Der neue Beetle: Zurück in die Zukunft

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Der neue Beetle: Tradition und Dynamik.

Einsteigen, losfahren, frei sein. So war’s in den 50ern, als uns der Käfer die automobile Freiheit bescherte.

Einsteigen, losfahren, frei sein. So soll’s ab Herbst 2011 wieder werden, wenn der neue Beetle auf die Straße kommt. Freiheit vom Design-Allerlei, Freiheit vom Alltäglichen, Freiheit von Konventionen.

Sportler mit Spoiler: Der 200-PS-Beetle (Spitze: 223 km/h) wird vielen sein bulliges Hinterteil zeigen

„Ziel war es, Emotion und Technik miteinander zu verbinden“, umschreibt Tobias Volkmer vom Produktmarketing bei Volkswagen den Arbeitsauftrag für die Ingenieure. Und so ganz nebenbei sollten sie dem Beetle natürlich auch ein neues Image verpassen: weg vom Frauen-Auto, hin zu einem dynamischen Sportler.

Die ersten Testfahrten mit dem 2-Liter-Benziner durch die Schorfheide nördlich von Berlin beweisen: Der Spagat zwischen Tradition und Zukunft ist den VW-Leuten gelungen.

Die Dynamik

Der neue Beetle: Tradition und Dynamik.

Der große Beetle mit seinen 200 PS ist der stärkste Serien-Käfer aller Zeiten und beschleunigt in 7,5 Sekunden von 0 auf 100 km/h. Das Sechsgang-DSG-Automatik-Getriebe schaltet schnell und klar. Die längere Karosserie (4,28 Meter; plus 15 Zentimeter) und der leicht verlängerte Radstand lassen ihn bretthart auf der Straße liegen. Beschleunigung, Kurvenverhalten, Sportlichkeit – vom Fahrspaß her braucht sich der 200-PS-Beetle hinter dem Golf GTI nicht zu verstecken.

Neben der 2-Liter-Maschine, die vornehmlich in den USA verkauft wird, gibt es in Europa zwei weitere Benziner- und zwei Diesel-Varianten: 1,2 TSI mit 105 PS, 1,4 TSI mit 160 PS, 1,6 TDI mit 105 PS und 2,0 TDI mit 140 PS.

Das ist der neue VW Beetle

Der neue VW Beetle

Der Komfort

Die größeren Maße werten auch den – gewohnt übersichtlichen – Innenraum auf. Der Fond bietet zwei Personen bis 1,85 Meter bequem Platz. Dazu gibt es neue Sitze. Das Kofferraumvolumen (310 bis 905 Liter) ist im Vergleich zum Vorgänger merklich gewachsen.

Zählen wir Musikgenuss zum Komfort dazu, wird der Beetle zum Trendsetter. Erstmals in Europa ist die für ihre legendären Gitarren und Verstärker berühmte US-Firma Fender eine Kooperation mit einem Autobauer eingegangen. Für 650 Euro Aufpreis gibt’s eine 400-Watt-Anlage vom Feins­ten mit acht Boxen und Subwoofer im Kofferraum.

Die Tradition

Die Linienführung erinnert dank der veränderten Maße deutlich mehr an den Ur-Käfer als der erste New Beetle von 1997, wozu auch die breiten Kotflügel vorne beitragen.

Darüber hinaus steckt die Liebe im Detail, etwa im „Käferfach“, das als zweites Handschuhfach Platz gefunden hat. Oder im Schriftzug auf der Heckklappe, der – wenn gewünscht – wahlweise „Käfer“ oder „Bug“ (USA) oder „Maggiolino“ (Italien) oder „Coccinelle“ (Spanien und Frankreich) oder … heißen kann.

Der Preis

Ab 16.950 Euro steht der Beetle, ab 27.100 Euro der Beetle 2,0 TSI von Oktober an beim Händler – und ist damit günstiger als sein Vorgänger und als der vergleichbare Golf. Wer die 200-PS-Maschine mit allem Drum und Dran einschließlich 19-Zoll-Räder haben will, kann aber auch bei 35.000 Euro landen.

Das Fazit

Mit dem neuen Modell stellt VW nicht nur den stärksten Käfer, sondern auch den besten Beetle aller Zeiten auf die Straße. Offen bleibt dennoch, ob er es schafft, beim Publikum das Image vom Frauen-Auto loszuwerden.

Peter Schiebel

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