FX - Limousine ohne Tricks

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Außergewöhnlich und mit Premiumanspruch: Der Infiniti FX macht rein äußerlich eine gute Figur

Man nehme einen Markenbotschafter, den jeder kennt. Dazu einen Namen, der direkt aus einem neuen Science-Fiction-Film stammen könnte, kreuze einen klassischen SUV...

...mit der Silhouette eines Sportwagens – und schon hat man dieses Auto: einen Infiniti FX, vom dem es jetzt sogar 200 Sonderexemplare in der Sebastian-Vettel-Edition gibt. Wir fuhren die neue, respektive geliftete, FX-Flotte.

48 Jahre alt, gut verdienend, selbständig und normalerweise einer anderen Marke verpflichtet. Nein, es handelt sich hier nicht um den klassischen FDP-Wechselwähler, sondern um den typischen Kunden der Edelmarke von Nissan und Renault. Die Infinitis, zunächst in den USA gestartet und seit 2008 auch in Europa vertreten, wollen nun mehr denn je den europäischen Nobelmarkt aufmischen.

Das Ziel

Bis 2016 will man zehn Prozent vom Luxus-Segment weltweit, ergo 500.000 verkaufte Exemplare, davon in Europa und Nahem Osten 80.000. Zum Vergleich: 2011 waren es 145.000 in der weiten Welt, davon 12.500 in Europa. Um diese ehrgeizigen Zahlen zu erreichen, braucht es natürlich ein paar PS mehr in Vertrieb und Verkauf, vielleicht so viele, wie in der FX-Flotte bzw. in den drei Motorvarianten schon jetzt reichlich vorhanden sind. Kleiner Motoren-Check:

Der FX 30d

Ein ordentliches Oberklasse-Drei-Liter-Diesel-Triebwerk, das mit 550 Nm Drehmoment satt von unten heraus startet, erst mit Knurren dann mit Schnurren auf der Autobahn entlang gleitet. Die Gegner: BMW, Mercedes & Audi. Die sind zwar teurer, aber die können Diesel auch ganz gut. Das 313-PS-Selbstzünder-Aggregat von Audi zum Beispiel, oder der soeben vorgestellte 381-PS-Dreifach-Turbo von BMW/M. Preise zwischen 57.350 Euro in der günstigsten Austattungsvariante bis 65.650 Euro in der teuersten. Weitere Eckdaten: 238 PS; 8,3 Sekunden von 0 auf 100; Verbrauch: 9,0 Liter.

Der FX 37

Der V6-Sauger ist ein Säufer im Vergleich zu seinem großen Bruder, dem V-8-Aggregat. Denn mit 12,1 Litern auf 100 Kilometer braucht der Kleine nur einen Liter weniger, ist zwar mit seinen 320 PS und seinem Sprint von 6,8 Sekunden von Null auf 100 schon recht ordentlich, aber warum klein, wenn groß auch geht? Es kann nur am Preis liegen, denn der FX 50 mit 390 PS und 5,8 Sekunden im Spurt kostet in der besten Ausstattungsvariante mit 74 900 Euro um knapp 9.000 Euro mehr als der kleine Bruder. Das macht einen Liter mehr auf dem Papier, tatsächlich fuhren wir den FX 50 im Erdinger Hinterland nicht unter 20 Litern. Infiniti eine Marke ganz ohne Downsizing? Nein, natürlich nicht, denn die nächste Vierzylinder-Flotte ist schon in Sicht. Sie soll sowohl beim Benziner als auch beim Diesel von Mercedes geliefert werden. Für den G Sedan.

Und sonst?

Reinsetzen, wohlfühlen, losfahren! Wer nicht aufs Geld schauen muss, wem das Image eher egal ist, der ist im Infiniti gut aufgehoben. Das Design im Innenraum ist gediegen, aber im Vergleich zum Vorgänger noch moderner geworden, die silberne Analog-Uhr in der wirklich praktischen Mittelkonsole eine schöne Erinnerung an das vordigitale Zeitalter. Unser Fazit: FX – eine Limousine ganz ohne Tricks!

RDF

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