VW auf dem 3. Platz

Toyota bleibt größter Autohersteller der Welt

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Der Toyota Corolla Furia

Tokio - Mit 9,75 Millionen verkauften Fahrzeugen im vergangenen Jahr ist Toyota wieder der größte Autobauer der Welt. VW schaffte es hingegen nur auf den dritten Platz.

Toyota ist wieder der größte Autohersteller der Welt. Die Japaner setzten im vergangenen Jahr so viele Autos ab wie niemals zuvor und eroberten damit den Spitzenplatz vom US-Rivalen General Motors zurück. Doch von hinten rauscht bereits Volkswagen heran und will spätestens im Jahr 2018 die Konkurrenz abhängen.

Bei Toyota erhöhte sich die Zahl der verkauften Fahrzeuge 2012 um 22,6 Prozent auf 9,75 Millionen, wie das Unternehmen am Montag bekanntgab. 2011 hatte der Konzern den Spitzenplatz wegen der verheerenden Erdbeben- und Tsunamikatastrophe verloren. Davor hatte ein massenhafter Rückruf wegen klemmender Gaspedale und rutschender Fußmatten das Image beschädigt.

Nummer zwei ist aktuell der Opel-Mutterkonzern GM, der im vergangenen Jahr den Absatz um vergleichsweise magere 3 Prozent auf knapp 9,29 Millionen Autos steigerte. GM litt unter einem schwachen Europageschäft mit seiner Tochter Opel. Die Verkäufe schrumpften in der Region um 8 Prozent. Gut lief es dagegen im heimatlichen Nordamerika sowie in China.

Dicht dahinter liegt Europas größter Autohersteller Volkswagen. Die Wolfsburger verkauften im vergangenen Jahr 9,07 Millionen Fahrzeuge und damit rund 11 Prozent mehr als 2011. Allerdings sind in dieser Summe die schweren Lastwagen und Busse der Töchter Scania und MAN noch nicht eingerechnet.

Wie die Zeit vergeht mit Toyota

1936 Toyota Model AA Sedan: 1936 begann mit der Limousine die Geschichte von Toyota. Der aerodynamisch gestaltete Viertürer wurde von einem Sechszylinder-Motor angetrieben. Es war das erste selbst gebaute Auto für den japanischen Markt.  © Toyota
1951 Land Cruiser: Der Off-Roader ist seit über 60 Jahren in Wüsten, Dschungel oder Bergen daheim. © Toyota
1965 Corona 1500 Saloon: Das kleine Familienauto durchlief 11 Generationen und wurde bis 2001 in Japan verkauft. © Toyota
1966 Corolla: Der Corolla zählt zu Topsellern. 39 Millionen Stück wurden schon verkauft. © Toyota
1968 Toyota Hilux: Der Pick-up war als erstes Auto am magnetischen Nordpol. Auch er zuverlässig Reisen durch die Antarktis überstanden. © Toyota
Toyota Polar Hilux © Toyota
1971 Toyota Celcilia: In Form und Farbe war das Modell aus den 70er die japanische Antwort auf den Ford Mustang. © Toyota
1986 Toyota Supra: Die Leistungsfähigere Version des Cecilia. Im Jahr 1986 baute Toyota ein Performance Flaggschiff. © Toyota
1984 Toyota MR2: ein flinker, leichte Mittelmotor-Zweisitzer-Sportwagen. © Toyota
1989 Toyota LS 400: Die Luxus-Limo sollte sich auf dem amerikanischen und europäischen Markt durchsetzten. Der Lexus LS400 steht für Handwerkskunst und moderne Technik auf höchstem Niveau. © Toyota
1994 Toyota RAV4: Der 4x4 mit dem sportlichen Fließheck war für den Alltag und die Freizeit  als Wagen fürs "Wochenende" - gedacht. © Toyota
1995 Toyota Prius: Mit dem Hybrid-Konzept schreibt Toyota Geschichte in der Autowelt. Bisher wurden mehr als 2,7 Millionen Prius weltweit verkauft worden. © Toyota
Toyota GT86: Seit 2012 gibt es das klassische Sportcoupé mit 200 PS. Angetrieben wird der GT86 von einem 2,0-Liter-Boxermotor. Spitzengeschwindigkeit 226 km/h. Für den Spurt von null auf 100 km/h gibt Toyota 7,6 Sekunden an. © Toyota
2002 Toyota FCHV © Toyota
Toyota FCR-V: Bei der 2011 Tokyo Motor Show enthüllte Toyota FCV-R (Fuel Cell Vehicle - Revolution) und zeigt damit eine nächste Generation eines Wasserstoff-Brennstoffzellen-Fahrzeugs.  Ab 2015 damit auf Toyota den Markt kommen.  © Toyota

VW will bis zum Jahr 2018 die Führungsposition einnehmen und investiert dafür stark in neue Modelle und Werke. Manche Branchenbeobachter glauben, dass der Sprung an die Spitze schon früher gelingen könnte. Erst im August 2012 hatte der Konzern den Sportwagenbauer Porsche komplett übernommen.

Allerdings geht auch die Schuldenkrise in Europa nicht spurlos an VW vorüber. Bisher kann der Konzern die nachlassende Nachfrage in seiner Heimatregion noch mit enormen Zuwächsen in Amerika, Asien und Osteuropa mehr als ausgleichen. In Westeuropa rutschte der Absatz 2012 um 6,5 Prozent ab, für Deutschland wurde ein Plus von 1,9 Prozent gemeldet.

Doch auch Toyota drückt weiter aufs Gas: Im laufenden Jahr hat sich die Toyota-Gruppe, zu der auch der Kleinwagenbauer Daihatsu Motor sowie der Nutzfahrzeughersteller Hino Motors gehören, vorgenommen, den weltweiten Absatz auf 9,91 Millionen Fahrzeuge weiter zu steigern.

2012 machte vor allem die starke Nachfrage in den USA sowie in südostasiatischen Nachbarländern die Einbußen in China mehr als wett. Dort war der Absatz erstmals seit 2002 zurückgegangen. Hintergrund sind Boykotte wegen des Streits um eine Inselgruppe im ostchinesischen Meer.

Vor der Automesse in Detroit hatte VW-Betriebsratschef Bernd Osterloh Anfang Januar aber betont, man dürfe nicht allein die Anzahl der verkauften Wagen betrachten. Die Profitabilität sei ebenso entscheidend, um den Erfolg zu messen: „Natürlich geht es auch um Stückzahlen und Absatz. Aber es geht auch um den Ergebnisbeitrag pro Fahrzeug.“ Betrachte man den reinen Pkw-Absatz ohne Nutzfahrzeuge, sei VW zudem bereits heute der größte Anbieter, meinte Osterloh.

Wie die Zeit vergeht mit Toyota

1936 Toyota Model AA Sedan: 1936 begann mit der Limousine die Geschichte von Toyota. Der aerodynamisch gestaltete Viertürer wurde von einem Sechszylinder-Motor angetrieben. Es war das erste selbst gebaute Auto für den japanischen Markt.  © Toyota
1951 Land Cruiser: Der Off-Roader ist seit über 60 Jahren in Wüsten, Dschungel oder Bergen daheim. © Toyota
1965 Corona 1500 Saloon: Das kleine Familienauto durchlief 11 Generationen und wurde bis 2001 in Japan verkauft. © Toyota
1966 Corolla: Der Corolla zählt zu Topsellern. 39 Millionen Stück wurden schon verkauft. © Toyota
1968 Toyota Hilux: Der Pick-up war als erstes Auto am magnetischen Nordpol. Auch er zuverlässig Reisen durch die Antarktis überstanden. © Toyota
Toyota Polar Hilux © Toyota
1971 Toyota Celcilia: In Form und Farbe war das Modell aus den 70er die japanische Antwort auf den Ford Mustang. © Toyota
1986 Toyota Supra: Die Leistungsfähigere Version des Cecilia. Im Jahr 1986 baute Toyota ein Performance Flaggschiff. © Toyota
1984 Toyota MR2: ein flinker, leichte Mittelmotor-Zweisitzer-Sportwagen. © Toyota
1989 Toyota LS 400: Die Luxus-Limo sollte sich auf dem amerikanischen und europäischen Markt durchsetzten. Der Lexus LS400 steht für Handwerkskunst und moderne Technik auf höchstem Niveau. © Toyota
1994 Toyota RAV4: Der 4x4 mit dem sportlichen Fließheck war für den Alltag und die Freizeit  als Wagen fürs "Wochenende" - gedacht. © Toyota
1995 Toyota Prius: Mit dem Hybrid-Konzept schreibt Toyota Geschichte in der Autowelt. Bisher wurden mehr als 2,7 Millionen Prius weltweit verkauft worden. © Toyota
Toyota GT86: Seit 2012 gibt es das klassische Sportcoupé mit 200 PS. Angetrieben wird der GT86 von einem 2,0-Liter-Boxermotor. Spitzengeschwindigkeit 226 km/h. Für den Spurt von null auf 100 km/h gibt Toyota 7,6 Sekunden an. © Toyota
2002 Toyota FCHV © Toyota
Toyota FCR-V: Bei der 2011 Tokyo Motor Show enthüllte Toyota FCV-R (Fuel Cell Vehicle - Revolution) und zeigt damit eine nächste Generation eines Wasserstoff-Brennstoffzellen-Fahrzeugs.  Ab 2015 damit auf Toyota den Markt kommen.  © Toyota

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