Viele erkennen Warnsignale für Reifenpanne nicht

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Ein defekter Reifen kann platzen, wenn man den Schaden zuvor nicht bemerkt. Den kann man anhand von Warnsignalen deuten.

Bevor ein Reifen platzt, gibt es meist Anzeichen dafür: Das Auto ruckelt, oder die Lenkung ist anders. Viele Autofahrer wissen diese Signale aber nicht zu deuten. Bei der Früherkennung helfen vor allem Reifendruck-Kontrollsysteme.

Vielen Autofahrern in Deutschland fällt es schwer, eine drohende Reifenpanne zu erkennen. So zählen sie einer Umfrage zufolge eine schwammige Lenkung oder veränderte Fahrgeräusche nicht als solch ein Signal.

Fast zwei Drittel (65 Prozent) der Befragten geben an, die Gefahr einer Reifenpanne kaum oder gar nicht einschätzen zu können. Etwa jeder Fünfte (21 Prozent) deutet unter anderem das für einen Reifenschaden typische Vibrieren oder Rütteln des Autos nicht als Signal für einen Reifendefekt. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage des Marktforschungsinstituts Aproxima. Im Auftrag des Portals Reifen.com wurden vom 12. bis 20. Mai knapp 1000 Autofahrer befragt.

Auffälligkeiten wie eine schwammige Lenkung oder veränderte Fahrgeräusche deuten jeweils 24 Prozent der Befragten nicht als Signal für ein Reifenproblem. Dass eine schnelle Früherkennung wichtig ist, betont Friedhelm Schwicker von der Prüforganisation Dekra: "Ein Reifenschaden macht sich schleichend bemerkbar." Bei höheren Geschwindigkeiten auf der Autobahn steigt die Chance, dass ein defekter Reifen schließlich platzt.

Um Schäden rechtzeitig zu erkennen, rät die Dekra zu Reifendruck-Kontrollsystemen. Der Vorteil: Der Fahrer bekommt ein Signal über ein Display, wenn der Reifendruck nachlässt. Das System läuft direkt über Sensoren am Reifen oder indirekt über Sensoren vom Antiblockiersystem (ABS) und Schleuderschutz (ESP).

Hersteller sind verpflichtet, alle Neuwagen seit November 2014 mit solchen Kontrollsystemen zu verkaufen. Ältere Fahrzeuge können nachgerüstet werden. Die Preise starten in der Regel ab 100 Euro. Wer ohne das System fährt, sollte regelmäßig den Reifendruck kontrollieren - zum Beispiel bei jedem Tankstopp, empfiehlt Schwicker.

Warnleuchten im Auto und was sie bedeuten

Es blinkt und leuchtet: Was die Warnlampen - Kontrollleuchten im Auto bedeuten.
Plötzlich blinkt und leuchtet es im Cockpit! Die Symbole und Kontrolllichter am Armaturenbrett zeigen an, ob dem Auto technisch etwas fehlt. Allerdings, ist es wichtig zu wissen, was die Lämpchen bedeuten. Hier die wichtigsten Kontrollleuchten im Auto: © ADAC
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Motoröldruck zu niedrig. Motor abstellen. Ölstand prüfen und gegebenenfalls nachfüllen - hilft aber nicht immer. Meist muss der Wagen in eine Werkstatt geschleppt werden. © ADAC
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Ölmangel, Ölstand überprüfen und nachfüllen - sonst droht Motorschaden. © ADAC
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Probleme mit der Bremse. Brennt dieses Licht auch bei gelöster Handbremse, droht große Gefahr. Zu wenig Bremsflüssigkeit oder die Beläge sind bis aufs Metall runter. Sofort anhalten und Pannendienst rufen. © ADAC
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Motor ist überhitzt. Kühlwasser reicht nicht mehr. Anhalten und abkühlen lassen. Danach unbedingt in die Werkstatt. © ADAC
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Reifendruckkontrollsystem meldet zu niedrigen Reifendruck. Eventuell harmlos, wenn das Symbol nach dem Reifenwechsel leuchtet (fehlende Kalibrierung) - mehr in der Betriebsanleitung. © ADAC
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Störung im Rückhaltesystem. Funktionsversagen des Airbags/ Gurtstraffers bei Unfall möglich - sofort in die Werkstatt. Symbol leuchtet auch bei deaktiviertem Beifahrerairbag (wg. Kindersitz).  © ADAC
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Probleme mit der Motorsteuerung. Der Schadstoffausstoß kann erhöht sein. Symbol leuchtet auch, wenn die Lambdasonde defekt ist oder ein Marder ein Kabel beschädigt hat. Umgehend in die nächste Werkstatt fahren. © ADAC
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Nebelschlussleuchte ist eingeschaltet. In Deutschland nur erlaubt, wenn die Sicht durch Nebel geringer als 50 Meter ist. © ADAC

dpa/tmn

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