Origineller Oldtimer

Deutscher Autohändler versteigert Trump-Mercedes-Cabrio

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Das barolorote Mercedes Cabrio, Baujahr 1987, ist ein echtes Prachtstück. Das Mercedes-Benz Modell 560SL Baureihe W107 hat einmal Donald Trump gehört.

Ein Mercedes 560 SL Baujahr 1987 in Top-Zustand -  schon diese Worte bringt die Augen vieler Oldtimer-Liebhaber zum Leuchten. Obendrein gehörte das Cabrio früher Donald Trump. 

Die Oldtimer-Profis von „Baz Dreamcars“ in Waghäusel (Baden-Württemberg) verkaufen ihre Fahrzeuge in ganz Europa. Nun haben Firat Baz und Baris Baz - Vater und Sohn - einen echten Knaller im Angebot: ein Mercedes 560 SL Cabrio der Baureihe W 107; 8-Zylinder mit 231 PS und 11.500 Meilen auf dem Tacho.

40.000 Euro haben Junior und Senior Baz für das Cabrio mit seiner besonderen Geschichte hingeblättert. Das war vor zwei Jahren. Aber jetzt ist wohl der perfekte Zeitpunkt, das Stück mit viel Gewinn zu verkaufen.

Denn das Cabrio mit seiner sehr seltenen Farbkombination, „Barolorot“-Lackierung und „Dattel“-Interieur, hatte einen ganz besonderen Vorbesitzer: nämlich Donald Trump persönlich, wie auf der „Baz Dreamcars“ Internetseite zu lesen ist. Ein Auto „made in Germany“.

Nun ist Donald Trump der 45. US-Präsident und jeden Tag in den Schlagzeilen. Das Cabrio hatte Donald Trump mit seiner Ex-Frau Ivana Trump gekauft. Von 1977 bis 1992 waren die beiden verheiratet. Den Wagen kauften und bestellten Donald und Ivana gemeinsam am 17. Juli 1987 bei Sovereign Mercedes-Benz of Brooklyn in New York (USA).

Mercedes 560SL mit 231 PS.

Rechnungsanschrift und Dokumente bestätigen Donald und Ivana Trump als Käufer. Auf den Papieren mit der originalen Unterschrift von Donald Trump ist zu lesen, dass die Familie Trump damals wohnhaft im Trump Tower in 725 Fifth Avenue, New York, NY 10021 war.

„Owner: Donald Trump“ ist auf diesem Schriftstück zu lesen. 

Nach der Scheidung im Jahr 1992 trennte sich Ivana Trump von ihrem Mann Donald, aber nicht von diesem Mercedes 560 SL Cabrio. Beim Umzug in ihre neue Residenz Mar-a-Lago in Palm Beach, Florida war der Wagen mit von der Partie. Bis sich Ivana Trump von der kompletten Palm-Beach-Residenz - inklusive Möbel und Fuhrpark - trennte. Das war 2014.

„Trump-Mercedes“ - Baujahr 1957

Der restaurierte Oldtimer dürfte heute mehr als 80.000 Euro wert sein, auch ohne Promi-Bonus. Schon allein der Tachostand ist bemerkenswert: Der Mercedes hat nur 11.500 Meilen auf dem Tacho. „Der ist ja noch nicht mal richtig eingefahren“, sagt Baris Baz in einem Gespräch mit unsere Onlineredaktion. Das Modell ist bei Oldtimer-Liebhabern gerade sehr gefragt, sagt Mercedes-Spezialist Baz. Die Mercedes Baureihe W 107 wurde von 1971 bis 1989 gebaut und zählte damit zu einer der längsten. 

Das in Deutschland für den US-Markt produzierte Modell 560 SL ist auch als „Dallas-Mercedes“ bekannt, weil ihn Schauspieler Patrick Duffy in der Achtziger-Jahre-Kultserie fuhr, wie automobilwoche.de berichtet.

Der V8-Benziner mit 231 PS und 5,6 Liter Hubraum kommt, sogar mit 16 Liter auf 100 Kilometer aus. „Gemütlich, bis Tempo 120“, empfiehlt Baz.

Wie und wann genau „Baz Dreamcars“ das Cabrio verkaufen wird, stehe noch nicht fest. Aber, in den nächsten zwei Wochen soll der Wagen den Besitzer wechseln. Eine Probefahrt mit dem Benz ist also noch möglich. 

Die Nachricht von Trumps Cabrio sorgt bei der Firma in Waghäusel jedenfalls für Wirbel. Und sei eine unbezahlbare Werbung. Anfragen aus den USA hätte es allerdings noch keine gegeben.

Mercedes-Benz-Modell: 560SL W107

Der mächtigste Mann der Welt - der neue US-Präsident Donald Trump, hat einen Faible für Autos, auch für deutsche. Das ist bekannt. Allerdings wird der mächtigste Mann der Welt in Zukunft im sichersten Auto der Welt unterwegs sein und zwar in „The Beast“ (zu Deutsch: das Biest) -  wie die Präsidenten-Limousine selbst vom U.S. Secret Service genannt wird.

Die Staatskarossen der US-Präsidenten

Amtseinführung Trump - Parade: Sicherheitsbeamte begleiten das Fahrzeug des neuen Präsidenten Donald Trump und seiner Familie
The Beast: Die schwer gepanzerte Staatskarosse des amtierenden US-Präsidenten nennen Insider "Cadillac Nummer One" oder auch "The Beast" (zu dt. Die Bestie). Hier begleiten Sicherheitsbeamte das Fahrzeug des neuen Präsidenten Donald Trump bei der Amtseinführung (Januar 2017). © dpa
 Cadillac Nummer One oder auch "The Beast" (zu dt. Die Bestie)
US-Präsident Barack Obama war auch in einer gepanzerten Limousine unterwegs. Im DTS-Cadillac war Platz für fünf Personen und hatte einen ausklappbaren Schreibtisch an Bord. 2009 galt die Präsidenten-Limo als das sicherste Fahrzeug der Welt. © Cadillac
Cadillac US-Präsident  Harry S. Truman
Präsident Harry S. Truman vor seiner Cadillac Limousine (1947).   © Cadillac
Cadillac US-Präsident
Präsident John F. Kennedy und seine Frau in der Präsidentenlimousine. Nachdem John F. Kennedy 1963 in einem offenen Lincoln erschossen wurde, stieg man auf schwer gepanzerte Fahrzeuge um. © Cadillac
Präsident Eisenhower - ein absoluter Autonarr -im Cadillac Eldorado Convertible (1953).  
Präsident Eisenhower - ein absoluter Autonarr -im Cadillac Eldorado Convertible (1953).    © Cadillac
Cadillac Fleetwood Seventy Five Presidential Limousine (1984). Ronald Reagan wechselte in den 80er Jahren auf eine Cadillac Fleetwood Seventy Five Presidential Limousine.
Cadillac Fleetwood Seventy Five Presidential Limousine (1984). Ronald Reagan wechselte in den 80er Jahren auf eine Cadillac Fleetwood Seventy Five Presidential Limousine. © Cadillac
Moderne Stretchlimo für den US-Präsidenten: Die mehr als sechs Meter lange Staatskarosse von US-Präsident George W. Bush soll sich im Notfall sogar per Satellit fernsteuern lassen. George W. Bush und First Lady Laura Bush bei einem Besuch in Graceland am 30 Juni 2006. Der Sänger Elvis Presley wohnte hier.  © dpa
Präsident Bill Clinton mit seinem Cadillac (l) am 13.5.1998 durch das weiträumig abgesperrte Brandenburger Tor in Berlin.
Präsident Bill Clinton mit seinem Cadillac (l) am 13.5.1998 durch das weiträumig abgesperrte Brandenburger Tor in Berlin. © dpa
Während des Ersten Weltkriegs fährt Präsident Wilson im Cadillac Type 57 (1919) durch die Straßen von Boston.
Während des Ersten Weltkriegs fährt Präsident Wilson im Cadillac Type 57 (1919) durch die Straßen von Boston. © Cadillac
Cadillac Town Sedan (1928).
Cadillac Town Sedan (1928). © Cadillac

ml

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Nach großem Schwund in der Vergangenheit hat sich der Trabant im vergangenen Jahr einigermaßen gehalten. 32.311 der kleinen DDR-Autos waren am 1. Januar 2014 noch zugelassen. Das waren nur knapp 1150 weniger als vor einem Jahr. © dpa
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Rund oder eckig: An den Scheinwerfern der ersten Generation der Mercedes-Benz Baureihe 123 (1975 bis 1985) konnte man Spitzenmodelle und die weniger stark motorisierten Versionen unterscheiden. Später hatten alle Typen die Rechteckscheinwerfer. © Mercedes
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