Höheres Unfallrisiko

Unfallforscher rät Senioren auf E-Bikes zum Fahrradhelm

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Fahrradhelme vermeiden Kopfverletzungen. Foto: Andrea Warnecke

Rasante Fahrt: E-Bikes sind bis zu 45 km/h schnell. Das muss man erstmal händeln können. Vor allem als Senior. Sie tun sich mit E-Bikes in der Regel sowieso schwerer. Das haben Forscher beobachtet. Sie geben ihnen Tipps für mehr Sicherheit.

Goslar (dpa/tmn) - Senioren sollten beim Radfahren in jedem Fall einen Schutzhelm aufsetzen. Das rät der Unfallforscher Siegfried Brockmann vom Gesamtverband der deutschen Versicherungswirtschaft (GDV).

"Das gilt besonders, wenn ältere Menschen mit einem E-Bike unterwegs sind", sagte Brockmann der Deutschen Presse-Agentur beim Verkehrsgerichtstag in Goslar. "Denn Senioren haben bei Unfällen mit Elektrofahrrädern ein deutlich größeres Verletzungsrisiko bei Unfällen als jüngere Fahrradfahrer."

Der Nutzen eines Fahrradhelms bei der Vermeidung von schweren Kopfverletzungen sei mehrfach nachgewiesen, sagte Brockmann. Deshalb sollten nicht nur Kinder und Jugendliche Helm tragen. Viele Senioren kommen nach Erkenntnissen der Unfallforscher mit schnellen Elektrofahrrädern nur mühsam zurecht. Deshalb gebe es auch viele Stürze ohne die Beteiligung anderer Personen. Diese Unfälle seien ähnlich gefährlich wie Kollisionen mit anderen Verkehrsteilnehmern.

Um die Unfallgefahr zu verringern, riet Brockmann Senioren auch dazu, für ihr Elektrofahrrad nicht allzu starke Vorderradbremsen auszuwählen. Bei High-Tech-Bremsen genüge oft schon der kleine Finger, um unerwartet eine Vollbremsung auszulösen. Eine Folge könne sein, dass der Fahrer über die Lenkstange nach vorne und dann auf die Fahrbahn geschleudert wird. "Eine gute Felgenbremse reicht deshalb aus", sagte Brockmann. Derzeit werden dem Unfallforscher zufolge rund 97 Prozent aller E-Bikes von älteren Menschen gekauft. Wegen der demografischen Entwicklung werde die absolute Zahl älterer Radfahrer mit Elektrofahrrädern in den kommenden Jahren weiter zunehmen.

Verkehrsgerichtstag

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