren: Flotter und antriebsschneller ist man mit dem 220 PS starken Turbo-Benzinmotor unterwegs, der auch den VW-Bruder Golf GTI per Sechsganggetriebe antreibt. Im Gegensatz zum 184-PS-Turbodiesel ist der Benziner auch bei höherer Geschwindigkeit jederzeit für einen Zwischenspurt zu haben. Der Benziner jagt den 4,7 Meter langen und 1,5 Tonnen schweren Octavia ohne Durchdrehen der Räder in nur 6,8 Sekunden von 0 auf 100 km/h. In der Spitze schafft er bis zu 248 km/h und verbraucht im Schnitt 6,2 Liter. Nach flotter Fahrt zeigt unser Bordcomputer allerdings knapp über 9 Liter an.

Der neue Skoda Octavia RS

Der neue Skoda Octavia RS
Der neue Skoda Octavia RS auch als Kombi ist es der schnellste Octavia aller Zeiten. © Skoda
Der neue Skoda Octavia RS
Der neue Octavia RS beschleunigt in 6,8 Sekunden von 0 auf Tempo 100. Spitze fährt er  248 km/h (Limousine mit manuellem Sechsganggetriebe). © Skoda
Der neue Skoda Octavia RS
Die Volkswagen-Tochter Skoda bringt den Sportler als Limousine und sogenannten Combi - mit fünf Türen- auf den Markt. © Skoda
Der neue Skoda Octavia RS
Neben dem Benziner mit 220 PS gibt es den Octavia RS auch mit einem 184 PS starken  2-Liter Turbodiesel. Der Diesel sprintet in 8,1 Sekunden aus dem Stand auf Tempo 100. Höchstgeschwindigkeit fährt der Kompakte 232 km/h. © Skoda
Der neue Skoda Octavia RS
Im Juli ist der neue Skoda Octavia RS in Europa zu haben. Die Preise für die Limousine sollen bei 29.000 Euro beginnen. © Skoda

Der Diesel mit 184 PS kommt hingegen erst ab 1750 Umdrehungen richtig auf Touren und schwächelt etwas beim Beschleunigen in der Spitze. Der Selbstzünder beschleunigt in 8,1 Sekunden von 0 auf 100 km/h. Den angegebenen Spritnormverbrauch von 4,6 Litern überboten wir im Test um zwei Liter. Alternativ wird für beide Modelle und Motoren ein DSG-Automatikgetriebe angeboten. Kostenpunkt: 1800 Euro.

Sportlich-akustischer Gag: Wird per Knopfdruck der Sportmodus aktiviert, werden die Insassen beim Gasgeben elektronisch mit einem kernigen Motorsound beglückt und beim Runterschalten gibt’s ein Zwischengas-Blubbern als Dreingabe. Auch fahrtechnisch gibt’s am RS nichts zu bekritteln: Die Progressivlenkung erlaubt kleinere Lenkbewegungen in Kurven, die elektronische Differentialsperre verhindert ein Untersteuern und das serienmäßige Sportfahrwerk ist straff ausgelegt. Kurzum: Der Octavia macht auch als Familiensportler eine sehr gute Figur.

Heinz Wilhelm

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