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Schuld sind immer die anderen: Umfrage zu Autounfällen zeigt wenig Selbstzweifel am eigenen Fahrstil

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Von: Sebastian Oppenheimer

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Ein Unfallrisiko sehen die meisten Autofahrer in Deutschland in anderen Verkehrsteilnehmern. Nur ein kleiner Teil schätzt hingegen sich selbst als solches ein. 

Ein Unfall passiert den meisten Autofahrern nicht oft in ihrem Leben – deswegen neigt man zu panischen und vielleicht auch falschen Reaktionen. Sind beispielsweise Menschen verletzt worden, so muss man schnell einen Notruf absetzen – dabei gibt es aber einige Dinge zu beachten. Ebenfalls wichtig ist es, bei Bedarf Erste Hilfe zu leisten und die Unfallstelle mit einem Warndreieck abzusichern. Eine Umfrage zeigt nun: Autofahrer schätzen vor allem andere Verkehrsteilnehmer als Gefahr ein – sich selbst sieht kaum jemand kritisch.

Umfrage zu Autounfällen: Schuld sind immer die anderen

Laut einer Befragung des Versicherers DA Direkt hat jeder vierte Autofahrer in Deutschland in den vergangenen drei Jahren einen Unfall oder eine gefährliche Situation im Straßenverkehr erlebt. Als häufigste Ursachen wurden „schlechte Sichtverhältnisse“ (29 %), „überhöhtes Tempo“ und „Ablenkung am Steuer“ (je 22 %) sowie „emotionaler Stress“ (13 %) genannt.

Ein demoliertes Auto, im Hintergrund eine Person mit Warnweste
Als großes Unfallrisiko sehen die meisten Autofahrer laut einer Studie vor allem die anderen Verkehrsteilnehmer an. (Symbolbild) © Addictive Stock/Imago

Umfrage zu Autounfällen: Nur jeder fünfte Fahrer erklärt sich selbst zum Risiko

Als größtes Unfallrisiko nannten mit 58 Prozent deutlich über die Hälfte der Befragten andere Verkehrsteilnehmer. Lediglich jeder Fünfte (21 %) erklärte sich selbst zum Risiko. Passend zur vorherrschenden Einschätzung, die Schuld läge vor allem bei anderen, wurden als Ursachen für „Ablenkung am Steuer“ Radfahrer (38 %), andere Autofahrer (33 %), Fußgänger (17 %) sowie Nahverkehr (8 %) genannt. Sogenannte „Dooring“-Unfälle mit Radfahrer lassen sich übrigens durch den sogenannten „Holländer-Griff“ in vielen Fällen vermeiden.

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Umfrage zu Autounfällen: Entscheidender Faktor für Ablenkung sind laut Studienautoren die Fahrer selbst

Die Studienautoren sehen als entscheidenden Faktor für Ablenkung hingegen die Fahrer selbst. Zu Ablenkungen befragt, gaben 54 Prozent der Studienteilnehmer an, während des Fahrens häufig mindestens einer ablenkenden Tätigkeit ausgesetzt zu sein. Genannt wurden hier Radio (38 %), Telefonate und Essen/Trinken (je 10 %) sowie das Bedienen von Bordcomputer und Smartphones (11 %). 17 Prozent gaben an, bei fast jeder Fahrt ihr Smartphone zu nutzen, 18 Prozent tun dies gelegentlich – andere Umfragen kommen zu einem ähnlichen Ergebnis. Besonders hoch war die Smartphone-Nutzung bei den jüngsten Autofahrern (18–29 Jahre) mit 24 Prozent. Gegenüber einer Befragung aus dem Jahr 2021 entspricht dies aber einem Rückgang um neun Prozent. (Mit Material von SP-X)

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