"Bastard"-Schriftzug

Über diesen Leichenwagen spricht eine ganze Stadt

Deutlich sichtbar im Innenraum dieses Leichenwagens lässt sich der Schriftzug "Bastard" ablesen - direkt am Sarg eines Verstorbenen. Was steckt dahinter?

Als dieser Leichenwagen durch die Straßen einer britischen Stadt rollte, staunten die Anwohner nicht schlecht. Ganz deutlich ist der Schriftzug "Bastard" zu lesen, der aus einem Blumengesteck zusammengestellt wurde.

"Bastard"-Aufschrift: Was steckt dahinter?

Bei dem Wagen handelt es sich um das letzte Geleit für Mike Stubbs. Er starb am 18. Juli an Krebs, plante aber schon Monate vor seinem Tod, wie die Beerdigung auszusehen habe.

Besonders vom Leichenwagen hatte er eine bestimmte Vorstellung - inspiriert von seiner Lieblings-Comedy-Serie "League of Gentlemen" sollte das Wort "Bastard" auf dem Fahrzeug zu sehen sein.

Hier sehen Sie die Szene aus der Serie:

Das Bestattungsunternehmen "Final Journey" nahm sich des letzten Wunsches von Mike Stubbs an und arrangierte einen ähnlichen Wagen mit ähnlicher Aufschrift:

"Ein sterbender Mann mit frechem Humor hat uns gebeten, seine Lieblingsszene aus der TV-Show 'League of Gentlemen' für seine Beerdigung nachzuahmen.", heißt es auf der Facebook-Seite des Unternehmens.

"Er wurde von seiner Familie und seinen Freunden sehr geliebt und hatte am Ende das letzte Lachen, genau wie er es wollte."

Jetzt spricht die ganze Stadt über den ungewöhnlichen Leichenwagen

Und offensichtlich schaffte er es auch, Passanten ein Lächeln ins Gesicht zu zaubern, als sie den Leichenwagen vorüberziehen sahen:

"Er hat es definitiv geschafft, dass die ganze Stadt darüber redet und lacht. Er hat Comedy geliebt und besonders diesen Sketch", erklärte die Mitarbeiterin Tracy Lazonby dem Online-Portal Metro.

Einige der Beobachter knipsten auch Bilder des Fahrzeugs und teilten sie im Netz:

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Hierbei handelt es sich auch um eine kuriose Geschichte: Eine Stunde, nachdem ein Brite seinen Ferrari vom Händler abholte, sah er so aus.

Doch auch in Deutschland sind Fahrzeuge nicht sicher, wie der Besitzer eines Mercedes feststellen musste - Lidl ließ nämlich seinen Wagen verschrotten.

Von Franziska Kaindl

Das sind die verrücktesten Leichenwagen der Welt

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Dieses Gefährt ist nicht so alt wie es aussehen mag – tatsächlich gibt es den Coleman Milne Imperial Hearse erst seit einigen Monaten und entstand auf der Basis des Austin FX4, einem Londoner Taxi. © Screenshot Facebook / Manor House Funerals
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Dieser Leichenwagen beeindruckt mit seiner schieren Länge: 7,09 Meter misst das Gefährt und wiegt stolze 3,6 Tonnen. Im Family Hearse von Federal Coach passen fünf Passagiere in vertikaler und zwei in horizontaler Lage. © Screenshot Facebook / Americona
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Der Intercar Q 500 hat einen Maserati Quattroporte als Basis. Durch den Umbau wurde er von 5,09 Meter auf 6,70 Meter verlängert, büßt allerdings sein Stufenheck ein. Der Innenraum des Gefährts mit Lederausstattung bleibt im Originalzustand. © Intercar
Für den nordkoreanischen Diktator Kim Yong-Il diente ein Lincoln Continental aus dem Jahre 1976 als Aufbahrungsgefährt. Dazu wurde der Wagen zur einer gepanzerten Stretch-Limousine umgebaut.
Für den nordkoreanischen Diktator Kim Yong-Il diente ein Lincoln Continental aus dem Jahre 1976 als Aufbahrungsgefährt. Dazu wurde der Wagen zur einer gepanzerten Stretch-Limousine umgebaut. © dpa
Dieses stolze Gefährt misst mit 6,62 Metern Länge rund 1,65 Meter mehr als die Basis – bei der handelt es sich um einen Maserati Ghibli, der vom italienischen Karosseriehersteller Ellena umgebaut wurde. Mit seinen 20-Zoll-Reifen in Novitec-Optik wirkt er recht sportlich und trumpft mit 275 PS unter der Haube auf.
Dieses stolze Gefährt misst mit 6,62 Metern Länge rund 1,65 Meter mehr als die Basis – bei der handelt es sich um einen Maserati Ghibli, der vom italienischen Karosseriehersteller Ellena umgebaut wurde. Mit seinen 20-Zoll-Reifen in Novitec-Optik wirkt er recht sportlich und trumpft mit 275 PS unter der Haube auf. © Screenshot Facebook / Car Mod Fails
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Dieser Nissan Leaf des Londoner Bestattungsunternehmens Leverton & Sons entstand aus der steigenden Nachfrage nach E-Autos als letztes Geleit. Der Grund dafür ist einfach – in der Londoner Innenstadt muss für jedes Gefährt mit Verbrennungsmotor eine zusätzliche Maut entrichtet werden. © Leverton & Sons
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Auf Basis des Ssang Yong Rexton entstand dieser RX 400 des italienischen Herstellers Intercar. Als Allrad-Auto erklimmt er auch steilere Höhen. © Screenshot Facebook / RIVAUD
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Bei diesem Exemplar handelt es sich um ein Flower Car, welches vor allem in den USA neben klassischen Leichenwagen zum Einsatz kommt. Der Sarg findet in der speziell dafür präparierten Ladefläche Platz und wird dort aufgebahrt. Das Superior Flower Car auf dem Bild entstand auf der Basis des Cadillac DTS und scheint eine Mischung aus Limousine und Pick-Up zu sein. © Screenshot Facebook / Parks Superior Funeral Limousine and Hearse Specialists
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Bei dem Bergadana Ion handelt es sich um ein Elektro-Auto des spanischen Herstellers Bergadana, der mit maximal 40 km/h unterwegs ist. Der Autobauer bietet aber auch traditionelle Gefährte an, die meist auf Mercedes-Basis produziert werden. © Bergadana
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Das Bestattungsunternehmen A.W. Lymn bietet unter seinen 39 Leichenwagen unter anderem den Rolls-Royce Phantom an, der von der italienischen Spezialfahrzeug-Hersteller Biemme Special Cars umgebaut wurde. In dieser Form ist er 84 Zentimeter länger als im Original. Seine "Selbstmördertür", also die hintere Fahrzeugtür, welche hinten angeschlagen ist – behält er. © Screenshot Facebook / G F Williams

Rubriklistenbild: © Screenshot Facebook / Final Journey

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