Motorrad-Fahrbericht

Fein und fix: Erfahrungen mit der Triumph Street Triple R

Street Triple R
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Die 2020er-Version der Street Triple R.

Triumph bringt eine überarbeitete Version der Street Triple R auf den Markt. Wie sich das Modell fährt, verraten wir in diesem Motorrad-Fahrbericht.

  • Etwas in die Jahre gekommene Fahrzeuge hübscht man gerne optisch ein wenig auf, um im zweiten Modellzyklus möglichen Kunden noch einmal etwas Neues zu bieten.
  • Auch die Street Triple R von Triumph* wurde fürs neue Modelljahr überarbeitet und aufgefrischt, um mit ihren Baureihenschwestern S und RS wieder mithalten zu können.
  • Wir wollten wissen: Was bringt’s?

Triumph Street Triple R: Start frei für den Dreizylinder!

Nun also stehen wir vor der Triumph Street Triple R. Dass das Besitzerhandbuch (so heißt das wirklich) 240 Seiten dick ist, was eher lange Lektüre und kurze Fahrten verheißt, stört uns nicht – wir drehen lieber gleich am Zündschlüssel und starten den 118 PS starken Motor ganz klassisch auf Knopfdruck.

Positive Überraschung: Es gibt fast nichts einzustellen. Zur Wahl stehen die drei Fahrprogramme Regen (mit auf 100 PS reduzierter Leistung), Road und Sport, ansonsten kann man sich noch beispielsweise den aktuellen Verbrauch, die zurückgelegten Kilometer oder die gefahrene Zeit anzeigen lassen. Gute Augen sind aber hilfreich: Einige der Anzeigen sind doch etwas klein geraten. Immerhin: Das Cockpit wird vom runden Drehzahlmesser optisch dominiert.

Die Triumph Street Triple R ist leicht, stark und flott

Die Sitzposition ist sehr vorderradorientiert, trotzdem wird auch auf Dauer der Druck aufs Handgelenk nicht übermäßig groß. Der Dreizylinder mit 765 Kubikzentimetern Hubraum hat grundsätzlich kein Problem, die nur 187 Kilogramm leichte Street Triple auf Trab zu bringen. Es geht meist mächtig flott ab.

Dabei darf ordentlich gedreht werden: Ab etwa 6.000 U/min zieht die Street Triple merklich an, bei 9.400 U/min liegt das maximale Drehmoment von 74 Nm an, die Topleistung von 118 PS ist bei 12.000 U/min erreicht, da mahnt auch der Schaltblitz, die nächsthöhere Fahrstufe einzulegen. Und bei 13.000 U/min ist dann Schluss.

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Raufschalten und runterbremsen bei der Triumph Street Triple R

Die Triumph Street Triple R liegt brillant in den Kurven und ist extrem wendig.

Dank der gut abgestimmten Schaltautomatik geht der Gangwechsel rauf und runter fein und fix. Und so vehement die Triumph beschleunigt, so souverän verzögert sie auch wieder. Besonders beeindruckend ist die extreme Wendigkeit, mit der man unterwegs ist. Da macht sogar der Kreisverkehr Spaß. Dass als Höchstgeschwindigkeit 241 km/h eingetragen sind, mutet sehr fantastisch an. Jenseits der 200-km/h-Marke geht aber eigentlich nicht mehr viel mit der unverkleideten „Streetie“. Sinn macht es obendrein keinen, außerdem vibrieren die eher kleindimensionierten Rückspiegel. Das Street-Triple-Revier sind eindeutig die Land- und Bundesstraßen mit möglichst kurvigem Layout.

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Triumph Street Triple R: Wenig Platz für Beifahrer

Prinzipiell ist Platz für einen Beifahrer, der muss sich aber mit einem ungefähr handgroßen Stück der Sitzbank begnügen. Wie bequem das auf Dauer ist, haben wir lieber nicht ausprobiert. Etwas fummelig war an unserem Exemplar das Absperren: Der Schlüssel musste dafür mit Nachdruck unter Lenkerruckeln in die richtige Position gebracht werden.

Ein akzeptabler Verbrauch bei der Triumph Street Triple R

Trotz ordentlicher Drehzahlorgien und Ausnutzen des Beschleunigungspotenzials kamen wir am Ende auf einen durchaus akzeptablen Verbrauch von 5,8 Litern auf 100 Kilometer. 9.450 Euro kostet die Basisversion, 62 Zubehörartikel können zusätzlich geordert werden. Nichtsdestotrotz hat die Street Triple R derzeit das beste Preis-Leistungsverhältnis dieser Triumph-Baureihe. Und hübsch gemacht hat sie sich auch noch. (Volker Pfau) *tz.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

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Das Motorrad fit für die Saison machen

Erst putzen, dann prüfen: Damit man etwa Spuren von austretendem Öl nicht übersieht, wird das Motorrad vor dem Technikcheck gründlich gereinigt. Foto: Monique Wüstenhagen/dpa-tmn
Erst putzen, dann prüfen: Damit man etwa Spuren von austretendem Öl nicht übersieht, wird das Motorrad vor dem Technikcheck gründlich gereinigt. Foto: Monique Wüstenhagen/dpa-tmn © Monique Wüstenhagen
Zur Not prüft man es mit einem Schlüssel: Motorradreifen sollten genug Profiltiefe haben. Gesetzlich vorgeschrieben sind mindestens 1,6 Millimeter, ein Tausch empfiehlt sich aber schon ab 2 Millimeter. Foto: Silvia Marks/dpa-tmn
Zur Not prüft man es mit einem Schlüssel: Motorradreifen sollten genug Profiltiefe haben. Gesetzlich vorgeschrieben sind mindestens 1,6 Millimeter, ein Tausch empfiehlt sich aber schon ab 2 Millimeter. Foto: Silvia Marks/dpa-tmn © Silvia Marks
Hält nicht ewig: Nach fünf bis sieben Jahren sollte ein Motorradhelm in der Regel ausgetauscht werden. Foto: Zacharie Scheurer/dpa-tmn
Hält nicht ewig: Nach fünf bis sieben Jahren sollte ein Motorradhelm in der Regel ausgetauscht werden. Foto: Zacharie Scheurer/dpa-tmn © Zacharie Scheurer
Am Anfang der Saison sind Biker lieber besonders vorsichtig unterwegs, um sich wieder an die Maschine zu gewöhnen. Foto: Judith Michaelis/dpa-tmn
Am Anfang der Saison sind Biker lieber besonders vorsichtig unterwegs, um sich wieder an die Maschine zu gewöhnen. Foto: Judith Michaelis/dpa-tmn © Judith Michaelis
Andre Lang arbeitet beim Institut für Zweiradsicherheit in Essen. Foto: ifz/dpa-tmn
Andre Lang arbeitet beim Institut für Zweiradsicherheit in Essen. Foto: ifz/dpa-tmn © ifz
Wie schauen die Bremsen aus? Deren Überprüfung ist ein wichtiger Teil des Technikchecks vor dem Saisonstart. Foto: Monique Wüstenhagen/dpa-tmn
Wie schauen die Bremsen aus? Deren Überprüfung ist ein wichtiger Teil des Technikchecks vor dem Saisonstart. Foto: Monique Wüstenhagen/dpa-tmn © Monique Wüstenhagen

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